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Digital Society Index

Investition in digitales Engagement gefordert

Nur 38 Prozent der Deutschen stehen der digitalen Transformation positiv gegenüber. Das ist die zentrale Erkenntnis des Digital Society Index, den das globale Dentsu Aegis Network umgesetzt hat. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 20.000 Personen in zehn Staaten. Sie erfasst den Digitalisierungsgrad der jeweiligen Staaten in den Bereichen Dynamik, Inklusion und Vertrauen.

Deutschland liegt beim Digital Society Index auf Platz 4, Foto: Pixabay.com

Deutschland liegt beim Digital Society Index auf Platz 4, Foto: Pixabay.com

Außer in Deutschland wurde die Befragung auch in Australien, China, Frankreich, Italien, Japan, Russland, Spanien, in Großbritannien und den USA durchgeführt. Beim Übergang hin zu einer digitalen Gesellschaft belegt Deutschland im internationalen Vergleich den vierten Platz hinter den USA, Großbritannien und China. Hinsichtlich der einzelnen untersuchten Bereiche zeigen sich erhebliche Unterschiede. So schneidet Deutschland zwar bei Vertrauen und Dynamik sehr gut ab (Platz 2 bzw. 3), landet bei der Inklusion digitaler Technologien aber nur im hinteren Mittelfeld der teilnehmenden Länder (Platz 6).

Vertrauen ist gut, Teilhabe könnte besser sein

Zwar ist der Studie zufolge der Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektor in Deutschland überdurchschnittlich stark entwickelt, digitale Technologien werden von der Bevölkerung aber nur verhalten angenommen. Lediglich 38 Prozent der Deutschen zeichnen sich durch "digitales Engagement" aus. Das heißt, sie sind der Meinung, dass digitale Technologien zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Deutschland weist damit in der Studie vor Japan den zweitniedrigsten Wert auf.

Als ausbaufähig wird von den Befragten vor allem die Integration digitaler Technologien in ihren Alltag sowie die Teilhabe an den positiven Folgen der digitalen Entwicklungen bewertet. Besonders pessimistisch äußern sich die Deutschen in Bezug auf zukünftige Beschäftigungsmöglichkeiten: Nur 18 Prozent glauben, dass durch die Digitalisierung neue Arbeitsplätze entstehen werden. Kritisch werden außerdem die Entwicklungsmöglichkeiten am eigenen Arbeitsplatz gesehen: Nur 29 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Arbeitgeber ihre digitalen Kompetenzen hinreichend nutzt. Weitaus besser schneidet Deutschland im Bereich Vertrauen ab: 54 Prozent der Bevölkerung zählen auf die Regierung und 42 Prozent auf Unternehmen, wenn es um den Schutz ihrer Privatsphäre geht.

Unternehmen als Treiber gesellschaftlichen Wandels

Laut der Studie haben Unternehmen eine besondere Verantwortung bei der individuellen Förderung ihrer Mitarbeiter, aber auch bei der Etablierung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Digitalisierung. Gefordert wird ein breit angelegtes, strategisches Engagement in der digitalen Wirtschaft, um in Zukunft technologiebasierten Fortschritt und Kreativität voranzutreiben. Unternehmen können ihre Mitarbeiter zielgerichtet auf die digitale Transformation vorbereiten und dazu beitragen, dass sich in der gesamten Bevölkerung ein "Digital Mindset" etabliert. Insbesondere die Vielfalt in der Personalzusammenstellung, höhere Investitionen in Aus- und Weiterbildung und die Schaffung von flexiblen Strukturen tragen dazu bei.

Quelle:
www.dentsuaegisnetwork.de

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19. Oktober 2018

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