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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 66

Von schlaflosen Nächten im Tonstudio und Liegestützen

Jasmin Reuter studierte bis 2007 Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM). Nach fünf Jahren, und mit ihrem Abschluss in der Tasche, verliess sie Stuttgart, um sich der Filmmusik zu widmen. Heute, elf Jahre später, würde sie die ein oder andere Sache während ihres Studiums nicht mehr so verbissen sehen - und denkt vor allem an schöne Momente an der HdM gerne zurück.

Jasmin Reuters bei der Arbeit, Foto: (c) Kai Bechtle

Jasmin Reuters bei der Arbeit, Foto: (c) Kai Bechtle

Angefangen hat alles mit schlaflosen Nächten im Tonstudio der HdM. Dort begann die damalige Studentin der Audiovisuellen Medien mit der Komposition von Filmmusik. Kein gewöhnliches Berufsfeld, doch ein ausgesprochen erfolgreiches für Jasmin Reuter. In den vergangenen Jahren schrieb sie zahlreiche Musiktitel im Bereich Werbung und TV und komponierte Musik für preisgekrönte Kurz- und mittellange Filme.

Heute wohnt Jasmin Reuter in Berlin und erinnert sich gerne zurück an ihre Zeit in Stuttgart. Jetzt hat sie ihr eigenes Tonstudio in einer Altbauwohnung. Eines hat sich allerdings seit dem Studium nicht geändert: noch immer beginnt der Tag mit einem Kaffee.

Alumni Sprechstunde mit ...

Name: Jasmin Reuter

Alter: 37

Studiengang an der HdM: Audiovisuelle Medien

Jahr des Studienabschlusses: 2007

Thema der Abschlussarbeit: Wahrnehmung und Wirkung von Musik im Film

Stationen nach der HdM: Berklee College of Music Boston, Filmakademie Ludwigsburg, Berlin

Berufsbezeichnung: Filmkomponistin

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Jasmin Reuter: Das habe ich offensichtlich verdrängt.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Jasmin Reuter: Am liebsten nachts und allein im Tonstudio. Man konnte so wunderbar viel ausprobieren.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Jasmin Reuter: Mein Arbeitsplatz ist momentan meine Altbauwohnung in Berlin. Hier habe ich ein Studio eingerichtet. Überall stehen Instrumente, Mikros und Technik und Notenblätter fliegen rum.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Jasmin Reuter: In der Regel recht früh, entweder bei einer Vorlesung oder mit Projektarbeit am eigenen Rechner oder im Tonstudio. Allerdings war das Studium so abwechslungsreich, dass man schwer von "typisch" sprechen kann.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Jasmin Reuter: Nichts Besonderes. Nur der Kaffee muss bereitstehen.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Jasmin Reuter: Prof. Oliver Curdt. Er kam während meines Studiums neu an die HdM und hat frischen Wind und einen hohen Anspruch mitgebracht. Ohne ihn hätte ich diesen Berufsweg vielleicht nicht eingeschlagen.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Jasmin Reuter: Die Tonstudioproduktionen mit Prof. Oliver Curdt aus oben genannten Gründen. Und die unterhaltsamen Mathematikvorlesungen von Prof. Dr. Lutz Lichtenau. Den spontan von ihm initiierten Liegestützwettkampf mit einer Kommilitonin habe ich noch vor Augen. Sie hatte den Unterricht gestört, da hatte er sie nach vorne zu gemeinsamen Liegestützen aufgefordert. Wer gewonnen hat, weiß ich leider nicht mehr.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Jasmin Reuter: Vielleicht die ein oder andere Sache nicht so verbissen sehen und mich nicht so stressen lassen. Schließlich machen wir Filme/Medien und führen keine Operationen am offenen Herzen durch.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Jasmin Reuter: Momentan arbeite ich an einem europäisch koproduzierten Dokumentarfilm. Direkt im Anschluss steht gemeinsam mit meiner Kollegin eine Folge einer bekannten ARD Serie an. Zudem müssen noch die Orchesteraufnahmen des letzten Wochenendes geschnitten und gemischt werden. Es gibt also immer viel Abwechslungsreiches zu tun.

 

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

10. Dezember 2018

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