Prof. Ulrich Huse – 18 Jahre Begeisterung für das Buch

Prof. Ulrich Huse – Abschied nach 18 Jahren
Prof. Ulrich Huse – Abschied nach 18 Jahren

Mit Ablauf des WS 20/21 ist Prof. Ulrich Huse in den Ruhestand getreten. 18 Jahre lehrte er Verlagswirtschaft und Verlagsmarketing, Programmplanung und Lektoratsverfahren sowie Geschichte des Buch- und Pressewesens im HdM- Studiengang Mediapublishing.

Prof. Huse kam im März 2003 als Nachfolger von Prof. Eduard Schönstedt an die HdM, nachdem er zuvor 20 Jahre in verschiedenen Verlagen (u. a. S. Fischer/Krüger und Harenberg) als Lektor, Cheflektor und Verlagsleiter tätig gewesen war. Der Studiengang Mediapublishing und Verlagswirtschaft (so der damalige Name) bestand zwar schon seit 1977, gehörte aber mit nur zwei Professuren und 15 Studierenden pro Semester zu den kleinsten der Hochschule. Inzwischen ist die Zahl der Professuren auf sechs angewachsen, eine siebte ist bereits im Stellenplan verankert - ein Ausbau, an dem Prof. Huse maßgeblich beteiligt war.

Im März 2008 übernahm er die Studiengangsleitung von Prof. Hans-Heinrich Ruta, führte den Verlagsstudiengang durch die erste Akkreditierung und begleitete den Aufbau des konsekutiven Masters Print & Publishing. Im Oktober 2018 übergab er das Amt des Studiendekans an Prof. Dr. Okke Schlüter. Die Zahl der immatrikulierten Mediapublishing-Studierenden stieg in dieser Zeit von gut 100 auf fast 250.

Viele Jahre war Prof. Huse zudem in verschiedenen Positionen der Selbstverwaltung der Hochschule aktiv: Als Leiter des Zentralen Praktikantenamts, Mitglied des Bibliotheksausschusses der Hochschule und des Fakultätsrats Druck und Medien sowie als Vorsitzender des Prüfungsausschusses seiner Fakultät. Er gehörte diversen Berufungskommissionen an und vertrat den Studiengang auch außerhalb der Hochschule, z. B. gegenüber dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Immer wieder realisierte Prof. Huse mit seinen Studierenden öffentlichkeitswirksame Ausstellungsprojekte, u. a. zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen (›233º Celsius‹, 2008), über die Zukunft des gedruckten Buchs (›Stadt ohne Bücher‹, 2015), die Aktualität von Gedichten (›Die Poesie ist nicht tot‹, 2018) sowie zur Rolle der Karikatur von der Kaiserzeit bis heute (›Satire darf alles‹, 2019). Als letztes wird - sofern es die Pandemiebestimmungen erlauben - im Sommer 2021 eine Ausstellung über ›Das Buch im 20. Jahrhundert‹ in der HdM zu sehen sein.

»Für mich war die Arbeit mit Studierenden immer das Schönste am Professoren-Dasein«, erklärt Prof. Huse. »Ob auf den Buchmessen in Frankfurt am Main und Leipzig - mit dem Gemeinschaftsstand ›Studium rund ums Buch‹ - oder bei den vielen Einzelprojekten, die ich initiieren konnte: Jedes Mal war ich aufs Neue vom Engagement, der Kreativität und Begeisterungsfähigkeit der Mediapublisher*innen überrascht. Diese positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen und die kollegiale Atmosphäre im Studiengang werden mir immer in Erinnerung bleiben.«

 

01. März 2021