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Stuttgarter Medienkongress 2017 24. November 2017

"Im Kern steht, etwas Neues zu lernen"

Am 21. November 2017 veranstaltete die Hochschule der Medien (HdM) in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) zum achten Mal den Stuttgarter Medienkongress. Im GENO-Haus Stuttgart wurden den Kongressteilnehmern in mehreren Präsentationen, einer Podiumsdiskussion und insgesamt vier Panels die neuen kreativen Möglichkeiten und aufkommenden Herausforderungen im digitalen Medienzeitalter vorgestellt. Das Motto der Veranstaltung lautete "CRAFT MEDIA".

Zur Detailansicht Prof. Dr. Boris Kühnle organisierte mit einem Projektteam des Studiengangs Medienwirtschaft die Veranstaltung, Foto: Tobias Bosch
Prof. Dr. Boris Kühnle organisierte mit einem Projektteam des Studiengangs Medienwirtschaft die Veranstaltung, Foto: Tobias Bosch

Über 200 geladene Gäste fanden am 21. November 2017 den Weg ins GENO-Haus Stuttgart. Bei Lounge-Atmosphäre und Live-Musik läutete ein Gong den Medienkongress ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von Selina Marx, die am Institut für Moderation an der HdM ihre Moderatorenausbildung macht. "Wenn Sie beim Begriff ‚CRAFT MEDIA' an Craft Beer gedacht haben, dann ist das verständlich. Craft Beer steht für Handwerkskunst und viele individuelle Geschmacksrichtungen. Auch in den Medien müssen heutzutage individuelle und außergewöhnliche Angebote geschaffen werden, um im Trend zu bleiben. Wichtig sind dafür gewisse Expertisen und Fähigkeiten, die wir Ihnen heute vorstellen wollen", eröffnete Marx die Veranstaltung.

Eingangsfilm vom HdM-Studentenfernsehen Stufe

Nach dem Grußwort von Dr. Wolfgang Kreißig, dem Präsidenten der LFK, standen zum ersten Mal zwei HdM-Studenten im Mittelpunkt. Julian Greenwood und Andreas Welß präsentierten in Vertretung für das HdM-Studentenfernsehen "Stufe" ihren Eingangsfilm mit dem Titel "CRAFT". Darin wurde Thorsten Schwämmle, der Geschäftsführer der Brauerei KRAFTPAULE, vorgestellt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seinen Lokalen ausschließlich Craft-Bier aus aller Welt anzubieten und selber herstellzustellen. In mehreren Interviewsequenzen wurden die Parallelen zwischen Craft Beer und Craft Media deutlich gemacht. "Es kommt auf die Inhalte an und darauf, das alte Produkt Bier neu zu erfinden, neu zu brauen und neu zu erleben", erklärten die beiden Studenten im Anschluss an ihren Filmbeitrag. Danach traten die ersten Referenten auf die Bühne.

Die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen

Während des Kongresses bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, auch persönlich mit den Medienexperten ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise konnten ungeklärte Fragen beantwortet und angefangene Diskussionen fortgesetzt werden.

Roboter-Spezialisten von der HdM

Mit dem Panel "Bots" fand der Medienkongress schließlich seinen Abschluss. Dort wurden die Chancen und Risiken von Roboterjournalismus und Bots im Medienalltag vorgestellt und hinterfragt. Die Moderation übernahm Prof. Dr. Boris Kühnle, Studiendekan des Studiengangs Medienwirtschaft der HdM. Zum Thema "Social Bots" präsentierten die beiden HdM-Studenten David Bochan und Moritz Gruber ihren selbsterstellten Instagram-Bot tr3ndfood. Er ist in der Lage, selbstständig Bilder zu liken, anderen Menschen zu folgen und Fotos zu teilen. Vorausgesetzt, es dreht sich um das Stichwort Essen. "Wir mussten dafür nur einen Account erstellen und das Themengebiet festlegen. Für andere Instagram-Nutzer ist quasi nicht zu erkennen, dass es sich bei unserem Account um einen Roboter handelt", sagten die beiden Studenten. Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der HdM, ging auf die Gefahren dieser Undurchsichtigkeit ein. "Der wichtigste Wert im Journalismus ist das Vertrauen. Wenn Menschen mit einem Roboter kommunizieren, den sie für menschlich halten, oder von Robotern geschriebene Texte lesen, bringen sie einen gewissen Vertrauensvorschuss auf. Um dieses Vertrauen nicht zu brechen, müssten Bots transparenter und im besten Fall deutlich gekennzeichnet sein", so Grimm. Doch auch, wenn es sich beim Gesprächspartner offensichtlich um einen Roboter handle, würden viele Menschen den persönlichen Kontakt zu einem Bot suchen. Das erklärte Christian Hufnagel vom SWR, der den SWR3-Elchbot mitkonzipiert hat: "Über Facebook kann man von unserem Bot Informationen zur aktuellen Verkehrslage anfordern oder sich einen Witz erzählen lassen. Je menschlicher, desto besser." Saim Alkan, Geschäftsführer von AX Semantics verkündete: "Der selbstlernende Volontär, von dem alle träumen, ist jetzt da." Nach dem offiziellen Teil des Medienkongresses konnten die Teilnehmer den Abend im Foyer bei einem Get-together ausklingen lassen.

"Im Kern des Medienkongresses steht immer, etwas Neues zu lernen. Das war heute definitiv der Fall, weil es eine große Vielfalt an Perspektiven zu den diskutierten Themen gab. Mit dem Ablauf bin ich wirklich zufrieden", freute sich Prof. Dr. Boris Kühnle, der den Kongress zusammen mit seinen Studenten organisiert hatte. 

 

David Groß

Kontakt

Name:
Prof. Dr. Boris Kühnle  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Studiendekan Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
221, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2246
Telefax:
0711 8923-2206
E-Mail:
kuehnle@hdm-stuttgart.de
Name:
Prof. Dr. Petra Grimm  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Professorin
Studiengang:
Medienwirtschaft (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
225, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2202
E-Mail:
grimm@hdm-stuttgart.de

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