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Hochschule der Medien

Parken auf dem Campus Vaihingen

Viele offene Fragen

Das Parken auf landeseigenen Stellplätzen soll künftig kostenpflichtig werden. Das gilt auch für die Parkplätze auf dem Campusgelände in Stuttgart-Vaihingen, wo die Hochschule der Medien (HdM), die Universität Stuttgart, die Fraunhofer Gesellschaft und weitere Partner angesiedelt sind. Dauerkarten für 25 Euro pro Monat sind geplant. Voraussichtlich zum Wintersemester 2020/2021 soll das Parkraummanagement eingeführt werden.

Anfang Dezember fand an der HdM eine Informationsveranstaltung statt

Anfang Dezember fand an der HdM eine Informationsveranstaltung statt

Der Parkplatz soll bebaut werden

Der Parkplatz soll bebaut werden

Die Anzahl der Parkmöglichkeiten ist endlich

Die Anzahl der Parkmöglichkeiten ist endlich

Studierende, Mitarbeiter und Professoren haben an der Infoveranstaltung teilgenommen

Studierende, Mitarbeiter und Professoren haben an der Infoveranstaltung teilgenommen

Viele Fragen blieben offen

Viele Fragen blieben offen

Deshalb hatten die Verfasste Studierendenschaft (VS), der Personalrat und der Rektor der HdM zu einer Informationsveranstaltung Anfang Dezember an die Hochschule eingeladen. Teilgenommen haben Vertreter des Universitätsbauamts Stuttgart-Hohenheim, des Bezirksbeirats Vaihingen und der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg (PBW), die Bewirtschaftung der Parkplätze übernimmt.

Den Dialog suchen

Die Nachricht von der geplanten Parkraumbewirtschaftung ist nicht mehr ganz neu. Bereits zu Jahresanfang hatte der Sender Stuggi TV über die kommenden Gebühren für Campus-Stellplätze auf Beschluss des Ministerrats im März  berichtet. Auch die Stuttgarter Tageszeitungen hatten das Thema aufgegriffen. Inzwischen treibt es Studierende, Mitarbeiter und Dozenten um. HdM-Rektor Prof. Dr. Alexander W. Roos war es daher ein Anliegen, sich zum Stand der Dinge auszutauschen. Er befürchtet Standortnachteile für die Hochschule und warnt vor einer möglichen Spaltung. "Wir müssen frühzeitig den Dialog suchen", so Roos.

Bauarbeiten und Ausweichparkplatz

Zu Beginn der Informationsveranstaltung wurde klargestellt, dass die Parkplätze auf dem Campus dem Land gehören und nicht den einzelnen Einrichtungen zugewiesen sind. Auch gebe es aktuell auf dem ganzen Gelände leicht mehr Parkplätze als baurechtlich notwendig seien. Daneben hätten Einrichtungen wie etwa die Fraunhofer Gesellschaft (FHG) auf dem Campus ein Erbbaurecht, das Baumaßnahmen gestatte, aber auch die Verpflichtung umfasse, Parkraum zu schaffen. Die FHG plant unter anderem, den von der HdM aktuell genutzten Parkplatz in der Nobelstraße 10 (gegenüber vom "Würfel") zu bebauen, inklusive Tiefgarage. Baubeginn soll laut Unibauamtsleiterin Sybille Müller 2020 sein. Vor Start der Arbeiten soll an anderer Stelle, neben den Studierendenwohnheimen in der Nobelstraße, ein Ausweichparkplatz geschaffen werden - mit der ähnlichen Anzahl von Stellplätzen. Dafür werde ein Teil der grünen Wiese geschottert, auf der auch noch ein Interimsgebäude Platz finden muss. In dieses sollen die Mitarbeiter und Professoren aus der Nobelstraße 10 während der fälligen Brandschutzbaumaßnahmen unterkommen, die voraussichtlich zur gleichen Zeit umgesetzt werden. Der Ersatzparkplatz wird voraussichtlich mit einer Schranke versehen werden.

Parkhausbau ab 2024

Seit 2016 gibt es einen Masterplan der Landeshauptstadt für den Campus. Er umfasst unter anderem ein Mobilitätskonzept mit dem Ziel, dass weniger Menschen das Auto nutzen und auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen. In dem Masterplan sei auch ein gewisser "Parkierungsdruck" ermittelt worden und die Einrichtung von Parkhäusern mit 500 Plätzen an den Einfallstoren des Campus empfohlen. Baubeginn soll hier 2024 sein. Klar sei auch, dass es aufgrund der Begrenzung des Campus-Areals eine Innenentwicklung erfolgen müsse, erläutert Sybille Müller.

In einem Ideenwettbewerb zu Mobilitätskonzepten für einen emissionsfreien Campus, ausgelobt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes, konnten bis Mitte Mai 2018 Anträge eingereicht werden. Daran hat sich die Universität Stuttgart für den Standort Vaihingen beteiligt. Zu den Ideen zählt laut Medienberichten unter anderem die Einrichtung von Mobilitätsplattformen, an denen Fahrräder, E-Bikes, aber auch öffentliche E-Shuttles angeboten werden. Verwirklicht werden soll das Vorhaben im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA), die bis 2027 in Stuttgart und der Region laufen wird. Eine Entscheidung in dem Wettbewerb steht im Herbst 2019 an. "An dieser Stelle passen einige Elemente nicht zusammen. Da sind viele Fragen offen", stellt Rektor Roos fest. Die Parkraumbewirtschaftung soll 2020 erfolgen, auch Bauprojekte starten. Parkhäuser sollen aber erst vier Jahre später auf einem möglicherweise autofreien Campus entstehen. Roos spricht sich dafür aus, den öffentlichen Nahverkehr zum Campus zu verbessern sowie Radwege und Fahrradständer zu bauen. Auch könne eine Beschilderung oder ein Leitsystem den Parksuchverkehr verringern. Die Zahl der Pendler könne aber nur durch günstigen Wohnraum und eine ausreichende Anzahl von Plätzen in Studierendenwohnheimen verringert werden.

Senatsausschuss eingerichtet

Ulrich Bayer vom Bezirksbeirat Vaihingen wies auf die erhebliche Nachverdichtung auf dem Campus und im benachbarten Stuttgarter Engineering Park STEP sowie den damit verbundenen Verkehr hin. Die Anzahl der Parkplätze sei endlich. Er befürchtet einen Verdrängungswettbewerb, da die aktuelle Parksituation durch "Ausweich- und Mallorca-Parker" ohnehin schon heikel sei. Anwohner wünschten sich ein städtisches Parkraummanagement (Anwohnerparken). Gerhard Hruby von der PBW sprach von offiziell 3024 Stellplätzen auf dem Campus, von denen der HdM 274 zugeordnet seien. Die übrigen entfielen auf die Universität und das Studierendenwerk. Nicht einberechnet seien öffentliche Parkplätze an den Straßen. Das Vergabeverfahren für die Dauerkarten von Hochschulangehörigen stünde noch nicht fest. Dem Personalrat der HdM ist ein Gespräch über einen Verteilschlüssel für alle Statusgruppen ein Anliegen. Der Senat der HdM hatte bereits Ende November entschieden, einen Ausschuss zur Parksituation einzurichten. Darin ist unter anderem die VS der HdM vertreten, die sich den Verfassten Studierendenschaften der anderen Hochschulen austauschen will, um die Interessen der Studierenden gemeinsam zu vertreten.

VERÖFFENTLICHT AM

20. Dezember 2018

KONTAKT

Prof. Dr. Alexander W. Roos

Rektorat

Telefon: 0711 8923-2004

E-Mail: roos@hdm-stuttgart.de

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