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Hochschule der Medien

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Benutzerfreundlichkeit sichtbarer machen

"Einfach nutzen und positiv erleben" - mit diesem Slogan wurde das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability am 1. März 2018 eröffnet. Über 150 Vertreter, vor allem aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, besuchten die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. Sie erfuhren dort mehr über die Themenschwerpunkte des Kompetenzzentrums, hörten Vorträge zum Einsatz von User Experience und lernten die Angebote der Usability-Anlaufstelle auf dem UXX-Marktplatz kennen.

Eröffnung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Usability
(Fotos: Helena Ebel, Jenny Kögel)

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Auf dem Marktplatz war selbst Ausprobieren angesagt

Auf dem Marktplatz war selbst Ausprobieren angesagt

Zahlreiche Besucher hatten sich für die Eröffnung angemeldet

Zahlreiche Besucher hatten sich für die Eröffnung angemeldet

Grußworte, Vorträge und ein Marktplatz mit Austauschmöglichkeiten standen auf dem Programm

Grußworte, Vorträge und ein Marktplatz mit Austauschmöglichkeiten standen auf dem Programm

Prof. Dr. Michael Burmester mit Ministerialrat Frank Fischer und Prof. Dr. Alexander W. Roos (von links)

Prof. Dr. Michael Burmester mit Ministerialrat Frank Fischer und Prof. Dr. Alexander W. Roos (von links)

Im Rahmen der Förderlinie „Mittelstand-Digital" des BMWi werden kleine und mittelständische Unternehmen sowie das Handwerk bei der Digitalisierung unterstützt. Dafür existieren 23 Kompetenzzentren, eines davon ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability - geleitet von der Hochschule der Medien (HdM). Frank Fischer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Mittelstand-Digital erklärt in seinem Grußwort, dass im Zuge der Digitalisierung Unternehmen neugestaltet werden müssen. Neue Technologien erforderten Kenntnisse über Themen wie Usability und User Experience (UUX), die nicht vorausgesetzt werden können. Diese Themen in allen Kompetenzzentren zu verankern und bekannt zu machen sei ein zentrales Anliegen.

HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander W. Roos betonte, dass in dieser Zeit der Umbrüche insbesondere der Mittelstand sowohl bundesweit als auch regional gefordert ist. "Der Mensch steht im Mittelpunkt der Gestaltung, da er zunehmend nicht mehr nur mit anderen Menschen, sondern mit und über Technik kommuniziert. Daher gilt es, Produkte so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten", so Roos.

Vier Schwerpunkte

Nach der Eröffnung des Kompetenzzentrums durch den Konsortialleiter HdM-Professor Dr. Michael Burmester und Dr. Achim Oberg (Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim) wurden die Themenschwerpunkte vorgestellt: Bei der Betrachtung der Zukunft der Arbeit geht es darum, nicht nur die Produktivität und Qualität der Arbeit zu erhöhen, sondern auch durch positive Erlebnisse das Wohlbefinden in Arbeitsprozessen zu verstärken. So muss UUX schon in Innovationsprozessen berücksichtigt werden. Traditionelle Arbeitsformen werden im Zuge der Digitalisierung aufgebrochen, immer mehr agile Methoden dienen als Erfolgsfaktor für erfolgreiche IT-Projekte und können durch UUX unterstützt werden. Zur erfolgreichen Durchführung einer innovativen Nutzerforschung werden zunehmend digitale Hilfsmittel eingesetzt, mit denen Nutzer überregional erreicht werden können. So werden deren Anforderungen und Wünsche bei neuen Technologien von Anfang an berücksichtigt. Ebenso ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Unternehmen in Netzwerken ein grundlegender Faktor für die Stärkung des Mittelstands. Insbesondere Kollaborationslösungen können dabei durch gute UUX unterstützen.

Diese Schwerpunkte konnten Teilnehmer auf dem UUX-Marktplatz genauer erkunden und mit den Vertretern des Kompetenzzentrums diskutieren. In vier Räumen präsentierten sich die regionalen Anlaufstellen mit den Themenschwerpunkten des Kompetenzzentrums. Ansprechpartner für die Region Nord ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, für die Region Ost die Technische Universität Berlin, der Usability in Germany e.V. für die Region Mitte und die HdM für die Region Süd.

Mehr Öffentlichkeit

Passend zum Themenschwerpunkt „UUX als Erfolgsfaktor für Innovation und Zukunft der Arbeit" der Region Süd, versuchte Dirk Kiefer von bayernkreativ gemeinsam mit den Teilnehmern auf einem Moodboard festzuhalten, wie innerhalb des verfügbaren Raumes das Maximum an kreativen Ideen erreicht werden könnte. Auf Grundlage dieser und weiterer Erkenntnisse wird sein Team in Nürnberg einen solchen Kreativraum gestalten. Manuel Friedrich von UseTree, Region Ost, schätzt die Zusammenarbeit. Er findet es spannend, beim Erarbeitungsprozess dabei zu sein und erhofft sich durch das Kompetenzzentrum mehr Sichtbarkeit und Öffentlichkeit für das Thema UUX. Die Region Mitte wurde unter anderem von Ivo Benke, KIT Karlsruhe, und Johannes Britsch, Universität Mannheim, vertreten. Sie sehen im neuen Kompetenzzentrum die Möglichkeit zum Netzwerkauf- und -ausbau. An ihrem Stand konnten die Besucher mithilfe eines Kurzsurveys den derzeitigen Usability-Status ihres Unternehmens evaluieren lassen und passende Handlungsempfehlungen erhalten. Am Stand der Region Nord erhielten die Gäste Einblick in den E-Learning Prototyp: Am Tablet wurde ihnen interaktiv gezeigt, wie UUX-Management und User Research Kompetenzen im Mittelstand vermittelt werden können.

Parallel zum Marktplatz fanden Fachvorträge statt, moderiert von Konsortialleiter Michael Burmester. Alle Referenten betonten die Wichtigkeit von UUX für ihr Unternehmen, so auch der ehemalige HdM-Student Niklas Dorn. Der Gründer der Filestage GmbH hat nach seinem Masterabschluss das Kollaborationstool für effizientere Feedbackschleifen mitentwickelt. Er betonte, dass Nutzer im privaten Bereich Software kennen, die Spaß macht und einfach zu bedienen ist. Daher sollte man die UUX im Business-Bereich nicht unterschätzen, weil auch dort die Nutzer Usability und User Experience erwarteten.

Jenny Kögel, Elisabeth Stein

VERÖFFENTLICHT AM

08. März 2018

KONTAKT

Prof. Dr. Michael Burmester

Informationsdesign

Telefon: 0711 8923-3101

E-Mail: burmester@hdm-stuttgart.de

Dr. Katharina Zeiner

Institut für angewandte Forschung (IAF)

Telefon: 0711 8923-3503

E-Mail: zeiner@hdm-stuttgart.de

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