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Hochschule der Medien

Publikation

"Wie WhatsApp den Alltag beherrscht"

Kaum zehn Jahre nach seiner Einführung ist die Nutzung des Messengerdienstes WhatsApp für sehr viele Menschen bereits "normal" und quasi Teil der technischen Infrastruktur. Das hat Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen und verändert ihr Interaktions- und Kommunikationsverhalten teilweise erheblich. Die Studie mit der Thematik "Wie WhatsApp den Alltag beherrscht" wurde von Dr. Oliver Zöllner, Professor an der Hochschule der Medien (HdM), und neun Masterstudierenden verfasst.

Das Cover der Studie

Das Cover der Studie

Nils Bachmann, Ann-Kathrin Frey, Shila Guthmann, Jan Habersetzer, Carolin Lange, Marcel Lewohl, Mattia Ricci, Alexander Sawicki und Katrin Storandt untersuchen in ihrer Studie neben dem gesellschaftlichen Wandel am Beispiel von WhatsApp ebenso die Auswirkung von Messengerdiensten auf den Alltag sowie die Thematik, wie WhatsApp zum Glück seiner Nutzer beitragen kann. Auf der Basis qualitativ-empirischer Erhebungen analysiert das Forscherteam die teils paradoxe Wahrnehmung von WhatsApp als eine Anwendung, die den Alltag der Studienteilnehmer sowohl erleichtert als auch erschwert. Sie gilt als Instrument des Beherrscht-Werdens von anderen wie auch des Herrschens über andere - und die damit je nach Kontext, Situation und Reflexionsgrad glücklich wie auch unglücklich machen kann. Die Studie "Wie WhatsApp den Alltag beherrscht - Eine empirische Studie zum ambivalenten Umgang mit Messengerdiensten" erschien im Mai 2019 im Bundesanzeiger Verlag.

WhatsApp ermöglicht nicht nur den Austausch von Textbotschaften, Sprachmitteilungen und Bildern, sondern auch Überwachung und Kontrolle: der Anwender gegenseitig wie auch durch den Mutterkonzern Facebook. Aspekte des Daten-, Privatsphären- und Persönlichkeitsschutzes haben bei der Nutzung von WhatsApp große Bedeutung. Selten aber werden sie und die mit ihnen verbundenen Folgen auf der sozialen und ethischen Ebene hinterfragt.

Heuristisches Modell zur weiteren empirischen Forschung

Die Studie umfasst eine Erläuterung theoretischer Grundlagen rund um die Themen WhatsApp, Glück und Herrschaft sowie einer qualitativ orientierten Fallstudie, Auswertung und Interpretation. Zudem entwickelten die Autorinnen und Autoren aus den vorliegenden Daten ein heuristisches Modell, das weitere empirische Forschung anstoßen soll.

Prof. Dr. Oliver Zöllner ist Ko-Autor der Studie und Professor für Medienforschung, internationale Kommunikation und Digitale Ethik an der HdM. Er lehrt im Bachelorstudiengang Medienwirtschaft sowie im Masterstudiengang Unternehmenskommunikation.

Bachmann, Frey, Guthmann, Habersetzer, Lange, Lewohl, Ricci, Storandt, Zöllner
Wie WhatsApp den Alltag beherrscht.
Eine empirische Studie zum ambivalenten Umgang mit Messengerdiensten
Köln: Reguvis Bundesanzeiger-Verlag, 2019, 78 Seiten
ISBN 978-3-8462-1039-0, 39,00 Euro

 

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