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Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Mit Green It zum Erfolg ...

Die Digitalisierung ist längst in der Gesellschaft angekommen. Smartphone, Laptop und Tablet sind für uns mittlerweile Alltagsgegenstände. Streaming Dienste, Social Media Plattformen und verschiedenste Apps eine Selbstverständlichkeit. Wie sich digitale Tools auf die Umwelt auswirken und wie man die Digitalisierung für den Umweltschutz nutzen kann, lässt sich an folgenden Beispielen zeigen.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Der ständige Begleiter "Smartphone" ist hilfreich, um den Tagesablauf angenehmer zu gestalten. Morgens zuerst den Blick aufs Handy werfen um nachzusehen, was man verpasst hat. Beim Frühstück die aktuellen Nachrichten online lesen und auf dem Weg zur Bahn Musik streamen. Oder vielleicht gar nicht auf dem Weg zur Bahn, sondern auf dem Weg zum Auto, das man über eine Carsharing-App gebucht hat?

... im Gesamtverbrauch von Rohstoffen

Allerdings ist nicht nur die Nutzung von Apps oder Internetplattformen und unsere daraus resultierenden Handlungen, sondern auch der Konsum digitaler Endgeräte selbst ein Umweltproblem. Im gesamten Lebenszyklus eines elektronischen Geräts fällt der größte Teil des Energiebedarfs bei Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung an - man nennt diesen Teil "graue Energie". Kauft man weniger Wegwerf-, Einweg- und stark verpackte Produkte, verringert sich der Energie- und Ressourcenaufwand für die Herstellung und Wiederverwertung dieser Materialien.

"Green IT" ist ein Ansatz, der sich damit beschäftigt, den Gesamtverbrauch an Rohstoffen und Energie möglichst gering zu halten und sie schonender zu nutzen. Unternehmen versuchen zum Beispiel, Geräte möglichst lange einzusetzen, den Stromverbrauch zu reduzieren, ihre Produkte langlebig zu konstruieren oder Verpackungen recyclebar zu gestalten.

Besonders hoch fällt der Stromverbrauch bei Rechnern, Rechenzentren und Servern aus. Die Landesregierung Baden-Württemberg (BW) setzt sich mit dem Projekt „Green IT 2020" dafür ein, diesen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch innerhalb von fünf Jahren um zehn Prozent zu senken. Die Landes-IT hat einen Anteil, von 30 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Landesverwaltung. Auf der Website www.green-it.baden-wuerttemberg.de stellt das Land BW Maßnahmen zur Einsparung von Energie und Ressourcen an Arbeitsplätzen und in Rechenzentren vor. Ob automatische Steckdosenleisten, Bildschirme mit Abwesenheitserkennung, Biotoner für Drucker oder effiziente Kühlverfahren - leicht können auch passende Maßnahmen für das eigene Büro gefunden werden.

...in der geplanten Alterung von Produkten

Diesem "grünen" Gedanken und der generellen Reduktion von Rohstoffverbrauch, steht die geplante Obsoleszenz, das heißt, die vom Hersteller herbeigeführte, vorzeitige Alterung von verbauten Materialien, entgegen. Ein beispielhaftes Unternehmen, das sich dieser Entwicklung entgegensetzt ist Fairphone. Selbst bezeichnen sie ihr „Fairphone 2" als das erste ethische und modulare Smartphone der Welt. Die gebotene Möglichkeit, einzelne Teile im Gerät selbst auszutauschen verlängert die Nutzungsdauer des Smartphones, wodurch nicht-recycelbarer Müll vermieden wird. Um den Elektromüll noch weiter zu reduzieren, nimmt das Unternehmen außerdem alte Mobiltelefone an, um die verbauten Materialen wiederzuverwerten.

Aber nicht nur Politik und Wirtschaft sind für Umweltschutz zuständig; jeder Einzelne kann sich engagieren und beispielweise digitale Anwendungen dafür nutzen.

... in der Unterstützung durch Apps

In App-Stores findet sich eine Vielzahl an Anwendungen, die helfen, die Umwelt im Blick zu behalten.

Die App "Go Green Challenge" stellt dem Nutzer regelmäßig Aufgaben zum Thema Naturschutz im Alltag und gibt Hinweise und Tipps zu Umweltthemen. Bei der App „My Little Plastic Footprint" gibt es drei wesentliche Kategorien: Entdecken, Fußabdruck und Inspirieren. Der User wird über die sogenannte Plastic Soup aufgeklärt und lernt wie er seinen eigenen Plastik-Fußabdruck reduzieren kann. Außerdem ist man Teil einer Community, in der man sich zu Umweltthemen austauschen kann. Eine weitere App, die Informationen zum Thema Naturschutz zur Verfügung stellt ist „WWF Wissen". Artenschutz, Klima, Energie, Landwirtschaft und weitere Inhalte werden in verschiedenen Berichten diskutiert. Außerdem gibt es die Suchmaschine "Ecosia", die die Einnahmen der Klicks auf Werbelinks nutzt, um weltweit Bäume zu pflanzen. 80 Prozent der Werbeeinnahmen werden laut Ecosia für die Bepflanzung genutzt.

Neben Apps gibt es noch viele weitere Möglichkeiten sich online über Nachhaltigkeit zu informieren und auszutauschen. Viele Podcasts, Blogs, Websites und Video-Kanäle widmen sich mittlerweile grünen Themen und sorgen für Aufklärung.

 

Quellen:

Olivia Mayer

VERÖFFENTLICHT AM

27. Dezember 2018

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