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Hochschule der Medien

Kinder-Medien-Studie 2019

Gute Balance zwischen analoger und digitaler Welt

Am 6. August 2019 wurden die Ergebnisse der aktuellen Kinder-Medien-Studie (KMS) 2019 veröffentlicht. Sie untersucht, wie Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren im Alltag mit analogen und digitalen Medien umgehen. Zudem wurden in diesem Jahr erstmals die Ausgaben der Kinder untersucht und damit ihr monatliches Taschengeld-Budget ermittelt.

Die Kinder-Medien-Studie wurde 2019 zum dritten Mal durchgeführt. Quelle: Kinder-Medien-Studie

Die Kinder-Medien-Studie wurde 2019 zum dritten Mal durchgeführt. Quelle: Kinder-Medien-Studie

Print Magazine und Zeitschriften haben bei den 6- bis 13-jährigen Kindern einen hohen Stellenwert: 74 Prozent lesen mindestens eine der 46 in der Studie abgefragten Kinderzeitschriften. Das entspricht einer Gesamtreichweite von 4,3 Millionen lesenden Kindern. Und auch das Lesen in der Freizeit entwickelt sich im Vergleich zu den KMS-Studien der beiden vergangenen Jahre positiv. So steigt die Nutzung von Zeitschriften, Comics oder Büchern von 71 Prozent (2017) und 74 Prozent (2018) auf 76 Prozent im Jahr 2019 an. Doch die Zeitschriften werden nicht nur durchgeblättert. Ganze 90 Prozent der befragten 6- bis 13-Jährigen geben an, dass sie ihre Zeitschrift komplett durchlesen.

"Disney Lustiges Taschenbuch" (492 Tausend), "Micky Maus Comics" (458 Tausend, beide Egmont Ehapa) und "Just Kick-it" (456 Tausend, Panini) bilden das Reichweitenstärkste Trio bei den 6- bis 13-jährigen Kindern. Die 4- bis 5-Jährigen lesen hingegen lieber "Benjamin Blümchen" (159 Tausend, Egmont Ehapa), "Bussi Bär" (141 Tausend, Blue Ocean) und "Winnie Puuh" (129 Tausend, Egmont Ehapa).

Youtube gewinnt an Popularität

Das gemeinsame Spielen mit Freunden ist bei rund 89 Prozent der befragten 4- bis 13-Jährigen noch eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen. Jedoch gewinnen das Surfen im Internet sowie Videos Schauen auf Youtube immer mehr an Popularität. So geben 44 Prozent an, sich mehrmals wöchentlich durch Youtube zu klicken. 2018 lag dieser Wert noch bei 36 Prozent. Anders sieht es beim "Im Internet surfen" aus: Hier ist der Wert von 49 Prozent (2018) auf 45 Prozent (2019) gesunken. Dennoch ziehen beide Freizeitbeschäftigungen mit den "Familienaktivitäten" (44 Prozent) gleich.

Auch das Smartphone gewinnt bei den Kindern immer mehr an Bedeutung. So wünschen sich 21 Prozent der 4- bis 5-Jährigen und 57 Prozent der 6- bis 9-Jährigen ein Smartphone. Bei den 6- bis 9-Jährigen besitzen bereits 31 Prozent ein Smartphone und ganze 82 Prozent bei den 10- bis 13-Jährigen.

Milliarden Euro für die Kinder

In der KMS 2019 wurde erstmals das Budget abgefragt, das den Kindern pro Jahr zur Verfügung steht. Den 4- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen in Deutschland stehen mit Taschengeld und Geldgeschenken knapp 3 Milliarden Euro zur Verfügung. Das entspricht im Schnitt einem monatlichen Taschengeld von 20,52 Euro. Hinzu kommen durchschnittlich 158 Euro an Geldgeschenken. Im Umgang mit ihrem Geld lassen die Eltern ihren Kindern überwiegend freie Hand: 77 Prozent der Kinder dürfen ihr Taschengeld selbstständig ausgeben - 70 Prozent der befragten 4- bis 13- Jährigen investieren es in Süßigkeiten, 52 Prozent der Befragten kaufen sich Zeitschriften oder Comics.

Über die Studie

Die Kinder-Medien-Studie wurde 2019 zum dritten Mal vom Bremer Institut Immediate durchgeführt. Träger der Studie sind die Verlage Blue Ocean Entertainment AG (gehört zu Burda), Egmont Ehapa Media GmbH, Spiegel, Zeit, Gruner + Jahr und Panini. Grundlage der KMS sind 2.000 Doppelinterviews der 6- bis 13-jährigen Kinder mit jeweils einem Erziehungsberechtigten sowie 502 Interviews mit einem Erziehungsberechtigten der 4- bis 5-Jährigen.  

Carolin Hilleke

VERÖFFENTLICHT AM

08. August 2019

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