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Hochschule der Medien

Verbundprojekt "Traumberuf Professorin"

Professur als Option nach dem Studium

Das Berufsbild Professorin ist für viele Studentinnen attraktiv. Als eigene Karriereoption wird der Beruf jedoch häufig wieder verworfen, sobald die Absolventinnen in der Berufswelt Fuß gefasst haben. Gerade Frauen bewerben sich selten auf eine Professur. Dem versuchen sieben Hochschulen aus Baden-Württemberg seit 2017 entgegenzuwirken.

Mentorin Prof. Dr. Sarah Spitzer (links) und Mentee Dr. Nora Gottbrath (Foto: Screenshot, www.traumberuf-professorin.de)

Mentorin Prof. Dr. Sarah Spitzer (links) und Mentee Dr. Nora Gottbrath (Foto: Screenshot, www.traumberuf-professorin.de)

Das Programm "Traumberuf Professorin" soll mehr Frauen für den Beruf der Professorin begeistern und sie dabei unterstützen, die notwendigen Qualifikationen für eine Professur zu erwerben. In drei Runden wurden bislang über 100 Frauen als Mentees aufgenommen und acht Frauen auf eine Professur berufen. Seit 2017 läuft das Verbundprogramm "HAW Mentoring Traumberuf Professorin", an dem mit der Hochschule der Medien (HdM) sieben Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus Baden-Württemberg beteiligt sind. Ziel ist es, langfristig den Anteil weiblicher Bewerbungen auf ausgeschriebene Professuren zu erhöhen. Professorinnen schlüpfen dafür in die Rolle der Mentorinnen und begleiten promovierte Frauen aus der Wirtschaft und Verwaltung auf ihrem Weg zum "Traumberuf Professorin".

Zusammenstellung nach der fachlichen Passung

Die Teilnehmerinnen nehmen zusätzlich zur Vernetzung mit Mentorin und den Mentees des Programms an einem einjährigen Qualifizierungsprogramm teil. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zum Berufsbild, Trainings für das Berufungsverfahren sowie Seminare zu Hochschuldidaktik. Angebote zur interkulturellen Kommunikation. "Die Paare aus Mentorin und Mentee werden nach fachlicher Passung zusammengestellt. Aber auch die räumliche Distanz und die vorformulierten Ziele der Mentees werden beachtet", erklärt HdM-Professorin Dr. Sarah Spitzer, eine der Mit-Initiatorinnen des Projekts und ebenfalls Mentorin. Sie hat in ihrer Zeit als Gleichstellungsbeauftragte gemeinsam mit Kolleginnen anderer Hochschulen erkannt, dass es nötig ist, Frauen auf den Beruf aufmerksam zu machen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, sich auf die Rolle als Professorin vorzubereiten. Dabei können die Frauen wichtige Kontakte für eine berufliche Zukunft an einer HAW knüpfen. Gerade Frauen bewerben sich nur vereinzelt auf eine Professur. Sei es aufgrund des langwierigen Berufungsverfahrens, das der konkreten Karriere- oder Familienplanung entgegen zu stehen scheint, oder der Anforderungen in der Stellenausschreibung, denen sich viele nicht gewachsen fühlen. Der Weg zur Berufung erscheine so lang, dass viele nicht den ersten Schritt wagen. Dieser wird durch das Programm vereinfacht, so Spitzer. "Studentinnen sollten den Gedanken an eine Promotion in Erwägung ziehen und nach dem Studium das Ziel einer Professur nicht zu früh aus dem Auge verlieren."

Das Programm aus zwei Perspektiven

Seit Mitte Januar 2020 bieten Prof. Dr. Sarah Spitzer als Mentorin und Dr. Nora Gottbrath als Mentee unter www.traumberuf-professorin.de Einblicke in das Programm. Die Beiträge beschäftigen sich mit dem Weg zur Bewerbung, einem Rückblick zum Begleitprogramm sowie zu dessen unterschiedlichen Säulen, den Herausforderungen in Berufungsverfahren und Highlights aus dem Mentoring-Jahr. Das Programm wird für vier Jahre vom Europäischen Sozialfonds und dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg mit rund 300.000 Euro gefördert. Eine Verstetigung ist geplant.

VERÖFFENTLICHT AM

12. Februar 2020

KONTAKT

Prof. Dr. Sarah Spitzer

Telefon: 0711 8923-3161

E-Mail: spitzer@hdm-stuttgart.de

Pia Härter
Geschäftsstelle Verbundprojekt Traumberuf Professorin, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
E-Mailtraumprof@hs-karlsruhe.de

WEITERFÜHRENDE LINKS

www.traumberuf-professorin.de

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