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Hochschule der Medien

"New Work"

Arbeitswelt 4.0

Buzzwords wie Work-Life-Balance und flexibles Arbeiten sind in der heutigen Arbeitswelt bereits in aller Munde – vermehrt Angestellte aus jüngeren Generationen fordern ein besser angepasstes Arbeitsumfeld an die persönlichen Lebensumstände. Auch Studierende der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart könnten auf verschiedenste zukunftsträchtige Arbeitsformen stoßen – als Werkstudent, im Pflichtpraktikum oder nach Abschluss des Studiums.

Der klassische "Nine-to-Five-Job" wird schon bald der Vergangenheit angehören (Foto: Unsplash.com)

Der klassische "Nine-to-Five-Job" wird schon bald der Vergangenheit angehören (Foto: Unsplash.com)

Die heutige Arbeitswelt befindet sich zunehmend in einem strukturellen Wandel, sodass sich die Form der Arbeit in vielen Unternehmen vermehrt an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer anpasst. Der Trend geht verstärkt dahin, dass festgefahrene Angestelltenverhältnisse zum Auslaufmodell werden. Zeitgleich soll die Arbeitswelt 4.0 besser mit Privatleben und Freizeit vereinbar sein.

Neue Arbeit

Der Begriff "New Work" geht auf den österreichisch-US-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann zurück und beschreibt die Annahme, das bisherige Arbeitssystem sei veraltet: Unsere heutige Arbeitswelt entfernt sich zunehmend von der Industriegesellschaft und entwickelt sich hin zu einer Wissensgesellschaft. Diese Gesellschaft ist geprägt von der Digitalisierung und Globalisierung, dem demografischen Wandel sowie neuen Technologien. In dieser Arbeitsbewegung aus den späten 1970er Jahren geht es konkret um mehr Flexibilität für die Arbeitnehmer, mehr Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit, ein Verständnis von Arbeit als Berufung sowie das Einbringen der eigenen Persönlichkeit am Arbeitsplatz.

Ansätze der Arbeitsbewegung

Beliebte Methoden der "New Work"-Bewegung werden bereits heute von vielen Arbeitgebern in Organisationen implementiert. Zu den bekannteren Arbeitsformen zählen zum Beispiel die Vier-Tage-Woche oder der Sechs-Stunden-Tag. Die Vorteile der komprimierten Woche und einer Arbeitszeitverkürzung liegen auf der Hand: Die Mitarbeiter gelten als produktiver, die Lebensqualität ist höher.

Des Weiteren nutzen Unternehmen immer stärker Formen des agilen Arbeitens. Dabei geht es um eine schnelle und flexible Reaktion auf Veränderungen. Gearbeitet wird mit kurzfristigen Zielen, einfachen Entscheidungswegen sowie Feedbackschleifen und kleinen Teams. Als zukunftsfähige Arbeitsweisen in der Agilität gelten vor allem die Projektmethoden Scrum und Kanban. Das Ziel beider Methoden ist es, die Produktivität zu steigern, indem unnötige Arbeitsschritte umgangen werden und einzelne Prozesse für alle Beteiligten klar umrissen sind.

Die sich verändernde Arbeitsbewegung hat ebenfalls Einfluss auf Strukturen des klassischen Arbeitsalltags genommen. Auf Grund flexibler Arbeitsformen werden viele starre Arbeitsplätze überflüssig oder vermehrt andersartig genutzt. Dies hat zur Folge, dass zugeteilte und physische Arbeitsplätze verstärkt der Vergangenheit angehören und Desk- sowie Job Sharing-Optionen zum Einsatz kommen.

In vielen Start-ups sind die modernen Arbeitsformen von Beginn an Alltag, auch in manchen Konzernen findet die neue Arbeit nach und nach Einzug. Wie lange es allerdings dauert, bis viele hierarchisch und starr strukturierte Unternehmen mit einer klassischen 40-Stunden-Woche brechen, bleibt ungewiss.

Quellen:

  • avantgarde-experts.de
  • newworkblog.de

 

Margarita Fangrat

VERÖFFENTLICHT AM

01. November 2019

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