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Hochschule der Medien

Promotion

Der Weg zum Doktortitel

Viele Masterabsolventen träumen von einem Doktortitel. Bisher lässt sich dieser Traum an der Hochschule der Medien (HdM) durch kooperative Promotionsverfahren mit den Universitäten Stuttgart, Tübingen und der University of Western Scotland (UWS) realisieren. Ab Juni startet eine weitere Promotionskooperation mit der Universität Passau, welche durch das Institut für Digitale Ethik (IDE) ins Leben gerufen wurde.

Prof. Dr. Petra Grimm
Im DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung" haben Masterabsolventen die Möglichkeit, in geistes-, kultur- sowie rechtswissenschaftlichen Fachgebieten zu promovieren. Während ihrer Promotion werden die Doktoranden von einem Professor oder einer Professorin der Universität Passau sowie einem Leitungsmitglied des IDEs betreut. Initiatorin der Promotionskooperation ist Prof. Dr. Petra Grimm. Die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik betreut selbst einige Doktoranden an der Partneruniversität.

"Interessierte Masterstudierende können damit ihre wissenschaftliche Laufbahn beschreiten."

Grimm war es ein persönliches Anliegen Masterstudierende, die gerne noch einmal intensiv forschen würden, zu unterstützen. Auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartner ist sie über alte Kollegen aus dem Studium auf die Universität Passau gestoßen. Neben dem persönlichen Netzwerk hat auch die Attraktivität der HdM dazu geführt, dass sich die Universität Passau für die Zusammenarbeit mit der HdM entschieden hat.

Promotionskolloquium für fächerübergreifenden Austausch von Medienexperten

Den Auftakt zur Kooperation bildet ein Promotionskolloquium, das vom 4. bis 6. Juni 2018 an der HdM stattfindet. Im Zuge dessen werden Doktoranden des Graduiertenkollegs ihr Promotionsvorhaben im Kreis von HdM-Professor/-innen sowie HdM-Doktoranden/-innen und Studierenden zur Diskussion stellen.

Um vorab zu erfahren, wie das Promotionsverfahren im Detail aussieht, hat die Hochschulkommunikation mit Clarissa Henning, wissenschaftlicher Mitarbeiterin des IDE, und Prof. Dr. Petra Grimm gesprochen.

Welche Möglichkeiten bietet die Promotionskooperation der HdM mit der Universität Passau?

Clarissa Henning: Die Kooperation erleichtert besonders Masterabsolventen, mit dem Abschluss einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, den Eintritt in ein Promotionsverfahren. Durch die neue Promotionsmöglichkeit gestalten sich auch die Betreuer- und Themensuche sowie die formalen Kriterien einfacher, die an manchen Universitäten den Zugang erschweren. Innerhalb des Graduiertenkollegs haben die Doktoranden den Vorteil, nicht ganz "verloren" vor diesem Großprojekt zu stehen, sondern eine gewisse Struktur vorgegeben und eine ständige Überprüfung des Fortschritts zu bekommen.

Prof. Dr. Petra Grimm: Im Rahmen dieses Promotionskollegs findet ein intensiver Austausch zwischen den Lehrenden statt. Dabei nehmen sowohl Professoren der HdM an Doktorandenkollegen der Universität Passau, als auch Dozenten der Universität Passau an Veranstaltungen der HdM teil. Im Rahmen der Promotionskooperation werden gemeinsam Forschungsfragen entwickelt. Dabei wird der praxisorientierte Blick der HdM mit der Grundlagenforschung der Partneruniversität verknüpft. Denn Forschung lebt von Gemeinschaft, Austausch und Reflektion.

Für wen ist das neue Promotionsangebot geeignet und wie wird es finanziert?

Clarissa Henning: Die Promotionskooperation mit der Universität Passau richtet sich an forschungsinteressierte und herausragende Studierende und externe Bewerber mit Masterabschluss. Gegebenenfalls wird eine erfolgreiche Kollegbewerbung vorausgesetzt. Die Doktoranden werden mithilfe von Stipendien gefördert.

Worauf freuen Sie sich am meisten bei der Promotionskooperation?

Prof. Dr. Petra Grimm: Ich freue mich darauf, dass hier auch persönliche Kontakte stattfinden. Man findet gemeinsam Räume, arbeitet nicht aus der Distanz heraus, sondern kann in persönlicher Atmosphäre Ideen weiterentwickeln und Feedback einbringen. Es handelt sich hierbei um ein lebendiges Forschen, in dem man sich intensiv Zeit und Raum nimmt, um über bestimmte Themen zu sprechen.

Ab wann kann man sich für eine Promotion bewerben?

Prof. Dr. Petra Grimm: Eine freie Promotion (außerhalb des Graduiertenkollegs) ist jederzeit möglich. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten hierfür werden von der Leitung des IDE vorgeschlagen. Wer sich nicht sicher ist, kann jederzeit mit dem IDE Kontakt aufnehmen und seinen Themenvorschlag einreichen. Das IDE bemüht sich, um ein Coaching der Studierenden und berät, inwiefern das Thema wissenschaftlich interessant ist.

Clarissa Henning: Für ein Stipendium ist die Bewerbungsfrist vom Graduiertenkolleg Passau vorgegeben, weitere Informationen dazu sind auf der Homepage der Universität Passau zu finden.

Wie sieht das Programm für die Studierenden aus?

Prof. Dr. Petra Grimm: Inhaltlich sind wir thematisch sehr eng mit der Universität Passau verbunden. Über das IDE lancieren wir insbesondere Forschungsprojekte und Promotionsvorhaben zu den Themen Digitalisierung, Privatheit, Öffentlichkeit und Narrationsforschung. Aktuelle Promotionsthemen sind dabei beispielsweise Künstliche Intelligenz in Filmen, Digitale Öffentlichkeit oder Veränderung von Freundschaft durch soziale Netzwerke.

 

Anmerkung der Redaktion: Die Promotionsphase innerhalb des Graduiertenkollegs ist auf maximal sechs Semester bzw. drei Jahre ausgelegt, wobei der Fokus auf dem Forschungsprojekt liegt. Neben der Arbeit an der Dissertation stehen Veranstaltungen auf dem Plan, die der interfakultären und interdisziplinären Kooperation dienen und dazu konzipiert wurden, den Forschungsprozess zu unterstützen. Diese sind etwa Themenseminare zu Arbeitsbereichen, Workshops zu aktuellen Themen oder internationale Fachtagungen. Bei freier Promotion muss der Doktorand seine wissenschaftliche Tätigkeit selbst in Absprache mit den Betreuern strukturieren und koordinieren.

Ansprechpartner für allgemeine Promotionsfragen ist Prof. Dr. Nils Högsdal, Prorektor Innovation, hoegsdal@hdm-stuttgart.de.

 

Jennifer Mareen Kögel

VERÖFFENTLICHT AM

01. Juni 2018

KONTAKT

Prof. Dr. Petra Grimm

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2202

E-Mail: grimm@hdm-stuttgart.de

Clarissa Henning

Institut für Digitale Ethik (IDE)

Telefon: 0711 8923-2299

E-Mail: henningc@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Nils Högsdal

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2003
0711 8923-2725

E-Mail: hoegsdal@hdm-stuttgart.de

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