DE

| EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Earth Hour

Eine Stunde Licht aus für das Klima

Am Samstag, 28. März 2020, fand die diesjährige Earth Hour statt. Die Earth Hour, bei der das Licht großer Monumente in vielen Städten und privater Haushalte ausgeschaltet wird, soll Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz lenken. Auch in Corona-Zeiten wurde davon nicht abgesehen, allerdings gab es Anpassungen.

"Licht aus!" hieß es tausendfach am Samstag in vielen Haushalten. Quelle: Unsplash, Johannes Plenio

"Licht aus!" hieß es tausendfach am Samstag in vielen Haushalten. Quelle: Unsplash, Johannes Plenio

Pünktlich um 20.30 Uhr Ortszeit hieß es am Samstag weltweit "Licht aus!". Mehr als 180 Länder aller Kontinente beteiligten sich laut Umweltschutzorganisation WWF an der Earth Hour. Darunter 366 Städte in Deutschland, wovon auch Stuttgart vertreten war. Weltweit wurde während der „Stunde der Erde" an großen Monumenten wie dem Pariser Eifelturm oder dem Kolosseum in Rom das Licht ausgeschaltet. Stuttgart beteiligte sich zum zehnten Mal, wie es der Webseite der Stadt heißt, mit dem Ausschalten des Lichts an zahlreichen Gebäuden, Brunnen und Denkmälern, wie dem Kunstmuseum oder dem Altem Schloss.

Ziel der Klima- und Umweltschutzaktion ist es, politische Entscheidungsträger dazu zu motivieren, zu handeln - für einen lebendigen Planeten, wie WWF es beschreibt. Eine verbesserte Klimaschutzpolitik und ein ambitionierteres Klimaschutzziel sollen den Planeten vor weiteren Klimakatastrophen wie Dürren oder Überflutungen schützen. "Jede sechste Art könnte aussterben, wenn die Erderhitzung nicht auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann", erklärt WWF.

Wie konnte die Earth Hour trotz der aktuellen Corona-Krise umgesetzt werden? Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wurden öffentlichen Veranstaltungen und gemeinsame Versammlungen verboten. Um trotzdem ein Zeichen für den Planeten setzen zu können, fanen viele Aktionen dafür virtuell statt. Jeder konnte sich von zu Hause aus beteiligen und so kursierte der Hashtag #EarthHour tausendfach in den sozialen Netzwerken. Anstatt sich real zu treffen, fand so ein reger Austausch im Netz statt und zeigte zahlreiche Haushalte, die das Licht ausschalteten.

Die WWF rief einige Tage vorher auch dazu auf, diese eine Stunde aktiv zu nutzen: Entweder solle man zur Ruhe kommen oder die eigens kreierte WWF-Earth-Hour-Playlist auf Spotify hören. Den ganzen Tag konnte man live verfolgen, welches Land als nächstes das Licht ausschaltet. „Ihren Anfang nahm die ‚Earth Hour' im Inselstaat Samoa, wo die Menschen um 7.30 Uhr deutscher Zeit ihre Lichter ausschalteten. 25 Stunden später knipsten die Bewohner der Cookinseln und von Französisch-Polynesien ihre Lampen wieder an und beendeten damit die ‚Earth Hour' für das Jahr 2020", wie die Frankfurter Rundschau berichtete. So verbreitete sich in Internet das Gefühl von Solidarität und dem gemeinsamen Kämpfen für ein Ziel. 

Auch HdM-Studierenden beteiligten sich an der Earth Hour: "Gerade in der jetzigen Situation merkt man, wie schnell die Regierung Sachen verändern kann, wenn es nötig ist. So schnelle Entwicklungen wünsche ich mir auch beim Thema globale Erwärmung und ich hoffe, dass die Solidarität, die gerade entsteht, sich auch auf die Earth Hour überträgt", erzählt der Audiovisuelle Medien Student Khang Huynh. Diese Ansicht teilt auch die Crossmedia-Redaktion und Public Relations Studentin Jasmin Maya: "Meiner Meinung nach ist die Earth Hour eine tolle Möglichkeit, um friedlich auf die Umweltverschmutzungen und das Klima aufmerksam zu machen und ich finde, dass man es auch öfter als einmal im Jahr machen könnte." Die Earth Hour soll Menschen einen Denkanstoß geben, mehr über ihr Verhalten und die Auswirkungen für die Erde und die Umwelt nachzudenken und sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Das war auch das Ziel der ersten Earth Hour Kampagne im Jahr 2007. WWF Australia versuchte damals, die CO2-Emissionen in Sydney in einem Jahr um fünf Prozent zu senken. Die Earth Hour wurde als Teil der Reduktion dessen eingesetzt. Am 31. März 2007 wurde um 19.30 Uhr das Licht ausgeschaltet, um auf Energieverschwendung durch hohen Stromverbrauch hinzuweisen. Das sorgte weltweit für Aufmerksamkeit und wurde aufgrund der positiven Resonanz in den folgenden Jahren wiederholt. Die nächste Earth Hour findet am Samstag, 27. März 2021, um 20.30 Uhr statt.

 

Quellen:

-          https://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Hour

-          https://blog.wwf.de/earth-hour-2020/?_ga=2.194203566.220548886.1585302024-1450656205.1585302024

-          https://www.wwf.de/earthhour/

-          https://www.earthhour.org/

-          https://www.wwf.de/bild-des-tages/das-war-die-earth-hour-2020/

-          https://www.fr.de/wissen/earth-hour-minuten-dunkelheit-fuers-klima-13632249.html

-          https://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/690821?

-          https://www.wwf.de/earthhour/earth-hour-in-diesen-staedten-geht-das-licht-aus/

-          https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-03/earth-hour-klimaschutz-wwf-coronavirus

-          https://www.timeanddate.com/holidays/world/earth-hour

Julia Lindner

WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren