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Hochschule der Medien

Studenten-Jobs

Mit gutem Gewissen Geld verdienen

Ob Studiticket, Lebensmittel, Semesterbeitrag, Miete oder Lehrmittel: Die Ausgaben während eines Semesters häufen sich und Studieren ist eine teure Angelegenheit. Daher arbeiten viele Studenten neben dem Studium, um sich etwas dazu zu verdienen. Bei den meisten Nebenjobs genießt man viele Vorteile gegenüber Vollzeit-Arbeitnehmern, trotzdem gibt es gesetzliche Vorgaben, welche beachtet werden müssen.

Um neben dem Studium arbeiten zu können, muss das Studium Vorrang vor dem Job haben. Als "ordentlich Studierender" gilt man, wenn

Auch beim Bürojob im Unternehmen muss man einige Dinge beachten.

  • die Arbeitszeit der Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden pro Woche beträgt

    oder

  • die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate (für den Zeitraum 2015 bis 2018 drei Monate) befristet ist

    oder

  • die Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien ausgeübt wird.

Diese Vorschrift gilt für alle Beschäftigungsverhältnisse. Auch wenn Steuern abzugeben sind, kann man sich als Student einen Großteil des Geldes wieder mithilfe der Steuererklärung zurückholen. Steuerfrei sind Einkünfte bis zu 8004€ pro Jahr. Wird diese Grenze überschritten, ist regulär Lohnsteuer (bei einem Job Steuerklasse 1, bei mehreren Jobs meistens Steuerklassen 1 und 4) zu zahlen. Ab diesem Betrag erlischt auch der Anspruch auf das Kindergeld. Arbeitet man als Student in der Vorlesungszeit überwiegend an den Wochenenden, abends oder nachts, darf die 20 Stundengrenze pro Woche überschritten werden, allerdings nur an insgesamt 181 Kalendertagen und an nicht mehr als 25 Wochen im Jahr. Sobald diese Grenze überschritten wird, zählt der Student als normaler Arbeitnehmer und wird Versicherungspflichtig. Bezüglich der Sozialversicherungspflicht, Steuerpflicht und dem maximalen Verdienst, gibt es unterschiedliche Vorgaben je nach Beschäftigungsverhältnis. Diese unterscheiden sich wie folgt:

Geringfügig entlohnte Beschäftigung
z.B. Nebenjob als Verkäufer

Bei diesem Beschäftigungsverhältnis darf man maximal 450 € im Monat verdienen, die Einnahmen bleiben bis zu dieser Grenze jedoch steuerfrei. Außerdem muss man als Arbeitnehmer keine Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Seit dem 1. Januar 2013 ist man jedoch dazu verpflichtet den Beitrag zur Rentenversicherung zu zahlen. Mit einem speziellen Formular können sich Beschäftigte von dieser Beitragspflicht befreien lassen.

Kurzfristige Beschäftigung
z.B. Ferienjob am Band

Während dieses Beschäftigungsverhältnisses spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle und man ist Versicherungsfrei in allen Zweigen der Sozialversicherung. Jedoch muss der Aushilfsjob von Beginn an auf eine bestimmte Zeit befristet sein. Bis zum 31.12.2018 liegt die Grenze bei drei Monaten oder 70 Arbeitstagen pro Kalenderjahr. Ab dem 1.1.2019 werden die Grenzen dann wieder auf den Stand von 2015 gesetzt, nämlich zwei Monate oder 50 Arbeitstage. Wird diese Grenze überschritten, muss der Beschäftigte Beiträge zur Rentenversicherung zahlen.

Werkstudent
z.B.: Nebenjob im Unternehmen

Als Werkstudent kann man neben dem Studium praktische Erfahrung sammeln und einige Vorteile genießen. Diese Beschäftigung ist grundsätzlich Versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Eine Beitragsbelastung für Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer ergibt sich bei Werkstudenten nur aufgrund der Rentenversicherungspflicht. Allerdings kann dieser Anteil für den Studenten auch niedriger ausfallen, wenn er ein Gleitzonenentgelt von 450,01 bis 850 € erzielt. Als Werkstudent kann man nicht mehr beitragsfrei über die Familienversicherung der Eltern mitversichert werden. Stattdessen muss man als Student einen Beitrag in der kostengünstigen Krankenversicherung der Studenten zahlen (max. 76,53 €).

Je nach Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses kann es zu Abweichungen in der Versicherungspflicht kommen.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellen:
Deutsche Rentenversicherung
Gesetze im Internet
Lohn-Info
Techniker Krankenkasse

Jennifer Mareen Kögel

VERÖFFENTLICHT AM

18. April 2018

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