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Hochschule der Medien

CONMEDIA 2016

Pflichten in der Demokratie

Am Mittwoch, den 20. Januar 2016, wurde von Studenten der Hochschule der Medien (HdM) zum 15. Mal die CONMEDIA veranstaltet. Unter dem Titel "KREUZWEISE WÄHLBAR" gingen die Studenten im Wizemann in Stuttgart diesmal der Frage nach, ob die Demokratie in Deutschland aktuell gefährdet sei. Neben drei Diskussionsrunden und multimedialen Beiträgen, wurde auch das Publikum zum Thema befragt und schließlich zur Teilnahme an den Landtagswahlen am 13. März 2016 aufgerufen.

CONMEDIA 2016
(Fotos: Alexandra Seidel)

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Zur Detailansicht Moderatorin Jaqueline Haller unterhält sich mit Sandra Fink und Mursal Rasekh vom Clara-Grunwald Kindergarten in Leonberg.

Moderatorin Jaqueline Haller unterhält sich mit Sandra Fink und Mursal Rasekh vom Clara-Grunwald Kindergarten in Leonberg.

Zur Detailansicht Zu Gast waren auch Prof. Dr. Tobias Keber von der HdM (mittig, links) und der Journalist Bastian Brauns (mittig, rechts). Fotos: Alexandra Seidel.

Zu Gast waren auch Prof. Dr. Tobias Keber von der HdM (mittig, links) und der Journalist Bastian Brauns (mittig, rechts). Fotos: Alexandra Seidel.

Im Vordergrund der Veranstaltung stand die Notwendigkeit, das demokratische System und die demokratischen Werte in Deutschland zu schützen. Im einleitenden Videobeitrag bot Dr. Thomas Schnabel, Leiter des Hauses der Geschichte in Stuttgart, einen Rundgang durch seine Einrichtung und beschrieb, wie die Demokratie in Deutschland in den 1930er Jahren mit Beginn des Nationalsozialismus ohne Massenprotest verschwand. "Ist denn wirklich die große Masse der Menschen bereit, für so etwas Abstraktes wie Demokratie auf die Straße zu gehen?", fragte sich Schnabel dabei.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde zunächst das Thema Chancengleichheit thematisiert. Simone Hübener, Pressesprecherin des Studierendenwerks Stuttgart, erklärte, wie die Bürger in einer Demokratie nicht nur ein Recht auf Gleichberechtigung hätten, sondern auch Pflichten erfüllen müssten: Durch die Teilnahme an Wahlen und ehrenamtliches Engagement solle die Demokratie bewahrt werden. Ihr Diskussionspartner Dr. Daniel Opalka, Mentor bei der "Initiative Arbeiterkind", unterstrich die weiterhin bestehende Chancenungleichheit zwischen Arbeiter- und Akademikerkindern in der Aufnahme für ein Studium.

Die Pflicht der Medien als vierte Gewalt

Der zweite Teil der Veranstaltung drehte sich um die "Flüchtlingsfrage", die bei den Bürgern immer mehr Angst vor Fremden aufkommen lasse und somit die Demokratie in Deutschland auf die Probe stelle, wie die Moderatoren der Veranstaltung - Fabian Sauer und Jaqueline Haller vom Institut für Moderation (IMO) der HdM - bemerkten. Dass das Zusammentreffen mit einem Fremden eine große Bereicherung darstellen kann, bewiesen die Gäste Sandra Fink, Leiterin des Clara-Grunwald-Kindergartens in Leonberg, und die 25-jährige Mursal Rasekh, die vor einem Jahr aus Afghanistan nach Deutschland flüchtete. Die junge Afghanin arbeitet ehrenamtlich bei Sandra Fink im Kindergarten. "Es ist schön, eine andere Kultur zu entdecken und zu sehen, wie wir beide stetig voneinander lernen", so die Leiterin.

Inwiefern die Medien mit der ihnen vorgeworfenen "einseitigen Berichterstattung" zum Thema Flüchtlinge ihre Pflichten gegenüber der Demokratie erfüllten, wurde in der dritten Diskussionsrunde besprochen. Zu Gast war Bastian Brauns von der Journalistengemeinschaft "Kill Your Darlings", die den sogenannten "Pressekompass" entwickelt hat, ein Instrument, das die politische Einstellung von Medien analysiert. "Wir haben eine Medienvielfalt, die sich sehen lassen kann", bestätigt der Journalist. Sein Diskussionspartner Prof. Dr. Tobias Keber von der HdM betonte dabei die Unerlässlichkeit eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einer Demokratie und die Pflichten, die dieser zu erfüllen hätte: Die Bürger bestmöglich neutral zu informieren und es ihnen somit zu ermöglichen, sich selbstständig eine kritische Meinung zu bilden. Nur so könnten die Bürger wiederum ihre Rolle im demokratischen Staat richtig erfüllen und fähig sein, ihr Wahlrecht auszuüben.

Demokratie bedeutet, wählen zu können und diese Möglichkeit auch wahrzunehmen. So riefen die beiden Moderatoren das Publikum auf, am 13. März 2016 an den Landtagswahlen in Baden-Württemberg teilzunehmen und ihr Kreuz zu setzen. "Denn es ist mehr als nur ein Kreuz", so die Hauptaussage der Veranstaltung.

 

Alexandra Seidel

VERÖFFENTLICHT AM

21. Januar 2016

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