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Hochschule der Medien

Junge Verlage – Neue Märkte

HdM-Absolventin präsentiert „Päng!“

In Zeiten, in denen Printprodukte immer schwieriger zu finanzieren sind, ist die Entscheidung, sich im Verlagswesen selbständig zu machen, ein mutiger Schritt. HdM-Absolventin Josephine Götz hat sich getraut. Welche Hürden es zu meistern galt, verriet sie am 24. April 2012 an der Hochschule.

Die Webseite zum Magazin

Die Webseite zum Magazin

In der elektronischen Ausgabe kann sich Appetit holen

In der elektronischen Ausgabe kann sich Appetit holen

Josephine Götz (2. von rechts) im Gespräch mit anderen Jung-Verlegern

Josephine Götz (2. von rechts) im Gespräch mit anderen Jung-Verlegern

Zahlreiche Besucher interessierten sich für die Produkte der Nachwuchs-Verleger

Zahlreiche Besucher interessierten sich für die Produkte der Nachwuchs-Verleger

„Endlich wieder draußen spielen" - das ist das Thema der ersten Ausgabe von „Päng!". Seit dem 4. April diesen Jahres ist das Magazin im gut sortierten Pressehandel erhältlich und Josephine Götz ist sichtlich stolz darauf, es so weit geschafft zu haben. Das Heft soll von nun an vierteljährlich erscheinen, jeweils mit einem zur Saison passenden Thema.

Von der Thesis zum Magazin

Die Idee zu „Päng!" entstand bereits 2009, „im Sommerurlaub", wie Josephine Götz erzählt. Und weil sie von ihrer Idee überzeugt war, machte sie das Heftkonzept zum Thema ihrer Bachelorarbeit. „Einfach war das nicht, eine Thesis muss ja wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Das ist bei so viel Praxisbezug nicht immer leicht. Danach stand fest, eine wissenschaftliche Karriere wird es nicht", berichtet sie.

Der Magazin-Idee ist sie jedoch treu geblieben und begann nach der Thesis mit der Umsetzung. Unzählige Arbeitsstunden später sind die ersten 12.000 Exemplre von „Päng!" gedruckt, ein Magazin für 20- bis 35-Jährige, die ganz bewusst zur Ruhe kommen und sich vom über technologisierten Alltag erholen wollen. Die Herausgeberin setzt dabei auf Print: „Wir verbringen so viel Zeit vor dem Bildschirm. Das Heft soll ganz bewusst eine Alternative dazu sein." Da ist es nur konsequent, dass in es in der ersten Ausgabe um Themen geht, die dazu ermutigen, sich zeitweise von der digitalen Welt zu verabschieden.

Eine Internetseite für „Päng!" gibt es natürlich. Aber ausschließlich dort zu publizieren kann sich die junge Herausgeberin nicht vorstellen. „Schließlich", so sagt sie, „geht es ja auch um das haptische Erleben
beim Lesen."

Vom Crowdfunding zum Printmillionär

Finanziert hat Josephine Götz das erste Heft durch einen Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Als klar wurde, dass das Geld nicht bis zum Druck der ersten Ausgabe reichen würde, stellte sie das Projekt auf der Crowdfunding-Plattform „VisionBakery" ein und konnte so zusätzliche 3300 Euro einnehmen. Künftig soll sich das Magazin aber über Anzeigen finanzieren. Von denen lässt Josephine Götz übrigens maximal zehn pro Heft zu, um eine höhere Aufmerksamkeit pro Anzeige zu gewährleisten. Trotz aller Schwierigkeiten, mit denen sie zu Beginn ihrer Verlegerinnenkarriere konfrontiert wurde, ist sich die HdM-Absolventin sicher: „In drei Jahren ist „Päng!" Printmillionär."

Die Veranstaltung „Junge Verlage - Neue Märkte" war eine Kooperationsveranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Hochschule der Medien, des everlab Region Stuttgart und des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschat des Bundes. Sie fand am 24. April 2012 an der Hochschule der Medien statt. Neben Josephine Götz mit „Päng!" stellten auch die Preisträger des Bundeswettbewerbes „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland" ihre Produkte vor: Rainer Häupl, Sabine Marinescu und Janina Poesch präsentierten PLOT - ein Fachmagazin für Inszenierung im Raum, Wolfram Bernhardt und Gabriel Gerlinger berichteten von agora 42, ein Magazin, dass die Zusammenhänge zwischen Philosophie und Makroökonomie erklären möchte.

Corinna Kübler

VERÖFFENTLICHT AM

26. April 2012

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