DE | EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Auto, Bahn, Fahrrad und Co.

Viele Verkehrsmittel führen zur HdM

41.339 Millionen Menschen. So viele Ausbildungs- und Berufspendler gab es im Jahr 2016 laut Statistischem Bundesamt. Auch an die Hochschule der Medien (HdM) nach Stuttgart-Vaihingen pendeln zahlreiche Studierende, Mitarbeiter und Professoren. Darüber hinaus gibt es Hochschulangehörige, die eine kürzere Anreise an die HdM haben. Wir haben uns gefragt: Wie kommen die Menschen eigentlich zur HdM?

Simon Eiberger
Simon Eiberger studiert im vierten Semester Bibliotheks- und Informationsmanagement und kommt aus der Nähe von Reutlingen, am Rande der Schwäbischen Alb. Er fährt jeden Tag insgesamt 80 bis 90 Minuten mit dem Auto nach Stuttgart-Vaihingen und zurück. Überlegt umzuziehen habe er schon mehrmals, doch rein finanziell würde es sich für ihn nicht lohnen und er müsste neben dem Studium mehr arbeiten. Dennoch stört ihn vieles am Autofahren. "Ich habe auf jeden Fall ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt, wenn Meldungen zu Feinstaub im Radio kommen", gibt der 28-Jährige zu. Obwohl er es anstrengend findet, hat sich Eiberger mittlerweile an das Pendeln gewöhnt. Für sein Praxissemester, das in Kürze beginnt, zieht er jedoch in die Nähe des Betriebes.

Schnell an der HdM - außer bei Blitzeis

Einen sehr viel kürzeren Weg zur HdM, nur ein paar Minuten, hat dagegen Elke Nicolin. Die Mitarbeiterin des Studiengangs Werbung- und Marktkommunikation fährt in der Regel mit dem Fahrrad an die Hochschule. Für sie die optimale Lösung: "Da weder Staus noch Streiks mich betreffen, ist meine Anreise zur Hochschule sehr entspannt". Doch auch mit dem Fahrrad kann man für die geplante Strecke durch unvorhergesehene Ereignisse länger brauchen. Nicolin erinnert sich: "Bei Blitzeis wird der kleinste Hügel zur Herausforderung".

Prof. Stephan Ferdinand
Unkompliziertes Verkehrsmittel

Stephan Ferdinand, Professor im Studiengang Medienwirtschaft, findet, dass die Hochschule sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist. Je nach Wetterlage und Bedarf kommt er von seinem Wohnort Stuttgart-Süd mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln an die HdM.

"Ich fahre eigentlich oft mit dem Elektroroller, da dieser das unkomplizierteste Verkehrsmittel ist", sagt Ferdinand. Dabei sind ihm der ökologische Aspekt und die Flexibilität sehr wichtig. "Bei schönem Wetter wie jetzt, ist es natürlich auch ein kleines Freiheitsgefühl, weil man sich mit dem Roller den Wind um die Nase blasen lässt. Das macht einfach Spaß". Der einzige Nachteil ist für ihn, dass man als Rollerfahrer den Dreck der Autos sofort ins Gesicht geblasen bekommt. Dennoch sei er durch den Mobilitätsmix aus Moovel, Roller und öffentlichen Verkehrsmitteln, schneller als mit dem Auto und könne die Zeit viel besser nutzen.

Frank König
Frische Luft

Den Reiz am Fahren an der frischen Luft im Sommer hat auch Frank König, Mitarbeiter in der Infrakstruktur, für sich entdeckt. Seit zehn Jahren kommt er aus Leonberg mit seinem Motorrad an die HdM. Dafür braucht er höchstens 15 Minuten pro Strecke.

Im Winter greift er allerdings auf das Auto zurück und nimmt weitaus längere Fahrten in Kauf. Im Abendverkehr brauche er oftmals länger wegen der hohen Verkehrslage. Die Autobahn sei meistens voll und er stünde oft im Stau. Deshalb freut er sich jedes Jahr auf die wärmere Jahreszeit, und darauf, sein Motorrad wieder zu nutzen.

Angenehmer in den Ferien

Ann-Kathrin Gugel
Ann-Kathrin Gugel, Mitarbeiterin in der Hochschulkommunikation, wohnt im Bereich des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau, in der Nähe von Metzingen. Da die Anreise zur Hochschule mit den Öffentlichen teurer ist und auch viel mehr Zeit beansprucht, pendelt die 26-Jährige seit mehr als einem Jahr jeden Tag mit dem Auto an ihren Arbeitsplatz.

Dabei ist sie täglich insgesamt zwischen anderthalb und zwei Stunden unterwegs. "Auf der Strecke, ganz gleich ob auf der A8 oder der B27, ist immer irgendwas los. Eine Baustelle, Stau oder leider ein Unfall, reibungslos läuft es quasi nie", so Gugel. Dennoch ist es für sie die schnellste Möglichkeit ins Büro zu kommen. Besser läuft es dafür immer in den Ferien, da sei es deutlich angenehmer zu fahren.

"Nicht so schlimm"

Hannah Bauer
Auch Hannah Wolf, die im ersten Semester Informationsdesign an der HdM studiert, hat eine längere Anreise. Sie kommt aus der Nähe von Karlsruhe. Ursprünglich wollte sie in die Nähe der HdM ziehen, allerdings hat sie noch keine Bleibe gefunden. "Außerdem hänge ich auch noch ziemlich an meinem Heimatort, weil da meine Freunde und Familie sind", erzählt die 20-Jährige. Deshalb nimmt sie jeden Tag einen Weg von insgesamt fünf bis sechs Stunden auf sich.

Ihr Weg ist nicht immer derselbe. "Es kann sein, dass ich einmal umsteige. Es kann aber auch sein, dass ich fünf Mal umsteige, je nachdem wie die Verbindung ist", erklärt Wolf. Die lange Fahrt überbrückt sie mit Lesen, Musikhören und Zeichnen. Für das nächste Semester schaut sie sich fleißig nach Wohnungen um, aber mittlerweile findet sie: "Pendeln ist nicht so schlimm, wie man denkt".

Abkürzungen entdecken

Prof. Dr. Nils Högsdal
In der entgegengesetzten Richtung, in der Nähe von Tübingen, wohnt Professor Dr. Nils Högsdal, Prorektor Innovation an der HdM. Er pendelt seit seinem ersten Tag an der Hochschule ins Büro und setzt dabei wie sein Kollege Ferdinand auf den Mobilitätsmix. "Ich fahre zu 50 Prozent mit dem E-Bike, dann mit dem Auto und manchmal mit dem Zug". Mit dem E-Bike braucht er circa 45 Minuten an die HdM, fast genauso schnell wie mit dem Auto oder der Bahn.

Am E-Bike begeistert ihn die Mischung aus Technologie und der Nachhaltigkeit. Högsdal versucht immer wieder die Strecken im Wald zu optimieren und neue Abkürzungen zu entdecken. "Ich habe mich auch schon verfahren und musste auf dem Rückweg schon einmal 25 Kilometer auf einer geschlossenen Schneedecke fahren", gibt Högsdal zu. Trotzdem is es für ihn die beste Möglichkeit, Sport und ein flexible Anreise zu verbinden.

Jennifer Mareen Kögel

VERÖFFENTLICHT AM

06. August 2018

Lesen Sie auch

ARCHIV

Studium
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren