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Hochschule der Medien

Filmprojekt

Mit Herzblut und Mundpropaganda

Andreas Schmidbauer, Student der Audiovisuellen Medien an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, hat neben seinem Studium den Mundartfilm "Hinterdupfing" gedreht. Nach einem erfolgreichen Kinostart in Bayern läuft die Komödie auch in Baden-Württemberg und Österreich an.

Das Kinoplakat zu "Hinterdupfing", Foto: Schmidbauer Film
Bereits 2003 drehte Andreas Schmidbauer mit einem Team aus Freunden und Bekannten einen Film, der in den bayrischen Kinos lief. "Da die Resonanz so gut war, wollten wir noch einen zweiten Film machen", erzählt er. Entstanden ist "Hinterdupfing" an vielen Wochenenden während seines Praxissemesters in seiner Heimat am Chiemsee - in Eigenregie und ohne Fördermittel. Die Postproduktion des Films, bei der ihn drei Kommilitonen aus seinem Studiengang Audiovisuelle Medien unterstützten, fand in Stuttgart statt: Roman Rehausen war für den Tonschnitt verantwortlich, Sabrina Gaber kümmerte sich um das Color Grading und Andreas Engelhardt war als Workflow-Berater und VFX-Supervisor tätig. Die Idee zum Film wurde an einem Abend geboren, als er sich mit Freunden einen Horrorfilm ansah: "Wir haben uns überlegt, dass es doch witzig wäre, wenn aus dem typischen Anfang eines Horrorfilms eine bayrische Mundartkomödie werden würde."

Die Geschichte von "Hinterdupfing" ist schnell erzählt: Urlauber stranden ungewollt im gleichnamigen Provinzkaff und stellen das Dorf gehörig auf den Kopf. Dadurch kommt der Dorfjugend die Idee, den örtlichen Tourismus mit unlauteren Mitteln anzukurbeln und immer mehr Touristen anzulocken, um die wirtschaftliche Situation in Hinterdupfing zu verbessern. Natürlich ist Chaos vorprogrammiert.

Heimatgefühle im Film rüberbringen

Besonders wichtig war es den Machern um Andreas Schmidbauer, einen Film mit großem Identifikationspotenzial zu schaffen und durch den bayrischen Dialekt, der im Film gesprochen wird, Heimatgefühle zu vermitteln. In Bayern kam "Hinterdupfing" super an - das Publikum lobte die ehrliche und natürliche Art des Films und spürte die Leidenschaft, die in der Produktion steckt. Die Darsteller sind Originale, gecastet wurde direkt am Chiemsee von regionalen Theaterbühnen. Aber auch bekannte Schauspieler sind in "Hinterdupfing" zu sehen, wie beispielsweise "Rosenheim-Cops" Darsteller Markus Böker.

Liebe zur Kamera von Kindesbeinen an

Andreas Schmidbauer schreibt gerade seine Bachelorarbeit.
Schon seit seiner Kindheit hat Andreas Schmidbauer mit Kameras hantiert - am Medium Film begeistern ihn vor allem die technischen Aspekte der Umsetzung. Deshalb hat der 24-Jährige Audiovisuelle Medien an der HdM studiert. "Mein Schwerpunkt lag während des Studiums auf der Stereoskopie, doch durch 'Hinterdupfing' bin ich in eine ganz andere Sparte geraten", lacht er. Schmidbauer führte beim Film Regie, gerade schreibt er seine Bachelorarbeit zum Thema "Der bayerische Dialekt- und Heimatfilm", die die Dokumentation des Films bildet. Der Praxisteil der Arbeit beinhaltet die Auswertung des Verleihs und der Distribution von "Hinterdupfing", um die er sich gerade intensiv kümmert. "Ich habe den Verleih gegründet, mache das Marketing, die Pressearbeit und die Auswertung. Dadurch lerne ich unheimlich viel." Betreut wird seine Bachelorarbeit von Boris Michalski, Professor im Studiengang Audiovisuelle Medien, und Prof. Dr. Eva Stadler aus dem Studiengang Medienwirtschaft.

Schmidbauer und das Team von "Hinterdupfing" hätten mit dem Erfolg und den Besucherzahlen, die der Film in Bayern bereits verbuchen konnte, nicht gerechnet: "Daher ist es um so spannender zu sehen, wie 'Hinterdupfing' in Baden-Württemberg ankommen wird."

"Hinterdupfing" läuft ab dem 10. Juli 2014 in den Stuttgarter Innenstadtkinos.

 

 

 

Kristina Simic

VERÖFFENTLICHT AM

10. Juli 2014

KONTAKT

Andreas Schmidbauer
Telefon01577 426 4496
E-Mailas191@hdm-stuttgart.de

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