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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 61

Über die Leidenschaft für Politik und Journalismus

Bevor Rebecca Beiter in der politischen Verwaltung Fuß fasste, absolvierte sie den Bachelorstudiengang Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit dem Umgang von Lokalredaktionen mit der rechtspopulistischen Partei AfD. Welchen Einfluss die journalistische Ausbildung an der HdM auf ihre aktuelle Arbeit hat, erzählt Rebecca Beiter im Interview.

Rebecca Beiter (Foto: Privat)

Rebecca Beiter (Foto: Privat)

Bereits während des Studiums legte Beiter den Grundstein für ihr späteres Berufsleben und besuchte Lehrveranstaltungen zum Thema Digitale Ethik. Mit dem Bachelor in der Tasche ging es direkt an den Arbeitsplatz im Herzen der Schwabenmetropole, wo sie ihre Passion für Journalismus und Politik verknüpfen kann. Seitdem arbeitet sie als Fachreferentin für Digitale Medien in der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung und verantwortet unter anderem den Social Media Auftritt mit.

Alumnisprechstunde mit ...

Name: Rebecca Beiter

Alter: 23

Studiengang an der HdM: Bachelor Crossmedia-Redaktion

Jahr des Studienabschlusses: 2017

Thema der Abschlussarbeit: Wie gehen regionale Politikressorts in Redaktionen mit der AfD um?

Stationen nach der HdM: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Fachreferentin Internetredaktion

Berufsbezeichnung: Fachreferentin Digitale Medien

 

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Studentin?

Rebecca Beiter: Mein letzter Tag war sehr schön, aber etwas Wehmut schwang mit. Die HdM war ein extrem interessanter Studienort und ich wusste, dass ich die Möglichkeiten, die kreativen Geister und den Technik-Pool sehr vermissen würde. Doch natürlich war ich auch sehr stolz, mein Zeugnis in der Tasche zu haben.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?

Rebecca Beiter: Nach dem Abschluss ging es bei mir gleich weiter, da ich direkt nach dem Ende meines Studiums ins Arbeitsleben gegangen bin.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?

Rebecca Beiter: Gelernt habe ich am liebsten in der damals neu gestalteten Bibliothek.

HdM: Wie sieht Ihr heutiger Arbeitsplatz aus?

Rebecca Beiter: Mitten im Stuttgarter Kessel konnte ich meinen Traum-Arbeitsplatz ergattern. Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg kann ich meinen Anspruch an qualitativ hochwertige Informationen mit der dafür notwendigen Recherchezeit verbinden und mit der Darstellung der Informationen in den digitalen Medien experimentieren.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?

Rebecca Beiter: Als Erstes schaltete ich auf dem Weg zur Uni das Deutschlandradio ein. Häufig war ich bereits sehr früh in der HdM, da ich beim Hochschulradio Horads Moderatorin war - da fing der Tag schon um 7.15 Uhr an.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?

Rebecca Beiter: Als Erstes gehe ich meine Mails durch. Jedem Berufsanfänger und jeder Berufsanfängerin kann ich nur raten, sich von Beginn an ein sinnvolles System zur Mailablage anzueignen, sonst gehen wichtige Mails schnell unter. Parallel dazu betreue ich an bestimmten Tagen von morgens an unsere Social Media-Kanäle.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?

Rebecca Beiter: Auch wenn sein Fach nicht direkt mein Steckenpferd war (Statistik), muss ich hier Herrn Prof. Dr. Zöllner nennen. Er hatte immer ein offenes Ohr, lehrte mit Begeisterung und unterstützte mich aktiv in meinem Werdegang.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?

Rebecca Beiter: Sehr spannend fand ich das Thema Digitale Ethik. Bei Frau Prof. Dr. Grimm belegte ich dazu eine Vorlesung und ich habe im Arbeitsleben häufig mit den Fragestellungen digitaler Ethik zu tun. Ich beschäftige mich im Seminar insbesondere mit "War Porn", also mit Fotos aus Kriegsgebieten, die extrem gewalttätige Szenen, Tote oder Ähnliches abbilden. Dahinter stand die Frage, wie Journalisten damit umgehen sollten: Realität zeigen oder nicht? Die Vorlesung prägte meine Vorstellung davon, welche Verantwortung und welches Selbstbild ich als Journalistin habe.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Studentin wären?

Rebecca Beiter: Ich würde mir mehr Zeit nehmen und lieber ein, zwei Semester länger studieren. Ich würde mehr Praktika machen und mich noch stärker Fotografie, Film und digitalem Storytelling widmen.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?

Rebecca Beiter: Ich habe gerade für die bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie die baden-württembergischen Veranstaltungen organisiert und bereite die Aktionstage nun nach. Als Nächstes steht die Planung der Erstwählerkampagne für die Kommunalwahl 2019 und die Europawahl 2019 auf der To-Do-Liste.

 

Ramon Mebrahtu

VERÖFFENTLICHT AM

29. Juni 2018

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