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Hochschule der Medien

Wohnsituation

1-Zimmer, Küche, Bad ...

In Stuttgart gab es in diesem Jahr, laut Deutschem Mieterbund (DMB) – Mietverein Stuttgart und Umgebung e.V., die zweithöchste Steigerung des Mietspiegelniveaus seit 20 Jahren. Aber auch die Anzahl der Studierenden steigt: Allein an der Hochschule der Medien (HdM) sind derzeit über 5000 Studierende eingeschrieben. Das sind rund 32 Prozent mehr als noch vor neun Jahren. Wie also meistern die Studierenden die Wohnungssuche in Stuttgart? Wir haben nachgefragt.

Kathrin Appel zog es aus Hamburg an die HdM, Foto: privat
Kathrin Appel musste lange nach einer Wohnung suchen. Aus Hamburg zog es die Studentin für den Studiengang Druck- und Medientechnologie an die HdM. Übergangsweise konnte sie für die Zeit der Wohnungssuche bei einer Freundin in Alpirsbach unterkommen. "Insgesamt habe ich vier Monate gesucht, ganz lange kam es nicht mal zu einer Besichtigung. Es gab viele Absagen und oft gar keine Antwort, egal ob bei Wohnungen oder WGs", erklärt die 25-jährige. "Im Endeffekt ging es dann aber doch relativ schnell. An dem Tag, an dem ich meine Wohnung gefunden hatte, bekam ich noch eine weitere Zusage für eine Wohnung in Ostfildern. Ich habe mich dann aber für die in Magstadt entschieden." Für ihre 32 Quadratmeter große Wohnung zahlt Kathrin Appel 375 Euro und kann die HdM mit dem Auto in 15 Minuten erreichen.

 

Ein Katzensprung in die Vorlesung

Luca Falzone fühlt sich im Wohnheim "Straussi 1" sehr wohl, Foto: privat
Noch schneller ist Luca Falzone an der HdM. Der 23-Jährige studiert Werbung und Marktkommunikation und wohnt auf dem Campus im Wohnheim "Straussi 1": "Bei meiner Wohnungssuche wusste ich ganz genau, was ich wollte - ein Zimmer im Straussi 1 oder im Straussi 2. Daher stand ich beim Studierendenwerk auch fast ein Jahr lang auf der Warteliste, weil es kein anderes Studentenwohnheim sein sollte", erzählt Luca. Im Vergleich zu vielen Wohnungsangeboten in ganz Stuttgart empfindet Falzone die Wohnheime als sehr schön und die Zimmerpreise mit unter 300 Euro warm inklusive Internet  super günstig. "Klar, das WG-Leben im Wohnheim ist natürlich chaotisch. Wir sind auch selten nur zu viert. Eigentlich sind immer Gäste da, aber genau das macht es so spaßig. Wir grillen viel im Sommer, natürlich ist im Straussi auch die Studentenbar. In meiner WG kochen wir oft zusammen, zocken viel und schauen Filme oder gehen hin und wieder zusammen weg. Die Stimmung bei uns ist einfach super entspannt", schwärmt der 23-Jährige von seiner Wohngemeinschaft. Die Nähe zur HdM empfindet er als sehr praktisch, vor allem, weil er zum Essen nach Hause kann. Allerdings ist der Katzensprung in die Vorlesung auch gefährlich: "Man schläft immer länger, als man sollte und dann ist man super knapp dran." 

 

Isabell Kern pendelt aus dem Enzkreis zur HdM, Foto: privat
"Die Mietpreise sind utopisch"

"Bildung sollte eigentlich nicht abhängig sein vom Einkommen, aber in Stuttgart erlebt man doch ziemlich stark, was es heißt, Arbeiterkind zu sein", sagt Isabell Kern zum Stuttgarter Wohnungsmarkt. Die 32-Jährige studiert Medienwirtschaft im dritten Semester an der HdM und pendelt von Remchingen im Enzkreis zu ihren Vorlesungen. Ihre 80 Quadratmeter große Wohnung teilt sie mit ihrem Freund und zahlt dafür 300 Euro monatlich: "Die Mietpreise in Stuttgart sind utopisch. Für das Geld, was ein 25 Quadratmeter Zimmer kostet, haben wir in Remchingen 80 Quadratmeter und teilen uns die Miete." Zusätzlich muss Isabell Kern 350 Euro pro Semester für die Fahrten aufbringen. Doch sie findet: "Für das Geld gibt es in Stuttgart nichts."

 

Foto Startseite: Studierendenwerk Stuttgart, "Ein Gemeinschaftsraum des Wohnheims Straussi 1"

Carolin Hilleke

VERÖFFENTLICHT AM

03. Mai 2019

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