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Hochschule der Medien

Von der Idee zum Unternehmen

HdM-Start-up-Guide

Ein kürzlich gegründetes Unternehmen mit einer innovativen Geschäftsidee und hohem Wachstumspotential wird als "Start-up" bezeichnet. Im Start-up-Center der Hochschule der Medien (HdM) werden Start-ups begleitet und gefördert. Doch welche Idee ist überhaupt geeignet und was sind die ersten Schritte bei der Gründung? Der HdM-Start-up-Guide erklärt worauf es am Anfang ankommt.

Die ersten Phasen bei der Gründung eines Start-ups:

Ideenfindung: Zunächst sollte man Nutzerinterviews und Feldforschung durchführen und sich umgucken, wo es Probleme gibt. Erst dann "darf man eine Idee haben". Eine Idee ist ausgereift genug, wenn sie auf der Grundlage eines wahren Kundenbedürfnisses beruht und ein Kundenproblem löst. Zeit mit der Start-up-Gründung zu beginnen.

Validierung: Mithilfe von Interviews, Testläufen und Prototypen kann man herausfinden, ob die Idee überhaupt funktioniert und beim Kunden ankommt. Möglicherweise muss man Stellschrauben nachziehen und die Idee anpassen.

 

Marketing / Produktentwicklung: In der Produktentwicklung sollte man testen und an möglichen Stellen korrigieren. Schon währenddessen sollte man sich mit dem Marketing beschäftigen. Dabei gilt es, etwa bei digitalen Produkten eine kritische Masse herzustellen, Pressearbeit und Werbung zu betreiben, um das Produkt nach außen zu bringen.

Finanzierung: Die richtige Art und Weise der Finanzierung ist für jedes Start-up unterschiedlich. Wenn man als freier Designer nicht mehr als einen Laptop und Internetanschluss braucht, ist eine Fremdfinanzierung eventuell gar nicht notwendig. Wird Geld schon für die Herstellung von Prototypen gebraucht, sollte man sich natürlich schon während der Validierung darum kümmern.
Dabei gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.

  1. Staatliche Finanzierung: Gefördert werden immer noch vorwiegend technologische Start-ups, Kreativförderungen eher weniger. Es gibt Stipendien vom Bund (z.B.: EXIST-Gründerstipendium) oder Stipendien vom Land (z.B.: Stipendium Junge Innovatoren, Innovationsgutscheine)
  2. Halbstaatliche/halbprivate Finanzierung: Fonds bieten einem Geld, wovon man meistens einen bestimmten Betrag zurückzahlen muss (z.B.: Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg)
  3. Private Finanzierung: Business Angels, Eigenersparnis, Familie und Freunde oder Investoren

Skalierung / Markteintritt: Mit dem Markteintritt geht es auch darum in Richtung Wachstum zu blicken, um überleben zu können. Von einer App allein kann man nicht leben, darum sollte man versuchen, die App in eine Agentur umzumünzen oder ein Softwarehersteller zu werden. Viele Gründer haben davor Angst. Mittel- und langfristig bleibt man aber nur dann auf dem Markt, wenn man sich traut zu skalieren. Ansonsten kann der Spaß schon nach einem Jahr vorbei sein. 

Jennifer Mareen Kögel

Start-up-Lexikon

Accelerator (engl. = "Beschleuniger"): Institution, die Start-ups in einem bestimmten Zeitraum meist branchenspezifisch intensiv berät und unterstützt. Auch an der HdM gibt es einen Accelerator, die "Sandbox".

Business Angel (engl. ~ "Geschäftsengel"): Vermögender Privatinvestor, der mit seinem Geld und Know-How und Networking-Kontakten Start-ups unterstützt.

Benchmarking: Methode, bei der auf das erfolgreichste Unternehmen Wettbewerb geschaut wird. Durch den systematischen Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen entsteht ein Referenzwert, der "Benchmark".

Crowdinvestment (engl. ~ "Gruppeninvestition"): Einzelne Personen oder kleinere Gruppen erwerben Anteile am Start-up, weil Gründern das Geld selbst fehlt. Mit ihrer finanziellen Investition beteiligen sie sich somit am späteren Gewinn. Das Risiko wird dabei auf viele kleine Investoren verteilt.

Exit (engl. = Ausstieg): Ein Start-up wächst sehr schnell und vervielfacht in kürzester Zeit seinen Unternehmenswert. Dann verkaufen die ursprünglichen Gründer ihre Unternehmensanteile mit dem höchsten Gewinn und "steigen aus".

Networking (engl. = Netzwerken): Der proaktive Aufbau und die Pflege des eigenen Kontaktnetzwerks, um ein Start-up bekannt zu machen und Geschäftskontakte zu knüpfen.

Pitch (engl. ~ "Verkaufspräsentation"): Gründer bringen ihr Thema in kürzester Zeit auf den Punkt und konkurrieren mit anderen Gründern, um mit ihren Ideen Geldgeber zu überzeugen.

Seed-Phase: Anfangszeit eines Start-ups, in der der Samen (engl. =Seed) noch nicht gekeimt hat.

Alle Angaben ohne Gewähr

Quellen:
deutsche startups
Gründerszene
Magdalena Weinle
starting up

VERÖFFENTLICHT AM

09. Februar 2018

KONTAKT

Magdalena Weinle

Startup Center

Telefon: 0711 8923-2043

E-Mail: weinle@hdm-stuttgart.de

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