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Smartphone-basierte Analyse von Migrationstrends zur Identifikation von Schleuserrouten (SmartIdentifikation)

Smartphone-basierte Analyse von Migrationstrends zur Identifikation von Schleuserrouten (SmartIdentifikation)

Motivation

Die Flüchtlingswelle 2015/16 hat Einsatzkräfte und Migrationsmanagement sowohl in Österreich als auch in Deutschland an ihre Grenzen geführt. Daher ha­ben beide Länder beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und auf bilateraler Ebene gemeinsam zu forschen, um Schleuserkriminalität zu bekämpfen und das Migrationsmanagement zu optimieren. Zentraler Ver­besserungsbedarf besteht dabei in der Überprüfbarkeit der Angaben von Migrantinnen und Migranten ohne gültige Dokumente. Daher sollen mobile Systeme zur Unterstützung der Polizeikräfte im operativen Einsatz entwickelt werden.

 

Ziele und Vorgehen

Das deutsch-österreichische Kooperationsprojekt Smar­tIdentifikation wird ein System entwickeln, um Daten aus mitgeführten Dokumenten und Smartphones aus­zuwerten. Mithilfe dieser Daten sollen die Identität von Personen sowie die von ihnen getätigten Angaben über­prüft werden. Dazu werden die für eine Alterserkennung auf dem Smartphone gespeicherten Bilder herangezo­gen. Weiterhin wird versucht, Schleuserrouten mittels Analysen aus den erhobenen Daten zu identifizieren. Da­bei sollen auch alternative Kommunikationsplattformen zur Entdeckung der Schleuser analysiert werden. Parallel zu den technischen Entwicklungen werden die recht­lichen und ethischen Rahmenbedingungen für einen akzeptierten und rechtskonformen Einsatz des Systems im Projekt erforscht und in die technische Realisierung überführt.

 

Innovationen und Perspektiven

Das System wird es ermöglichen, bei mobilen Kontrol­len die Aussagen der Migrantinnen und Migranten zu überprüfen und ihre Mitnahme zu Polizeiwachen auf ein Minimum zu reduzieren. Weiterhin wird die Verfolgung von Schleuserkriminalität durch die gewonnenen Daten über Routen und Chats unterstützt. Zum Nachweis der Einsatztauglichkeit werden Feldtests durchgeführt.

 

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für die zivile Sicherheit, Bekanntmachung: „Zivile Sicherheit – Fragen der Migration“ gefördert.

Kontakt

Prof. Dr. Petra Grimm

Medienwirtschaft

Telefon: 0711 8923-2202

E-Mail: grimm@hdm-stuttgart.de

Susanne Kuhnert

Telefon: 0711 8923-2652

E-Mail: kuhnert@hdm-stuttgart.de

Verstanden

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