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Filmkommentar

Space-Spektakel ohne Lovestory

Wieder einmal rettet ein Superheld im neuesten Kinoabenteuer das Marvel-Universum. Fäuste werden geschwungen, Energieschübe abgeschossen und Raumschiffe gehen zu Bruch. Und am Ende siegt wie immer das Gute. Ups! Ein Held? Der ist diesmal eine Frau, dargestellt von der Blondine Brie Larson.

Captain Marvel, wie sie leibt und lebt, Foto: © Disney

Captain Marvel, wie sie leibt und lebt, Foto: © Disney

Übersinnliche Kräfte, spannende Kämpfe, ein Stan Lee-Cameo und eine süße Katze: Mit dem neuen Film „Captain Marvel" geht es seit dem siebten März 2019 in Disneys Comic-Kosmos in die vorerst vorletzte Runde. Und das erstmals ganz im Sinne der Emanzipationsbewegung: Jetzt übernimmt eine weibliche Person die Hauptrolle und teilt ordentlich für eine gerechtere Welt aus. Carol Danvers alias Captain Marvel wird dabei gespielt von der oscarprämierten Amerikanerin Brie Larson, die sich unter anderem gegen Emily Blunt und Natalie Dormer von Game of Thrones durchsetzen konnte. Schon in der ersten Woche brach der Filme die Rekorde. Ganze 450 Millionen Dollar soll er da bereits eingespielt haben und hat damit den Titel als fünftbester Filmstart aller Zeiten eingeheimst. Doch genug der Sperenzien - um was geht's bei „Captain Marvel" eigentlich?

Achtung, Spoileralarm!

Carol Danvers arbeitet Mitte der 90er-Jahre als engagierte Airforce-Pilotin bei geheimen Aufträgen mit. Nach einem fatalen Absturz kommt sie mit einem der Infinity-Steine, einem Edelstein mit unendlicher Energie, in Kontakt und absorbiert all seine Kräfte. Sie überlebt, bleibt aber zunächst bewusstlos. Das macht sich der Kree Yon-Rogg (gespielt von Jude Law) zunutze und nimmt sie mit auf seinen Heimatplaneten, wo er sie zu einer Elite-Soldatin ausbildet um mit ihr und seinem Team andere Spezies im All zu bekriegen. Mit einem bewusstseinssteuernden Chip werden dabei ihre Kräfte kontrolliert, um sie auf kleiner Flamme zu halten. Nach einem weiteren Kampf gegen formwandelnde Außerirdische, den Skrulls, landet Danvers durch Zufall wieder auf der Erde. Hier kommt sie durch Nick Fury (gespielt von Samuel Jackson) das erste Mal mit dem Geheimdienst S.H.I.E.L.D., die in den anderen Filmen mit den Avengers kooperieren, in Kontakt. Nach und nach erinnert sie sich an ihre Vergangenheit auf der Erde und erkennt die wahren Hintergründe des Weltall-Krieges. Danvers stellt sich gegen Yon-Rogg und seine Verbündeten, um die Erde und das Universum zu retten, und entdeckt die übermäßige Macht, die bislang in ihr schlummerte: Die Geburt von Captain Marvel.

Wer sollte den Film sehen? Natürlich alle Fans der Marvel's-Reihe, die sich schon lange den finalen „Marvel's the Avengers: Endgame" herbeisehnen, und der im Frühjahr dieses Jahres in den Kinos anlaufen soll. „Captain Marvel" eignet sich aber auch für Einsteiger, die sich noch nicht allzu sehr mit den anderen Marvel's-Filmen auseinandergesetzt haben oder dies noch tun möchten. Denn Captain Marvel spielt in der Zeit vor den Avengers und braucht daher kein fundiertes Hintergrundwissen um die Geschichte zu verstehen. Wer außerdem einen Action-Film genießen möchte, dessen Storyline nicht mit einer überflüssigen romantischen Love-Story getunt wurde, ist hier auch genau richtig. Denn Captain Marvel ist eine Frau die Fehler macht, nicht aufgibt und vor allem für sich selbst einstehen kann. Noch dazu ist sie die stärkste Superheldin mit den meisten Fähigkeiten im gesamten Marvel's-Universum - und so vielleicht die letzte Hoffnung für alles Leben im All.

 

Giuseppa Maria Spatola

VERÖFFENTLICHT AM

14. März 2019

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