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Hochschule der Medien

Talente der Studenten, Teil 4

Kellerkanal: "Der Lacher vorm Schlafengehen"

Harald Schmidt war gestern: Jetzt gibt es "Kellerkanal", einen satirischen Rückblick auf das Geschehen in der Netzgemeinde. Gemacht wird die Web-Sendung von vier Studenten der Hochschule der Medien (HdM). Seit letztem Montag gibt es die neue Sendung auf der Video-Plattform YouTube zu sehen.

"Kellerkanal" ist eine Late-Night-Show von HdM-Studenten.

"Kellerkanal" ist eine Late-Night-Show von HdM-Studenten.

Zur Detailansicht Die Macher: Daniel, Florian, Nico und Simon (v.l.n.r.).

Die Macher: Daniel, Florian, Nico und Simon (v.l.n.r.).

Zur Detailansicht Die Requisiten und Kulissen haben die Studenten selbst gebaut.

Die Requisiten und Kulissen haben die Studenten selbst gebaut.

Zur Detailansicht Seit Montag gibt es die neue Folge und die neue Studio-Tasse.

Seit Montag gibt es die neue Folge und die neue Studio-Tasse.

Zur Detailansicht Gleich geblieben sind die Moderatoren: Daniel (links) und Nico (rechts).r.).

Gleich geblieben sind die Moderatoren: Daniel (links) und Nico (rechts).r.).

Zur Detailansicht Ein weiterer Ausschnitt aus der neuen Sendung, Fotos: Kellerkanal.

Ein weiterer Ausschnitt aus der neuen Sendung, Fotos: Kellerkanal.

Aus der Winterpause zurück, geht es für die Sendung "Kellerkanal" in die dritte Runde. Seit dem Frühjahr 2011 produzieren Daniel Lantelme (27 Jahre), Florian Huschitt (23 Jahre), Nico Roßmann (23 Jahre) und Simon Bauer (25 Jahre) die Online-Late-Night-Show. Im letzten Semester pausierten sie, um ihre Erfahrungen, die sie in ihrem Medienwirtschaftsstudium der HdM und bei "Kellerkanal" gesammelt haben, in ihren Praktika anzuwenden.

Wie sie vor über zwei Jahren auf den Namen "Kellerkanal" gekommen sind, wissen sie nicht mehr. "Die Initialzündung zur Web-Sendung kam während eines Kneipenabends. Wir hatten alle vorher schon Berührungen zum Fernsehen und hatten Lust weiterzumachen", sagt Daniel, der zum Beispiel bei den Kölner MMC-Studios war. Allerdings wollten die vier etwas Eigenes machen, etwas, in das "keiner reinredet", wie Nico betont.

Der Baumarkt-Marathon

An ihre erste Sendung können sich die Jungs noch gut erinnern: "Jeder wusste zwar, wie eine Kamera angeht, aber nicht, wie ein gutes Bild entsteht", sagt Florian. Heute weiß jeder genau, was er machen muss. Nico und Daniel sind hauptverantwortlich für Redaktion und Inhalt, während sich Florian und Simon vor allem um die Organisation kümmern.

Die ersten Utensilien für Requisiten und Kulissen kauften sie in einem dreistündigen Baumarkt-Marathon. Der handwerklich begabte Simon bastelte aus Spanplatten und einer reduzierten Küchenplatte den "Late-Night-Tresen" und peppte das Studio mit LED-Leuchtröhren auf. "Vom Preis-Leistungs-Verhältnis hergesehen sind wir gut weggekommen", sagt Daniel, "aber es sollte auch ein bisschen Trash sein und nicht wie in einem Loft aussehen."

Neuigkeiten für die Netzgemeinde

Die Indoor-Produktionen entstehen im Gebäude vom Verein Medienwerkstatt in Stuttgart-Neugereut. Etwa zehn Leute sind dann meist im Studio, die sich um Licht, Ton, Regie oder die Kameras kümmern. Wie in anderen Late-Night-Shows gibt es Stand-Up-Comedy und Einspieler zu sehen und meistens ist auch ein Gast da. Mit "Kellerkanal" wollen die Studenten die Netzgemeinde ebenfalls mit aktuellen Neuigkeiten informieren, die sie satirisch aufbereiten.

Die Einspieler sind meistens Außenproduktionen. Einen drehten sie zum Beispiel beim Airport-Festival. Dort wollten sie eigentlich einen nicht abgeholten Koffer ersteigern und während der Sendung auspacken. Doch als sie dort rumliefen und drehten, kamen sie beim Kinderschminken vorbei. "Auf dem Nach-Hause-Weg in der S- und U-Bahn haben mich noch nie so viele Mädels angelächelt", sagt Daniel, der damals ein pinkrosa-glitzerndes Gesicht bekam.

Die verschollene Show

Manche Ideen entstanden auch rein zufällig, wie der Dreh in der Endstation der Stuttgarter S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße. Als Daniel einmal zufällig in der Bahn eingeschlafen und dann im Dunkeln aufgewacht ist, drehte das Team später eine romantische Dinner-Version auf einer gleichen Fahrt. Allerdings lief bei den Produktionen nicht immer alles glatt. Daniel erinnert an die "verschollene Show", die nie ausgestrahlt wurde. An dem Tag funktionierte nichts, die Technik streikte, das Licht fiel aus und es wurde ein Einspieler angesagt, der nie produziert wurde. Alle haben sich gezofft, aber danach auch wieder vertragen.

Manche Drehtage sind anstrengend. Besonders wenn sie im Studio arbeiten, müssen sie sehr auf die Zeit achten. Spätestens um Mitternacht müssen die Jungs wieder los, um die letzte Bahn nach Hause zu erwischen. Trotzdem haben sie an manchen Abenden zwei Sendungen am Stück gedreht. "Sowas hält man dann nur mit Bier aus", sagt Nico. Deshalb stehen im Studio oft auch Bierdosen rum, wie in vielen Sendungen zu sehen ist. Ab der neuen "Kellerkanal"-Staffel wird das aber anders. Das Team hat sich eine Tasse gekauft. "Die fünf Euro haben wir uns gegönnt, da füllen wir dann das Bier rein", so Nico.

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Franziska Böhl

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