HdM-Gründungsteam bietet digitale Wahlhilfe für Stuttgart

VOTO ist als App und im Webbrowser nutzbar (Foto: VOTO)
VOTO ist als App und im Webbrowser nutzbar (Foto: VOTO)

Seit dem 26. August 2021 können die Wählerinnen und Wähler ihre Positionen mit denen der antretenden Parteien und Kandidaten in Stuttgart für den Bundestag vergleichen. Ein Gründungsteam der Hochschule der Medien (HdM) - darunter ein Absolvent des Studiengangs Mobile Medien - bietet ihnen dafür eine politisch neutrale Online-Wahlhilfe mit besserem Zugang zu Informationen an: VOTO.

VOTO funktioniert ähnlich wie der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung: Kandidierende geben in VOTO ihre Informationen und Meinungen zu Themen ein. Wählerinnen und Wähler kennzeichnen dann ihre Meinungen zu den gleichen Themen und informieren sich so über die Haltung der Parteien und der Kandidaten. Im Ergebnis können die Bürgerinnen und Bürger sehen, welche Partei und welche Kandidierenden ihnen am nächsten stehen.

Kooperation mit Gemeinden und Jugendorganisationen

Durch das Anbieten von komprimierten und relevanten Informationen wird es Wählenden leichtgemacht, sich über aktuelle Debatten und die Positionen der Akteure zu informieren. Die Wahlwahrscheinlichkeit von Nutzern wird so erheblich erhöht, finden die Gründer von VOTO Julius Oblong, Steffen Schuldis und Simon Strobel.

Anders als der Wahl-O-Mat bietet VOTO allen Kandidaten die Möglichkeit, ein Profil anzulegen und so für sich und die Wahl zu werben. Personenwahlen und Listenwahlen können abgedeckt werden. VOTO ist auf Bundes- und Landesebene verfügbar sowie für jeden einzelnen Wahlkreis. "Die Kombination aus überregionalen und spezifisch auf die Kommune zugeschnittenen Inhalten ist das Besondere an VOTO", so die Gründer. Dies habe VOTO durch Kooperationen mit einzelnen Gemeinden und Jugendorganisationen erreicht, die an der Erstellung der Thesen beteiligt waren. "Für uns war es besonders wichtig, dass sich auch junge Menschen an VOTO beteiligen und ihre Themen sichtbar machen", erklärt Steffen Schuldis.

Vergleich der Kandidierenden

Nachdem VOTO bereits bei Kommunalwahlen in Hessen und Niedersachsen mit über 80.000 Wählerinnen und Wählern im Einsatz war, folgt nun der nächste Schritt: Für die Wahlkreise I und II in Stuttgart hilft der Wahlhelfer, die Direktkandidaten miteinander zu vergleichen. "Wählerinnen und Wähler schauen auf Parteien und auf die Personen. Diesen Inhalten zuordnen zu können, ist daher mindestens genauso wichtig", sagt Julius Oblong.

VOTO ist als App und im Webbrowser nutzbar. Die Wahlhilfe basiert auf einer Plattform, die zur Erstellung weiterer Wahlen genutzt werden kann. Neben der Angabe ihrer Positionen haben die Parteien und Kandidaten bei VOTO auch die Möglichkeit, ihre Position zu einem Thema begründen. Momentan arbeitet das VOTO-Team daran, die Software zu einer echten Software-as-a-Service Lösung weiterzuentwickeln.

Begleitung und Förderung

Die VOTO-Gründer werden vom Start-up Center der HdM begleitet und seit April 2021 mit einem Exist-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert. Sie erhalten neben dem Stipendium zur Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts ein Budget an Sach- und Coachingmittel von 30.000 Euro und können die Infrastruktur der HdM kostenlos nutzen.

Der Politikwissenschaftler Julius Oblong arbeitet mit dem Wirtschaftswissenschaftler Steffen Schuldis seit 2017 an verschiedenen Formaten der politischen Begegnung. Simon Strobel hat an der HdM Mobile Medien studiert und kümmert sich seit Anfang 2019 um die technische Umsetzung von VOTO.


Kontakt:
Julius Oblong
Telefon: 0157/37 26 1187
E-Mail: julius@voto.vote

Weiterführende Links:
VOTO
Studiengang Mobile Medien
Start-up Center der HdM

27. August 2021