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Hochschule der Medien

Die Alumni der HdM, Teil 67

Des Entstehungsgeschichte des "Grafikhelden"

Seinen Bachelorabschluss hat der Preiseinsammler im Studiengang Informationsdesign an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) abgeschlossen. Danach folgte der Weg in die Selbstständigkeit. Mit seinem Designstudio "Grafikhelden" hat Arne Claußen das älteste Buch der Welt - die Bibel - für junge Menschen neu designed. Die Folge: der renommierte reddot-Award in der Kategorie "Communication Design“. Der HdM ist Claußen als Dozent verbunden.

Arne Claußen ist Geschäftsführer des Designstudios "Grafikhelden", Foto: Arne Claußen

Arne Claußen ist Geschäftsführer des Designstudios "Grafikhelden", Foto: Arne Claußen

Von den Sofas in dem alten HdM-Gebäude an der Wolframstraße in Stuttgart hoch bis nach Herrenberg zu dem eigenen Designstudio - das sind zwei sehr wichtige Stationen in der Karriere-Entwicklung des Informationsdesigners. Arne Claußen ist heute den größten Teil seines Arbeitstages als "Grafikheld" unterwegs, ganz nach dem Motto seines Unternehmens, in dem er als Geschäftsführer tätig ist. Er arbeitet an Websites, Corporate Designs und vielen anderen Projekten. Eben dort, wo Medienverständnis und ein gewisses Talent im Bereich Design gebraucht wird. Damals war er noch als Student an der HdM eingeschrieben, spielte mit seiner Band nebenher Konzerte oder arbeitete als Freelancer. Heute ist er ebenfalls ab und zu in der HdM unterwegs und hält im Seminar "Darstellungstechniken digital" Vorlesungen über das, was er am besten kann: Designen.  

 

Alumni Sprechstunde mit...

Name: Arne Claußen

Alter: 39

Studiengang an der HdM: Informationsdesign

Jahr des Studienabschlusses: 2012

Thema der Abschlussarbeit: Corporate Design

Berufsbezeichnung: Geschäftsführer / Informationsdesigner

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?

Arne Claußen: Ist ja schon eine ganze Weile her, aber an was ich mich noch erinnern kann ist, dass es nicht besonders aufregend war. Grund dafür war eben, dass ich mit nur wenigen aus meinem Studiengang in der regulären Studienzeit abgeschlossen hatte. Das ware damals noch sechs Semester. Somit waren viele der treuen Begleiter an dem Tag der Abschlussfeier nicht anwesend. Alle waren in der ganzen Welt zerstreut, zum Beispiel im Auslandssemester. Dennoch war es ein großartiges Gefühl, es geschafft zu haben, auch wenn es keine riesige Party gab.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?

Arne Claußen: Sagen wir es mal so: Ich musste mich erstmal mich daran gewöhnen, wieder meine Zeit neu einzuteilen und vor allem nach der sehr ausgefüllten Zeit runterzufahren. Während meines Studiums lief noch vieles nebenher. Zu der Zeit war ich mit einer eigenen Band unterwegs, hatte viele Konzerte, habe nebenher als Freelancer gearbeitet und so mein Studium und meine Familie (verheiratet, zwei kleine Kinder) versorgt. Nach dem Studium habe ich ganz kräftig runter gefahren und bin dann auch aus der Band ausgestiegen. Und dann habe ich mich erstmal neu sortiert.

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?

Arne Claußen: Auf den Sofas im Aufenthaltsraum in der guten alten Wolframstraße, und im dortigen Design-Center.

HdM: Wie sieht Ihr heutiger Arbeitsplatz aus?

Arne Claußen: Ein MacBook Pro, ein externer Bildschirm, eine Maus, eine Tastatur, ein Smartphone, ein iPad und ein Telefon. Ach ja, und einen Luxus-Schreibtisch, den man elektrisch in der Höhe verstellen kann. Ergonomie sag' ich da nur. Alles in einem schönen Neubau und gemütlichen Räumen.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?

Arne Claußen: Mit einer langen Anfahrt von Herrenberg nach Stuttgart in die Wolframstraße. Ich glaube, in dieser Zeit habe ich unglaublich viele Menschen ausgiebig beobachten können. Dann erstmal seine Leute und den richtigen Raum finden und langsam gedanklich in die Vorlesung einsteigen.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?

Arne Claußen: Erstmal in Ruhe das System hochfahren, Mails und Anrufe checken, den Kollegen/Mitstreiter begrüßen und mir einen Überblick verschaffen, was anliegt. Ganz wichtig ist es, sich auch kreative Pausen zu gönnen. Wenn es einmal an einem Tag nicht so sprudelt, dann ist bestimmt der nächste Tag wieder besser. Sich dies einzugestehen, fällt mir auch heute noch schwer. Aber ich arbeite dran, mehr Ruhe und Geduld mit mir zu haben.

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?

Arne Claußen: Das war in erster Linie Prof. Dr. Jörg Westbomke. Ein wirklich super Prof mit ganz viel Witz und Fachwissen. Zudem setzt er sich stark für die Studis ein. Er hat immer noch meinen ganzen Respekt verdient, vor allem wenn es um Vorlesungen ging, bei denen nur wenige zugehört haben, es recht laut zuging und er dennoch seinen Stoff voll durchgezogen hat, ohne sich beirren zu lassen. Und das weiß ich umso besser, seitdem ich selbst an der HdM als Dozent tätig bin.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?

Arne Claußen: Ich weiß nicht mehr genau, wie die Vorlesung hieß, aber es war das Video-Projekt. Es ging darum, einen eigenen Film zu drehen. Es war ein unglaublicher Zusammenhalt innerhalb der Gruppe während dieses langen und aufwändigen Projektes. Das habe ich sehr schätzen gelernt: Gemeinsam so stark und verbunden an einem Projekt zu arbeiten, mit super Leuten und unterschiedlichen Stärken und Fachwissen. Und sehr spaßig war es dann auch noch.

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?

Arne Claußen: Für mich hat soweit alles gestimmt. Vielleicht hätte ich noch andere Vorlesungen besuchen können. Aber an sich hat alles von den Inhalten gut zu mir gepasst. Es war eine sehr bereichernde Zeit für mich, und ich habe sehr von der HdM und dem Informationsdesignstudium profitiert. Bis heute.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?

Arne Claußen: An den "Grafikhelden", die Unternehmung weiter nach vorne zu bringen. Dann - na klar - an unterschiedlichen Projekten, wie Websites, Corporate Designs oder Kinderzeitschriften. Und aktuell findet man mich eben an der HdM im Seminar Darstellungstechniken digital.

Christopher Müller

VERÖFFENTLICHT AM

24. Januar 2019

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