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Studie

Radio ist eine Stimmungsbombe

Die Stimmung beim Radiohören ist im Vergleich zur Nutzung anderer Medien mit Abstand am positivsten. Durch seine Nähe zu den Hörerinnen und Hörern ist das Radio ein Vermittler von Lebensfreude und das Vertrauensmedium Nummer eins. Zu diesem Ergebnis kam die Studie "Media Feeling – Media Reach" von Audioeffekt, der gemeinsamen Initiative von AS&S und RMS in Kooperation mit der Radiozentrale.

Radio bringt gute Laune. Foto: unsplash

Radio bringt gute Laune. Foto: unsplash

Radio wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und hat sich seither als konstant reichweitenstarkes Massenmedium in der deutschen Medienlandschaft etabliert. Die aktuelle Studie "Media Feeling - Media Reach" zeigt nun, dass die hohe Reichweite beim Radio auf dessen Gute-Laune-Faktor zurückzuführen ist. Anfang Februar wurden hierfür in einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung die Stimmungslagen von Rezipienten für bestimmte Konsumsituationen der unterschiedlichen Mediengattungen ermittelt.

Massenphänomen Audio

Fast alle Deutschen drehen regelmäßig das Radio auf. Stolze 53 Millionen Deutsche empfangen täglich im Schnitt vier Stunden lang klassisches UKW-Radio. Die Studie zeigt, dass Radiohörer kaum andere Medien nebenbei nutzen. Besonders oft läuft das Radio beim Autofahren, aber auch in den eigenen vier Wänden ist Hörfunk beliebt.

Vertrauenswürdiger und unverzichtbarer Alltagsbegleiter

Radio ist das präferierte Medium bei konzentrierter Arbeit. Außerdem dient es zur Entspannung und Information. Ausschlaggebend für die Beliebtheit von Audio ist die Nähe und Vertrautheit, die Radio schafft. Nach dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen genießt das Medium Radio das höchste Vertrauen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen belegt Radio im intermedialen Vergleich den Spitzenplatz.

In puncto Unverzichtbarkeit sticht das Radio im Vergleich zu allen anderen Medien stark hervor. Für 52 Prozent der Befragten ist Radio ein unverzichtbarer täglicher Begleiter. Vielen Menschen hilft das Hörfunk-Programm dabei, sich nicht alleine zu fühlen. So besteht Grund zur Annahme, dass dieser Wert aufgrund der Corona-Pandemie aktuell noch viel höher ausfällt.

Der Gute-Laune-Garant

Audio wird im Medienvergleich in der positivsten emotionalen Grundstimmung konsumiert. Dabei schneidet analoges Radio besser ab als die digitalen Audiomedien. Radio-Hörerinnen und Hörer sind emotional besonders stark mit diesem Medium verbunden, sind bereits positiv gestimmt oder bekommen durch das Zuhören gute Laune. Sie haben deshalb eine positive Verbundenheit zum Radio. Das gilt sowohl für das Medium insgesamt, als auch für dessen Inhalte - ganz gleich ob Redaktion oder Werbung.

Besonders die Emotionen "Balance", "Lust/Genuss" und "Spiel/Freude" treten bei der Radio-Nutzung in den Vordergrund. Zu den Top Assoziationen von analogem Audio zählen "Harmonie" und "herzlich". Bei digitalem Audio punkten "Spaß" und "gutes Gefühl". Keine der anderen Medien-Kategorien weist ein ähnlich scharf konturiertes emotionales Profil auf. Bei den Printmedien dominieren beispielsweise Attribute wie "seriös" und "kompetent".

Auditiver Mood-Booster als Werbeplattform

Messungen mit einem Stimmungsbarometer haben ergeben: Die positive Stimmung beim Hören von Audio ist den gesamten Tag über kontinuierlich auf hohem Niveau. Beim Fernsehen sinkt daneben die Stimmung am Abend zur TV Primetime auf eine sehr gedämpfte Grundstimmung ab. Der stimmungshebende Einfluss macht Radio zum optimalen Werbeträger mit Wohlfühlatmosphäre. Radio geht nicht nur ins Ohr und bleibt im Kopf, sondern berührt und wirkt.

Quelle:
Studie "Media Feeling - Media Reach"

Kathrin Haas

VERÖFFENTLICHT AM

18. Mai 2020

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