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Wohnsituation

Wohnraum, Mietpreise und das studentische Budget

Rund 342.000 Studierende gibt es an den Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg. Davon studieren 62.000 an den 14 Hochschulen in Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen und Horb. Für die meisten von ihnen heißt es zum Studienbeginn von zuhause ausziehen und eine eigene Wohnung suchen. In Stuttgart ist das aber leichter gesagt als getan. Es mangelt an Wohnraum und die Mietpreise steigen, doch das studentische Budget ist knapp. Alternativen sind vorhanden, aber die Nachfrage ist groß.

Jeder sechste Studierende lebt in einer studentischen Wohnanlange.

Jeder sechste Studierende lebt in einer studentischen Wohnanlange.

"Das Mietspiegelniveau in Stuttgart ist innerhalb der letzten zwei Jahre um 7,2 Prozent gestiegen. Es handelt sich um die zweithöchste Steigerung seit 20 Jahren", erklärt Angelika Brautmeier, Geschäftsführerin des Deutschen Mieterbunds-Mieterverein Stuttgart und Umgebung e.V. Aus dem aktuellen Mietspiegel 2019/2020 ergibt sich eine Durchschnittsmiete von 9,60 Euro pro Quadratmeter. Diese lag 2010 noch bei 7,40 Euro, was einem Anstieg von 30 Prozent entspricht. Wohnungen in der Innenstadt, die kleiner als 45 Quadratmeter sind, können so bis zu 17,50 Euro pro Quadratmeter kosten.

Studentisches Budget

Studierende in Baden-Württemberg verfügen im Schnitt monatlich über 901 Euro, wie es aus der Regionalauswertung der Sozialerhebung für Baden-Württemberg hervorgeht. Die im Februar 2019 erschienene Studie trifft dabei allerdings auf erhebliche Unterschiede im Gesamtbudget zwischen der Bildungsherkunft: Studierende aus einer "niedrigen Bildungsherkunft" haben ein monatliches Einkommen von 862 Euro, während Studierenden aus "gehobener" bzw. "hoher Bildungsherkunft" rund 960 Euro zur Verfügung stehen. Von dem Gesamtbudget wird das Meiste für die Miete ausgegeben. Diese Entspricht in Baden-Württemberg im Schnitt 327 Euro im Monat - das sind im Durchschnitt 37 Prozent ihrer Einnahmen. Neben den Mietkosten fallen weitere Kosten für Essen und Trinken an. Dafür geben die Studierenden durchschnittlich 169 Euro im Monat aus, was 5,60 Euro pro Tag entspricht.

Alternative: Wohnheim

Als Alternative zur eigenen Wohnung werden vom Studierendenwerk Wohnheimplätze angeboten. Jede bzw. jeder sechste Studierende in Baden-Württemberg lebt in einer studentischen Wohnanlage. Ausschlaggebende Punkte für die Wahl dieser Wohnform sind zum einen die Nähe zur Hochschule, weswegen sich 68 Prozent für einen Wohnheimplatz entschieden haben und zum anderen die günstige Miete, was 62 Prozent der Mieter und Mieterinnen überzeugt hat. In den 35 Wohnanlagen des Studierendenwerks Stuttgart, mit mehr als 7.200 Wohnplätzen, beträgt die Warmmiete derzeit durchschnittlich 289 Euro.

Die Nachfrage ist groß

Auch wenn sich zum Sommersemester meist weniger Studierende auf ein Zimmer bewerben, haben 2855 junge Leute beim Studierendenwerk Stuttgart ein Zimmer angefragt. Freigeworden sind 1482 Plätze. Für die restlichen Bewerber heißt es dann warten. Das kann rund vier bis sechs Monate dauern, bis die nächsten Zimmer frei werden. "Generell empfehlen wir Studierenden, sich frühzeitig für einen Wohnheimplatz zu bewerben", sagt Anita Bauer, Pressesprecherin des Studierendenwerks Stuttgart. Das sei auch nach der Bewerbung um einen Studienplatz ohne Immatrikulationsbescheinigung schon möglich.

 

Quelle: Stuttgarter Zeitung

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