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Semiotik von technischen Medien und Botschaften

Welche Medien unterstützen das Erleben in einem inszenierten Erlebnisraum.

Dieser Beitrag handelt von der Semiotik der Medien. Medien werden als solches gelesen. Sie werden in bestimmter Art und Weise in Systemen organisiert und in einem Kontext gesehen. Dies führt zu der Frage, welche Medien das Erleben in einem inszenierten Erlebnisraum unterstützen. Die Inszenierung und der Event Mediale Erlebnisraum werden betrachtet.

Über Inszenierung.

Inszenierung bedeutet eine Position durch formale Ästhetik mit Unterstützung von technischen Mitteln in Szene zu setzen. Wobei technische Mittel in der Herstellung von Inhalten als auch in der Präsentation der Inhalte selbst eine Rolle spielen. Sie sprechen die menschlichen Sinne an, sie hinterlassen einen Eindruck. Der Eindruck wird emotional, intellektuell und logisch erarbeitet, ein Wahrnehmungsvorgang beginnt.

Szenographische Inszenierungen als Erlebnisraum bedeuten das Eintauchen in ein Ideenbild. Idee als Konzept mit Inhalt und Relevanz in der Aussage, Bild als multimediale Darbietung, als eine Begehbarmachung des Erlebbaren mit Medien. Diese Medien wie Ton, Licht, Video, Film, Spiel, Animation, Computer generated Grafics usw. werden im Raum als ganzheitliches Erlebnis inszeniert. Sie werden über interaktive Schnittstellen, mit Projektionen, durch LED Walls, Panels, Screens, mit Lautsprechern aller Art, interaktiven Objekten, Wänden, Fußböden, oder Decken, mit beweglichen, statischen vielfarbigen und veränderbaren Licht realisiert. Die Inszenierung ist komplex, ist geplant und ganzheitlich. Der Besucher befindet sich entweder inmitten dieser Inszenierung, wie es in den Erlebnisräumen der Fall ist, oder aber er betrachtet die aus dem Zuschauerraum heraus, wie es im Schauspiel, Konzert, Oper, Bühnendarbietungen oder im öffentlichen Raum statt findet.

Bei Event Medialen Erlebnisräumen, bewegt sich der Besucher durch die Inszenierung und schreibt eigenständig die Geschichte seines Erlebens. Er entscheidet das Tempo, die Blickpunkte, Perspektiven und Vollständigkeit der Betrachtung. In allen Fällen wird eine körperliche Präsenz vorausgesetzt. Diese Vielfalt wird von den Event Medialen Szenographen bei der Planung berücksichtigt. Die Planung und Ausgestaltung der Räumlichkeiten sind detailliert und decken alle Bereiche ab. Es gibt keine Möglichkeit des Versteckens oder Vertuschens. Die Gestaltung verbindet alle Ebenen und unterwirft sich dem Thema. Der Besucher tritt in die Welt hinein und befindet sich in einer Parallelwelt des sinnlichen Erlebens.

Inszenierung und Kodierungssysteme.

Es gibt keine Inszenierung ohne Medien. Es ist nur eine Frage der Menge und der Beschaffenheit. Sind es analoge oder digitale Medien, lassen sie einen Zugriff zu, reagieren sie auf den Menschen, werden sie von äußeren Einflüssen verändert, bildet sich die Umgestaltung in analogen oder digitalen Formen aus? Wird der Mensch gesteuert, um Anteilhabe mit Geräten gebeten, oder reagieren die Medien ohne Aufforderungen auf Einflüsse? Der Raum ist hybrid, er ist medial vermischt und bündelt Möglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung. Mehrere Genres setzten sich zu einem Neuen zusammen. Hybride Objekte werden geschaffen, sie bestehen aus halb realen und halb virtuellen Komponenten.

 



Autoren

Name:
Prof. Ursula Drees  Elektronische Visitenkarte
Forschungsgebiet:
Transmediales Storytelling für architektonische Erlebnisräume. Inszenierungschancen mit räumlichen interaktiven Medien und Interaktion. Immersion durch Spielsystematiken in Erlebnisräumen
Funktion:
Professorin
Lehrgebiet:
Mediengestaltung mit dem Schwerpunkt EventMedia, Text Ton Bild, Kreativität, Modulverantwortliche für Mediengestaltung
Studiengang:
Audiovisuelle Medien (Bachelor, 7 Semester)
Fakultät:
Fakultät Electronic Media
Raum:
312, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2292
Homepage:
http://plusinsight.de/
Ursula Drees

Eingetragen von

Name:
Prof. Ursula Drees  Elektronische Visitenkarte


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