DE | EN

Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Forschungscampus ARENA2036

Mobilität und Produktion der Zukunft mit Medien

Für den Forschungscampus ARENA2036 hat die Universität Stuttgart mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eine der modernsten und größten Forschungsfabriken der Welt für Produktion und Mobilität gebaut. In den Forschungsbereichen Produktion und Arbeit sowie Mobilität der Zukunft im Kontext der Digitalisierung entstehen neue Ideen für wissenschaftlich-technologische Spitzenentwicklungen von übermorgen. Die Hochschule der Medien (HdM) zählt zu den Partnern.

Fünf Jahre nach der Gründung präsentierte ARENA2036 auf der zweitägigen Veranstaltung "überMORGEN" die bisher erzielten Ergebnisse und Visionen (Foto: ARENA2036, Max Kovalenko)

Fünf Jahre nach der Gründung präsentierte ARENA2036 auf der zweitägigen Veranstaltung "überMORGEN" die bisher erzielten Ergebnisse und Visionen (Foto: ARENA2036, Max Kovalenko)

Der Forschungscampus ARENA2036 hat sich im Kontext der Digitalisierung in der Automobilindustrie zu einem Leuchtturm für die Themen Produktion und Arbeit sowie Mobilität der Zukunft entwickelt. "Als neuer Partner will die HdM mit Medien als Enabler für vielfältige Innovationen die Digitalisierung und Mobilität der Zukunft gestalten", erklärt Prof. Dr. Nils Högsdal, Prorektor für Innovation an der HdM. Zu den Kompetenzen der Medienhochschule zählten Themen wie "Interaction Design und User Experience", "rechtliche und ethische Fragestellungen der Digitalisierung", "Big Data, Künstliche Intelligenz und Machine Learning", "Augmented und Virtual Realility", "Gamification und mobile Anwendungen" aber auch "Gedruckte Elektronik" sowie "Entrepreneurship und innovative Geschäftsmodelle", so Högsdal.

HdM-Projekt "FlexCar"

Die HdM plant in der ARENA2036 unter anderem das Projekt "FlexCAR". Darin untersucht Prof. Dr. Ansgar Gerlicher, Leiter des Instituts für Mobilität und Digitale Innovation (http://modi.institute) neuartige Interaktionskonzepte. Technologien wie AR und VR, mobile Anwendungen (Apps) und Wearables sollen auf ihre möglichen Einsatzfelder und Funktionen im Rahmen eines nutzerzentrierten Entwicklungsprozesses untersucht werden. "Geplant ist, in den nächsten fünf Jahren Ansätze zu entwickeln, die mit minimalem Sensorikaufwand mobile Applikationen ermöglichen" erklärt Gerlicher. Im Vordergrund soll ein ganzheitlicher Experience Design Ansatz stehen, also vor, während und nach der Fahrt, sowie eine nutzungszentrierte und adaptive Schnittstelle - zuhause, in der Garage oder während der Fahrt. Denn die Automatisierung des Fahrens verändert die Nutzung von Fahrzeugen disruptiv. Sie werden öfter geteilt genutzt und die Hersteller werden sich mehr über die flexiblen Möglichkeiten der Nutzung der Fahrzeuge differenzieren, so Gerlicher. Auch gebe es viele ungeklärte Fragen, die insbesondere bei autonomen, geteilten Fahrzeugen bestehen und untersucht werden sollen.

Präsentation bisheriger Ergebnisse

Rund ein Jahr nach Bezug des modernen Gebäudekomplexes und gut fünf Jahre nach der Gründung präsentierte ARENA2036 auf der zweitägigen Veranstaltung "überMORGEN" am 22. Februar 2018 die bisher erzielten Ergebnisse und Visionen: Auf Einladung von Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, und Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, diskutierten Politiker, Vertreter der Automobilindustrie und der Wissenschaft mit Experten verschiedener Disziplinen über die Produktion und Mobilität der Zukunft. Dazu gehörten unter anderem Günther H. Oettinger, EU-Kommissar Haushalt und Personal, Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Dr. Michael Bolle, Leiter der Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH, und Bernd Becker, Chief Technology Strategist des Automobilzulieferers FARO. Am zweiten Tag, dem 23. Februar, ist die Ausstellung in der Forschungsfabrik ab 11 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die ARENA2036

In der ARENA2036 vereinen 31 Partner unter einem Dach auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart wissenschaftliche Grundlagenforschung mit industrieller Anwendung. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern arbeiten sie an vorwettbewerblichen Lösungen, die jeder Partner für eigene Anwendungen weiter nutzen kann. Das Zusammenspiel unterschiedlichster Disziplinen und Kompetenzen schafft Freiraum für innovative Ideen. Etwa 90 Forschungsvorhaben wurden bereits initiiert.

ARENA2036 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen" gefördert. Das BMBF unterstützt den Forschungscampus mit bis zu zwei Millionen Euro jährlich über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren.

VERÖFFENTLICHT AM

23. Februar 2018

KONTAKT

Prof. Dr. Nils Högsdal

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2003
0711 8923-2725

E-Mail: hoegsdal@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Ansgar Gerlicher

Mobile Medien

Telefon: 0711 8923-2788

E-Mail: gerlicher@hdm-stuttgart.de

ARCHIV

Forschung
WAS DENKEN SIE DARÜBER?


Verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren