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Hochschule der Medien

Etzold-Preis

Ausgezeichnete Masterarbeit hilft, gesünder zu arbeiten

Benjamin Müller studierte an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) und arbeitet heute am Fraunhofer IBP. Seine Masterarbeit wurde jetzt mit dem 7. Preis der Etzold Medien-Stiftung Leonberg ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich mit der "Entwicklung und Untersuchung elektroakustischer Maßnahmen zur Reduktion der Störwirkung von Hintergrundsprache in offenen Büroumgebungen”.

Benjamin Müller erhielt für seine Master-Arbeit den Etzold-Preis, Foto: privat

Benjamin Müller erhielt für seine Master-Arbeit den Etzold-Preis, Foto: privat

Schon während seines Masterstudiums Audiovisuelle Medien an der HdM war Benjamin Müller Hilfswissenschaftler am benachbarten Fraunhofer IBP in Stuttgart-Vaihingen. "Durch die Arbeit bekam ich Einblicke in die Forschungsarbeit am Institut. Meine Gruppe 'Psychoakustik und kognitive Ergonomie' erforscht unter anderem, wie akustische Einflüsse Menschen in Lebensräumen, zu denen auch Büros zählen, beeinflussen. Ein großes Problem in Großraumbüros ist beispielsweise der störende Sprachschall durch Telefonate und Gespräche, welcher andere Mitarbeitende negativ beeinflusst und nur begrenzt durch raumakustische Maßnahmen beeinflusst werden kann, solange die Bürofläche eine offene Struktur behalten soll", sagt Benjamin Müller.

"Forschung sollte unbedingt vorangetrieben werden"

Gemeinsam mit seinem Betreuer Dr. Andreas Liebl entstand die Idee, die Wirkung anderer elektroakustischer Maßnahmen wie Active Noise Cancelling Kopfhörer und eine Beeinflussung der Telefone zu evaluieren. Die Arbeit zeigt, dass elektroakustische Maßnahmen einen großen Beitrag leisten können, die Bürolandschaften von morgen so zu gestalten, dass die Mitarbeiter gesund, zufrieden sowie produktiv darin arbeiten können. "Deswegen sollte die Forschung in diesem Bereich unbedingt vorangetrieben werden", sagt Müller.

"Müllers Thesis spiegelt nicht allein in herausragender Weise das Forschungsspektrum an der Hochschule der Medien wider, sondern befasst sich auch mit einem Forschungsgebiet, das außerordentlich wichtig für immersive Akustik und die Zukunft der Arbeit sowie international anschlussfähig ist", heißt es in der Jurybegründung, der HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander W. Roos vorsitzt.

Vorstellung der Arbeit bei Internationaler Konferenz im September

Dennoch überrascht von der Auszeichnung war Benjamin Müller: "An der HdM gibt es viele tolle Abschlussarbeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ich fand es super spannend, welche Arbeiten meine Kommilitonen geschrieben haben. Das macht den Vergleich sicher schwer."

Vom 9. bis 13. September 2019 wird Benjamin Müller einen Teil der Ergebnisse seiner Arbeit auf der International Conference of Acoustics in Aachen vorstellen. Bis dahin arbeitet der HdM-Absolvent an Projekten zu "Psychoakustik und kognitive Ergonomie" und "Raumakustik". Die Arbeit am Fraunhofer IBP empfindet Müller als sehr abwechslungsreich: "In den letzten Monaten habe ich schon an einigen Projekten aus der Wirtschaft, aber auch an öffentlichen Projekten, Projektanträgen und an der Planung sowie Umsetzung eines neuen 3D-Audio Labors bei uns am Institut gearbeitet."

Der Preis der Etzold Medien Stiftung fördert die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Konferenz und die Preisträgerinnen und Preisträger des letzten Jahres werden am "Innovation Day", am 26. November 2019, an der Hochschule der Medien Stuttgart öffentlich ausgezeichnet. Am "Innovation Day" stellen sie sich und ihre Arbeit sowie ihre Konferenzbeiträge den Besuchern vor.

 

Maximilian Wolf

VERÖFFENTLICHT AM

12. März 2019

KONTAKT

Benjamin Müller
E-Mailbenjamin.mueller@ibp.fraunhofer.de

Prof. Dr. Marie Elisabeth Müller

Telefon: 0711 8923-2693

E-Mail: muellerma@hdm-stuttgart.de

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