DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Ernährung im Studium

Der Mix macht's

Pizza, Ravioli, Bier. Vielen Studierenden wird nachgesagt, dass sie sich vorwiegend von Fertiggerichten ernähren und auf das Frühstück verzichten. Die Ergebnisse der im Mai 2017 veröffentlichten Studienreihe "Fachkraft 2020" zeigen: Nicht alle Vorurteile über studentische Essgewohnheiten stimmen. Doch wie sieht es mit der Ernährung von Studierenden am Campus der Hochschule der Medien in Stuttgart (HdM) aus?

Von Mensa bis zum Lieferservice: für Studierende gibt es viele Möglichkeiten sich zu ernähren. Dabei ist das Selberkochen am beliebtesten, mehr als 82 Prozent der 80.000 Befragten der Studienreihe geben dies an. Auch an der HdM bringen viele Studierende ihr Essen mit und wärmen es in den Mikrowellen der Verfassten Studierendenschaft (VS) im Foyer in der Nobelstraße 10 auf. So auch Christina Laue. "Ich koche sehr gerne, ob Nudeln, Pfannkuchen oder Gemüsepfanne. Daher bereite ich mein Essen vor, oder richte mir Brot und Salat zum Mitnehmen an die Hochschule. An der HdM kaufe ich nur selten etwas und dann meist Joghurt oder eine Brezel. Ab und zu darf es auch mal eine Fertigpizza sein."

Die Mensa hat immer noch einen schlechten Ruf

Alexandra Hartwig, Qualitätsbeauftragte in der Gastronomie des Studierendenwerk Stuttgarts
Etwas weniger als die Hälfte der Befragten geben an, essen zu gehen, ganz gleich ob Imbissbude oder Mensa. Insgesamt betreibt das Studierendenwerk Stuttgart sieben Mensen und zehn Cafeterien. "Leider sind die Zahlen derzeit an allen Standorten rücklaufend. Woran das liegt, ist schwer greifbar", stellt Alexandra Hartwig, Qualitätsbeauftragte in der Gastronomie des Studierendenwerk Stuttgarts, fest. HdM-Absolvent Sascha Fuksa hat die Mensa während seiner Studienzeit selten besucht. "Das Essen ist natürlich günstig, aber oft schmeckt es auch so," meint er.

Über 1,7 Millionen Speisen an Studierende im Jahr 2016

"Leider besteht der Ruf der Mensa als negative Institution weiterhin, obwohl wir in den letzten fünf Jahren viel investiert haben, um attraktiver zu wirken," meint Alexandra Hartwig. Um auf die Wünsche der Studierenden einzugehen, wird das Angebot an Speisen und Getränken in den gastronomischen Einrichtungen regelmäßig überarbeitet. Dafür setzt sich das Studierendenwerk mit den Mitarbeitern vor Ort zusammen, um den Speiseplan zu gestalten. "Es ist schwierig auf alle Ernährungsweisen einzugehen, da wir versuchen eine breite Masse zu erreichen. Bei Ernährungstrends müssen wir darauf achten, dass sie auch für die Großküche geeignet sind. Bei vielen veganen Gerichten gibt es zum Beispiel keine geeigneten Produkte für den Massenbedarf", erzählt Hartwig.

Gesunde Ernährung wird immer wichtiger

Wie ernähren sich die Studierenden an der HdM?
Chiara Oelke ist Vegetarierin und ernährt sich ausgewogen und gesund. "In meinem Haushalt gibt es keine Fertigpizza oder Pommes. In meiner Gefriertruhe findet man Spinat, Beeren, Kräutermischungen und eventuell mal ein Kräuterbaguette", erzählt Oelke. Auch andere Studierende legen bei der Speisenauswahl viel Wert auf gutes und günstiges Essen. "Sie wollen einerseits, dass Salat angeboten wird und dass es etwas Gesundes gibt. Beim Mittagessen überwiegt dann aber der Preis und das, worauf die Studierenden Lust haben. Das sind dann oft mal Schnitzel mit Pommes oder Spaghetti Bolognese", meint Alexandra Hartwig.

Prüfungsphase mit Pizza und Süßigkeiten

Obwohl der Trend zur gesunden Ernährung geht, ernähren sich nicht alle Studierende gesund. Saschka Fuksa erzählt, dass seine Ernährung während des Studiums durchgehend ungesund war. "Wegen des relativ geringen BAföG-Satzes und knappem Budget habe ich mich oft von Fast Food und Fertigpizza ernährt. Den Bogen weg von der ungesunden Ernährung konnte ich erst nach dem Studium schaffen", gibt Fuksa zu. Besonders während der Prüfungsvorbereitung fehlen Zeit und Lust zum Einkaufen und Selberkochen. Das merkt auch Chiara Oelke: "In dieser Zeit esse ich deutlich weniger und schlechter. Ich greife hin und wieder zu Schokolade und wir bestellen uns häufig irgendwas vom Asiaten oder Italiener." Ab und zu mal etwas Ungesundes ist okay. Hartwig empfiehlt eine ausgewogene Ernährungsweise: "Dabei ist es wichtig, regelmäßig zu essen sowie viel Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Trotzdem sollte man auf den Körper hören und auch mal die Currywurst mit Pommes statt dem Salat essen, wenn man darauf Lust hat."

Jennifer Mareen Kögel

VERÖFFENTLICHT AM

21. August 2018

WEITERFÜHRENDE LINKS

Studierendenwerk Stuttgart

Lesen Sie auch

ARCHIV

Studium
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren