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Hochschule der Medien

Neun Jahre Engagement im Hochschulrat

Begleiten, voranbringen und Ideen aufnehmen

Sie zählen zu den ersten Hochschulratsmitgliedern der Hochschule der Medien - und sind neun Jahre geblieben: Klaus Haasis, Dr. Bernd Kobarg und Professor Bernd Jürgen Matt engagierten sich drei Amtperioden.

Zur Detailansicht Prof. Bernd Jürgen Matt, Ehrensenator Dr. Bernd Kobarg, HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander Roos und Klaus Haasis (von links)

Prof. Bernd Jürgen Matt, Ehrensenator Dr. Bernd Kobarg, HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander Roos und Klaus Haasis (von links)

Zum 1. September 2009 überlassen Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg in Stuttgart, Dr. Bernd Kobarg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) und Professor Bernd Jürgen Matt vom Studiengang Print-Media-Management der HdM ihren Sitz im Aufsichtsgremium der Hochschule ihren Nachfolgern. Sie wurden jeweils zwei mal wieder gewählt. Dr. Bernd Kobarg steuerte das Gremium als Vorsitzender von Beginn an.

Der Hochschulrat der HdM hat bereits im Jahr 2000 seine Arbeit aufgenommen. Die Hochschule der Medien, hervorgegangen aus der Fusion der Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen und der Hochschule für Druck und Medien, ging im September 2001 offiziell an den Start. Seitdem hat das Gremium 28 Mal getagt, zuletzt am 8. Juli 2009. Dem Hochschulrat gehören insgesamt sieben Mitglieder an: drei Vertreter der Hochschule und vier Experten aus der Medienbranche. Sie sind jeweils für drei Jahre gewählt.

Klaus Haasis, Dr. Bernd Kobarg und Professor Bernd Jürgen Matt standen Rede und Antwort zu ihrem Engagement.

Herr Haasis, warum haben Sie sich im Hochschulrat engagiert?

Klaus Haasis: Mit der Hochschule der Medien bin ich bereits seit über dreißig Jahren eng verbunden. Von 1979 bis 1983 habe ich an der HdM - damals noch Fachhochschule für Druck - studiert und als einer der ersten ein Medientechnik-Studium absolviert. Auch nach dem Studium bin ich der Hochschule treu geblieben. Von 1984 bis 1986 hatte ich einen Lehrauftrag und zehn Jahre später realisierte ich gemeinsam mit Professor Dr. Wolfgang von Keitz die Internet-Suchmaschine webbes.de, die dann an die Stuttgarter Zeitung verkauft wurde.

Wirklich los ging es mit meiner Tätigkeit im Hochschulrat als ich 1999 in die Expertengruppe des Wissenschaftsministerium berufen wurde, um die Fusion der Hochschule für Druck und Medien und der Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen zur heutigen Hochschule der Medien (HdM) zu begleiten. Eine spannende Aufgabe, die es mir ermöglichte, die HdM auf ihrem Weg zu einer der führenden Hochschulen im Umfeld der europäischen Kreativwirtschaft zu begleiten und aktiv zu unterstützen. Das werde ich auch weiterhin tun.

Welches war die größte Herausforderung Ihrer Amtszeiten?

Haasis: Eine der größten Herausforderungen war sicherlich die erwähnte Fusion, vor allem in der Anfangsphase. Die dabei entstandenen Veränderungsprozesse zu nutzen und in positive Energie zu verwandeln, war eine spannende Angelegenheit. Und natürlich auch der Rektor-Wechsel von Professor Dr. Uwe Schlegel zu Professor Dr. Alexander W. Roos war für uns alle von großer Bedeutung. Aber die Mühe und die Kraft für die Fusion haben sich gelohnt: Heute zählt die Hochschule der Medien zum Spitzenfeld vergleichbarer Ausbildungsstätten in Europa.

Welche Erfahrung aus Ihrem Engagement nehmen Sie mit in Ihren Berufsalltag?

Haasis: In den vergangenen neun Jahren im Hochschulrat hat mich der interdisziplinäre Ansatz ganz besonders beeindruckt. Die Neugier auf andere Fachdisziplinen und Technologien wird an der HdM nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Das zeigt die breite Aufstellung der Studiengänge, deren Inhalte von „Mobile Media" über „Wirtschaftsinformatik" bis hin zu „Druck- und Medientechnologie" reichen. Diesen interdisziplinären Ansatz vertrete ich auch als Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. Denn ich bin überzeugt davon, dass gerade in der Verbindung unterschiedlicher Disziplinen großes Innovationspotenzial liegt.

Was wünschen Sie der Hochschule für die Zukunft?

Haasis: Ich wünsche der HdM, dass sie sich weiterhin als führende europäische Einrichtung im Umfeld der Kreativwirtschaft positioniert und etabliert. Nach einem gelungenen Start 2001 hoffe ich, dass die positive Entwicklung weiter voranschreitet - und ich hoffe auch, dass der Neubau bald kommt und mit den gemeinsamen Räumen die Fusion der beiden Hochschulen abschließend vollzogen wird.

Herr Dr. Kobarg, warum haben Sie sich im Hochschulrat engagiert?

Dr. Bernd Kobarg: Mir liegt mir die Förderung des Mediennachwuchses sehr am Herzen. Denn unser Standort braucht die Hochschule der Medien: So zählt die Region Stuttgart rund 250 Verlagshäuser und unter den zehn umsatzstärksten Medienhäusern Deutschlands sind drei aus Baden-Württemberg.

Welches war die größte Herausforderung Ihrer Amtszeiten?

Kobarg: Sehr stark - insbesondere auch schon im Vorfeld - beschäftigt hat mich die 2001 erfolgreich vollzogene Zusammenführung der beiden Vorgängerinstitute zur neuen Hochschule der Medien. Eine weitere Herausforderung war 2006 die Lösung der Nachfolgefrage für unseren Gründungsrektor, Herrn Professor Dr. Uwe Schlegel. Das Thema hat einige Wochenenden und ziemlich viel Nerven gekostet...! Aber ich bin froh darüber, dass es uns gelungen ist, mit Herrn Professor Dr. Alexander W. Roos die optimale Besetzung zu finden. Die Mühen haben sich also gelohnt.

Welche Erfahrung aus Ihrem Engagement nehmen Sie mit in Ihren Berufsalltag?

Kobarg: Mich fasziniert die Vielfältigkeit der Ausbildung bei der HdM, die den Studierenden Kenntnisse in allen Medienformen vermittelt. Für mich haben sich daraus viele interessante Dialoge mit den Lehrenden ergeben. Obwohl ich selbst schon eine lange Zeit im Geschäft bin, habe ich auf diese Weise immer wieder neue Sichtweisen und Ideen aufgenommen.

Was wünschen Sie der Hochschule für die Zukunft?

Kobarg: Schrittmacher auf dem Weg in die multimedial vernetzte Zukunft zu bleiben! Dafür ist die Hochschule der Medien bestens aufgestellt, denn sie deckt - europaweit einzigartig - alle Medienbereiche von der Drucktechnik bis hin zum Internet vollständig ab.


Herr Professor Matt, warum haben Sie sich im Hochschulrat engagiert?

Bernd Jürgen Matt:
Ich habe es als meine Pflicht angesehen, meine Erfahrungen, die ich in vielen Jahren an der Hochschule gesammelt habe, einzubringen und wollte einen bescheidenen Beitrag zur positiven Entwicklung der HdM leisten. Als ich vor mehr als neun Jahren zur Kandidatur aufgefordert wurde, habe ich das sehr gerne getan, denn ich wollte etwas zurückgeben. Dabei war mir eine Kultur des fairen Wettbewerbs zwischen den in ihrer inhaltlichen Ausprägung und auch hinsichtlich ihrer Mentalitäten teilweise doch sehr unterschiedlichen Studiengängen wichtig.

Welches war die größte Herausforderung Ihrer Amtszeiten?

Matt: Das war eindeutig die Rektorwahl im Jahr 2006. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, nach zwischenzeitlich starken Turbulenzen ein Rektorat zu installieren, das nach meiner Auffassung einen sehr guten Job macht.

Welche Erfahrung aus Ihrem Engagement nehmen Sie mit in Ihren Berufsalltag?

Matt: Zum einen, dass sich der Einsatz für eine Sache, die richtig ist, immer wieder lohnt. Zum anderen natürlich auch die Erfahrung, sich mit anderen Denkweisen konstruktiv und zielorientiert auseinanderzusetzen. Jedes Mitglied - ob Hochschul- oder Branchenvertreter - hat einen anderen Blick auf die Dinge mitgebracht. Das hat uns gemeinsam weiter geführt.

Was wünschen Sie der Hochschule für die Zukunft?

Matt: Erfolg! Ich hoffe, dass es uns weiterhin gelingt, jungen Leuten ein Studium anzubieten, das sie persönlich weiter bringt und das sie optimal auf den Einstieg in das Berufsleben vorbereitet. Außerdem wünsche ich uns, dass wir kreativer werden, in der Entwicklung von Studieninhalten oder in Formen der Wissensvermittlung. Wir sollten neue Wege ausprobieren. Auch sollten wir der Industrie mehr Impulse geben. Das ist das Pfund der Hochschule(n).

Der Hochschulrat

Der Hochschulrat trägt laut Landeshochschulgesetz (LHG) Verantwortung für die Entwicklung der Hochschule und schlägt Maßnahmen vor, die der Profilbildung und der Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen. Er beaufsichtigt die Geschäftsführung des Rektorats (§ 20 Abs. 1 LHG).

Ab dem 1. September 2009 engagieren sich drei neue Hochschulräte im Gremium: Dr. Stephanie Mair-Huydts, Geschäftsführerin von Mairdumont, Ostfildern, Dr. Jürgen Rautert, Vorstandsmitglied bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, und Professor Roland Kiefer vom Studiengang Medieninformatik der HdM.
Zur Pressemitteilung: "Neue Mitglieder im Hochschulrat der HdM"

 

VERÖFFENTLICHT AM

09. August 2009

KONTAKT

Kerstin Lauer
Pressesprecherin
Telefon0711 8923 2020
E-Mailpresse@hdm-stuttgart.de

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