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Was verstehen wir unter „Verpackungstechnik“

Verpackungstechnik – kann man das studieren? Diese Frage kommt oft, wenn das Gespräch auf den Studiengang Verpackungstechnik kommt.

Einerseits erstaunt die Frage, denn mehr als 90 % aller Waren, die wir kaufen, sind verpackt. Andererseits zeigt sie nur, welch ein selbstverständlicher Teil unserer erlebten Umwelt Verpackung ist. Verpackungen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Also muss sich jemand um die Verpackung kümmern. Dazu gehören viele Berufsgruppen, die zentrale Gruppe ist jedoch die der Verpackungsingenieurinnen und –ingenieure.

Verpackung ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. In ihr treffen sich die Ideen der Werbung und des Marketing mit den Möglichkeiten der Verpackungsmaschinen und den Forderungen der Kunden. Daher ist der Studiengang Verpackungstechnik wahrscheinlich einer der vielseitigsten an der Hochschule der Medien.

Mit der Globalisierung der Märkte und des verstärkten internationalen Handels und Warentransfers gewinnen Verpackungen zunehmend an Bedeutung. Die an moderne Verpackungen gestellten Anforderungen werden immer komplexer.

Längst entscheiden nicht nur funktionale Aufgaben wie beispielsweise Schutz, Haltbarkeit, Transport- und Lager-fähigkeit, Handlingeigenschaften, ökologische Verträglichkeit oder Kennzeichnung über den Erfolg oder Misserfolg einer Verpackung. Zunehmend sind ökonomische und ästhetische Kriterien in die Verpackungsgestaltung einzubeziehen. Verpackung und Produkt sind dabei nicht isoliert zu betrachten. Vielmehr ist die Verpackung ein integrativer Bestandteil des Produktes. Verpackung stellt den ersten Kontakt zwischen Kunde und Produkt her.
Sie ist elementares Kommunikations- und Marketing-instrument. So unterschiedlich auch die Anforderungen jedes einzelnen Produktes sind, so vielfältig sind die verpackungstechnischen Lösungen.

Auf den ersten Blick erscheint eine Verpackung trivial, Karton oder Wellpappe, bedruckt und gestanzt, fertig! Ganz so ist es nicht. Verpackung umfasst alles, in das man etwas hineinfüllen kann, also auch Flaschen , Gläser, Becher, Eimer etc. Alle diese Verpackungen werden hergestellt, also muss derjenige, der sie konstruiert, den Herstellprozess kennen. Nicht jeder Werkstoff ist für jeden Herstellprozess und jeden Inhalt geeignet, also ist Material Science (Werkstoffkunde) eine wichtige Grundlage. Denn Kunststoffe, Faserstoffe, Gummi, Glas, Aluminium, Metall, Verbundmaterialien und neue Hightech-Entwicklungen erfordern in höchstem Maße Kreativität und Know-how bei Entwurf, Detaillierung und Realisierung einer Verpackung.

Vor dem Hintergrund internationalisierender Märkte, der Verschärfung der Produkthaftung, der weltweiten permanenten Verfügbarkeit aller Waren via Internet und E-Commerce erlangt der integrative Gedanke der Einheit von Verpackung und Produkt seine volle Bedeutung. Die beschriebenen Entwicklungen bewirken drastische Veränderungen des Verbraucherverhaltens und fordern vom Verpackungsingenieur der Zukunft neuartige Lösungsansätze, beispielweise auf dem Gebiet der Logistik und in der Projektierung intelligenter und interaktiver Verpackungen (Manipulationsvisualisierung, Temperatur-sensorik, Preiscodierung, Diebstahlsicherung usw.).

Dabei ist und bleibt der Endkunde im Blick, denn die Verpackung wird in ihrem gesamten Erscheinungsbild auch noch Informations- und Werbeträger. Hier sind die gestalterischen Fähigkeiten des Verpackungsprofis gefragt, konstruktive Phantasie für neue Formen der Verpackung, aber auch der Gestaltung und Bedruckung.

Die Herstellung einer guten Verpackung setzt also die Fähigkeit zu konstruktivem Denken und Handeln voraus, braucht gestalterische Phantasie und wirtschaftliches Denken. Diese Kombination macht das Thema Verpackungstechik aus, und unsere Absolventen zu gesuchten Fachleuten.

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