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Mord im Orient Express

Am 9. November 2017 kam mit der Neuverfilmung von "Mord im Orient Express" die fünfte Variante des Agatha Christie-Romans rund um den belgischen Detektiv Hercule Poirot in die deutschen Kinos. Dieses Mal hat sich der Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh (Cinderella, Harry Potter und die Kammer des Schreckens) das Projekt vorgenommen und spielt sogar die Hauptrolle.

Mord im Orient Express © 20th Century Fox

Mord im Orient Express © 20th Century Fox

Während seiner Rückreise mit dem Orient Express muss Hercule Poirot (Kenneth Branagh) seinen lang ersehnten Urlaub unterbrechen und einen weiteren Fall lösen. Bei einem Unwetter entgleist der Orient Express und muss auf Hilfe warten. Diese Situation macht sich ein Mörder zunutze und der dilettantische Kunsthändler Ratchett (Johnny Depp) wird ermordet aufgefunden. Poirot ermittelt unter den Reisenden in der 1. Klasse. Nur einer von ihnen kommt als Täter in Frage. Durch Befragungen der spanischen Missionarin Pilar Estravados (Penelope Cruz), der Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), des Professors Gerhard Hartmann (Willem Dafoe), der Witwe Mrs. Hubbard (Michelle Pfeiffer) und des Doktors Arbuthnot (Leslie Odom Jr.) wird Poirot schnell klar, dass die Spur zum Mörder nur über das Opfer führen kann.

Ruhe und Unaufgeregtheit 

"Mord im Orient Express" ist ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film, der ganz ohne das übliche Actiongewitter, schnelle Schnitte oder überdrehte Szenen auskommt. Alles geht entspannt von statten und man hat Zeit, sich in die Szenen reinzufinden und mitzudenken. Ebenfalls steigt "Mord im Orient Express" relativ langsam in das Thema Detektivarbeit ein, was dem Zuschauer genügend Raum gibt, um sich mit Hercule Poirot auseinander zu setzen. Das hilft alles gut, um später den Mord im Orient Express mit aufklären zu können.

Außergewöhnliche Kamerafahrten und -ansichten

"Mord im Orient Express" hat einige außergewöhnliche Kamerafahrten und -ansichten gezeigt, die in den "normalen" Blockbustern eher selten bis garnicht vorkommen. So gibt es, wie man auch im Trailer sieht, eine First-Person-Ansicht aus der Sicht von Hercule Poirot, oder es wurde von einem Bird's Eye Shot (extreme Aufsicht aus der Vogelperspektive) auf eine halbtotalen Kameraeinstellung (Charakter als Teil der Umgebung, aber komplett zu sehen mit Raum darüber und darunter) geschwungen, bis die Szene dann in einem Worm's Eye Shot (extreme Untersicht, das Gegenteil vom Birds's Eye Shot) endete. Auch gibt es einige schöne Panoramaaufnahmen und mehrmals Szenen, in denen der Bird's Eye Shot verwendet wird. Alles in allem ist "Mord im Orient Express" eine willkommene Abwechslung unter all den Comic-Verfilmungen.

"Mord im Orient Express" ist seit dem 9. November 2017 in den deutschen Kinos zu sehen.

 

Désirée Ellen Caldewey

VERÖFFENTLICHT AM

21. November 2017

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