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Apple TV Plus

Neuer Streamingdienst ab Herbst

Neben Netflix, Amazon und Co. reiht sich bald auch Apple in die Auswahl der Streaming-Anbieter ein. Mit Apple TV Plus, das Geschäftsführer Tim Cook am 25. März 2019 im Steve-Jobs-Theater in Cupertino vorstellte, will der Konzern im Herbst an den Start gehen.

Das Logo des neuen Streamingdiensts Apple TV Plus, Foto: Apple

Das Logo des neuen Streamingdiensts Apple TV Plus, Foto: Apple

Für Inhalte des Apple Streamingdienstes sorgen unter anderem die Regisseure Steven Spielberg und M. Night Shyamalan (Split), die Schauspielerinnen Reese Witherspoon und Jenifer Aniston und die Schauspieler Steve Carell und Jason Momoa. Die Talkmeisterin Oprah Winfrey wird mit einer live gestreamten Talkshow ebenfalls mit von der Partie sein. Gut eine Milliarde Dollar hat Apple in sein neues Angebot gesteckt. Rund das Zehnfache gibt Netflix im Jahr für Eigenproduktionen aus.

Vom Hersteller zum Dienstleister

Apples Einstieg ins Videostreaming zeigt den Wandel des Konzerns, denn die Einnahmen durch Smartphones, Tablets und Laptops gehen zurück. So nennt Apple seit Herbst 2018 keine Verkaufszahlen für iPhones mehr, sondern nur die Nutzerzahlen. Ob der Dienst, den es ab Herbst in über 100 Ländern geben soll, tatsächlich Netflix an der Spitze Konkurrenz machen kann, wird sich zeigen. Preise wurden für den Streamingdienst bislang keine bekanntgegeben.

Doch Apple will nicht nur mit Apple TV Plus an den Markt gehen, neu hinzu kommt auch noch Apple News Plus. Ein virtueller Kiosk, der rund 300 Zeitschriftentitel im Angebot haben wird, unter anderem Vouge, National Geographic oder The Verge und die Zeitungen Los Angeles Times und das Wall Street Journal anbietet. Das Angebot soll 9,99 US-Dollar monatlich kosten. Als Angebot wird der erste Monat bei Apple News Plus kostenlos zur Verfügung gestellt und auch Familienmitglieder dürfen umsonst mitlesen. Zuerst wird es den Dienst in den USA und Kanada geben, dann sollen Australien und - in Europa zunächst - Großbritannien folgen. Ein Termin für Deutschland ist nicht bekannt.

Games und Finanzen

Das ist aber noch nicht alles, was sich Apple zum Auffangen der fehlenden Einnahmen durch den Verkauf von iPhones, Tablets und Co. überlegt hat: Das Gaming-Abo mit dem Namen "Apple Arcade" soll ebenfalls ab Herbst in 150 Ländern verfügbar sein. Gelockt wird mit mehr als 100 exklusiven Spielen. In-App-Käufe und Werbung soll es dabei nicht geben und immer neue Spiele würden hinzukommen, die auch alle offline gespielt werden können.

Und auch hier sind wir noch nicht am Ende der Dienstleitungsangeboten angekommen, die Apple im Laufe des Jahres einführen will. Zu aller Letzt stellte Apple-Chef Tim Cook die Kreditkarte Apple Card vor, die demnächst in den USA eingeführt wird. Die Karte wird es sowohl virtuell als auch physisch aus Titan geben. In Kooperation mit der Bank Goldman Sachs und Mastercard wird Apple die Karte herausgeben und verspricht strikten Datenschutz.

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung

VERÖFFENTLICHT AM

04. April 2019

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