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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 57

Der Bücherturm als Karriereleiter

Diana Wagner hat ihr Studium im Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) im Jahr 2015 abgeschlossen. In ihrer Bachelor-Arbeit beschäftigte sie sich mit der Neugestaltung der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Seit dem 1. März 2018 leitet sie die Neustadter Stadtbücherei, wo sie zwei Jahre zuvor als Bibliothekarin angefangen hat.

Diana Wagner (Foto: privat)

Diana Wagner (Foto: privat)

Zum Bibliothekarsberuf ist Diana Wagner über einen kleinen Umweg gekommen. Vor ihrem Studium an der HdM hat sie zuerst eine kaufmännische Ausbildung im Fremdsprachenbereich absolviert. Da ein reiner Bürojob für sie jedoch nicht in Frage kam, orientierte sie sich im Rahmen eines Freiwilligen Kulturellen Jahres neu.

In dieser Zeit hat sie in der Stadtbibliothek Karlsruhe gearbeitet. Daraufhin entschloss sie sich, an der HdM zu studieren. Direkt nach dem Abschluss gönnte sie sich eine kleine Auszeit, bis sie ihre derzeitige Arbeitsstelle in der Nähe ihres Wohnorts gefunden hatte. Ihr Interesse an der Weiterentwicklung des Bibliothekskonzepts und die Aussicht auf einen abwechslungsreichen Tätigkeitsbereich in einer öffentlichen Bibliothek, waren für sie dabei entscheidend.

 

 

 

Name: Diana Wagner

Alter: 25

Studiengang an der HdM: Bibliotheks- und Informationsmanagement

Jahr des Studienabschlusses: 2015

Thema der Abschlussarbeit: Neugestaltung der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd

Stationen nach der HdM: Bibliothekarin in der Neustadter Stadtbücherei

Heutige Berufsbezeichnung: Leiterin der Neustadter Stadtbücherei

 

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Studentin?

Diana Wagner: Das war die Abgabe meiner Bachelorarbeit. An diesem Tag war ich zugegebenermaßen ziemlich nervös, gleichzeitig aber auch froh, die Arbeit endlich fertig zu haben und abgeben zu können. Im Anschluss daran bin ich mit einigen Freunden gemütlich Essen gegangen.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?

Diana Wagner: Ich weiß noch, dass ich einerseits glücklich war, das Studium beendet zu haben. Andererseits habe ich auch ein bisschen Wehmut darüber gefühlt, dass dieser Lebensabschnitt nun vorbei war. So richtig ist mir diese Endgültigkeit aber erst nach und nach bewusst geworden.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?

Diana Wagner: Ich habe während meiner Studienzeit sowohl den Standort Wolframstraße als auch den Neubau in der Nobelstraße erleben dürfen. Als wir in das neue Gebäude ziehen konnten, war es dort natürlich sehr modern und man war direkt auf dem Campus und somit näher am "Studentenleben". Aber auch die Wolframstraße hatte ihren ganz eigenen Charme. An beiden Standorten war ich oft und gerne zum Arbeiten in der Bibliothek oder im Aufenthaltsraum. Den Audimax in der Nobelstraße mochte ich sehr gerne.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?

Diana Wagner: Ich habe ein großes, helles Büro mit Blick auf einen Brunnen. Da kann man zwischendurch schön die Blicke schweifen lassen. Als meinen wichtigsten Arbeitsplatz sehe ich aber die Bibliothek als Ganzes. Dort sitze ich überwiegend am Info-Schalter und berate unsere Kunden oder bin in der Bücherei unterwegs.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?

Diana Wagner: Ziemlich früh, da ich jeden Tag mindestens zwei Stunden Zugfahrt pro Strecke vor mir hatte. Ich habe diese Zeit oft zum Lernen genutzt, oder habe gelesen. Am Stuttgarter Bahnhof habe ich mich dann meistens mit meinen Freundinnen getroffen, um die restliche Strecke zusammen zur HdM zu fahren.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?

Diana Wagner: Einen Lieblingsprof zu benennen ist schwierig, ich mochte die meisten meiner Professoren. Es wäre einfacher zu beantworten, wen ich nicht so gerne mochte. Wenn ich mich aber unbedingt festlegen müsste, würde ich sagen: Prof. Dr. Richard Stang.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängengeblieben und warum?

Diana Wagner: "Mediengenres" und "Medienmarkt" mochte ich sehr, weil dort die Vielfalt der Medienbranche zum Ausdruck kam. Auch die "Marketing"-Vorlesung hat mich sehr interessiert. Besonders spannend fand ich aber auch die Wahlmodule "Filmanalyse", "Computerspielanalyse" und "Serious Games", da es dabei auch mal um andere Aspekte der Bibliotheks- und Medienwelt ging, als "nur" um Bücher. Eine Vorlesung, aus der aber auch vieles hängengeblieben ist, ist "Public Management". Jetzt, da ich als Büchereileitung tätig bin, tauchen viele Themen auf, die in dieser Lehrveranstaltung behandelt wurden. Der Satz von Prof. Cornelia Vonhof "Sie werden vielleicht schneller in einer Führungsposition landen, als sie jetzt denken", stammt übrigens auch aus dieser Vorlesung. Als Studentin habe ich darüber eher geschmunzelt, aber in meinem Fall traf es tatsächlich zu.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Studentin wären?

Diana Wagner: Ich würde mehr am "studentischen Leben" außerhalb der Lehrveranstaltungen teilnehmen. Das kam leider etwas zu kurz, da ich immer eine so weite Anfahrt hatte. Ich würde auf jeden Fall beim Hochschulradio oder der Studentenzeitschrift mitarbeiten, oder mich vielleicht der Theatergruppe anschließen. Ansonsten bin ich ganz zufrieden, wie alles so verlaufen ist.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?

Diana Wagner: In der Stadtbücherei Neustadt an der Weinstraße steht die Umsetzung unseres neu erarbeiteten Bibliothekskonzepts an. Dazu gehört die Einführung von RFID, die ich aktuell vorbereite. Außerdem bekommen wir zusätzliche Räume und erweitern unsere Angebote und Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen  es wird nicht langweilig.

Selina Spieß

VERÖFFENTLICHT AM

26. März 2018

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