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Erster KarriereTalk in 2010

Angeregte Gespräche unter den Talkgästen
Angeregte Gespräche unter den Talkgästen

Zwei Gastreferenten aus der bibliothekarischen Praxis berichten über ihren Berufseinstieg.

Am 19. Januar 2010 lud der Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement in Kooperation mit dem Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) bereits zum achten Mal Studierende und externe Interessenten zum KarriereTalk mit AbsolventInnen der bibliothekarischen Studiengänge ein. In der Bibliothek der Wolframstraße gibt der KarriereTalk im Rahmen des Mentoring-Programms Studierenden die Gelegenheit, sich über den Einstieg in den Beruf auszutauschen und Tipps zu den unterschiedlichsten Fragestellungen rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräche, besondere Studienschwerpunkte, hilfreiche Tools etc. zu erhalten. Dazu werden zwei GastreferentInnen aus unterschiedlichen bibliothekarischen Bereichen eingeladen, die nach einer Vorstellung ihres beruflichen Werdegangs den Talk-Gästen in lockerer Atmosphäre für Gespräche zu Verfügung stehen. Als Referenten für den achten KarriereTalk konnten Juliane Dreßler von der Universitäts-Bibliothek Heidelberg und Tom Becker von der Stadtbibliothek Mannheim gewonnen werden, die beide sehr lebendig und interessant über die beruflichen Stationen seit ihren Abschlüssen an der Hochschule berichteten.

Herausforderung durch vielfältige Aufgabengebiete

Juliane Dreßler verließ Anfang 2005 mit dem Diplom in Bibliotheks- und Medienmanagement die Hochschule. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits die Zusage für zwei halbe Stellen an der Universitätsbibliothek Heidelberg „in der Tasche“, da sie schon während ihres letzten Studiensemesters Bewerbungen geschrieben hatte. So konnte sie direkt nach dem Abschluss nahtlos in den Berufsalltag einsteigen. Eine besondere Herausforderung dabei war ihr Einsatz in verschiedenen Abteilungen und Institutsbibliotheken. So ging es von der Bereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften über eine Mitarbeit bei der Retrokonversion und Retrokatalogisierung in der Abteilung „Medien II“ in die Benutzungsabteilung und danach in die Institutsbibliothek Soziologie, für die Juliane Dreßler die Leitung übernehmen konnte. Nach der Zusammenlegung von insgesamt drei Institutsbibliotheken zur neuen „Bereichsbibliothek für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“, bei der Juliane Dreßler stark in die Umzugs- und Fusionsplanung der Bibliotheken involviert war, ist sie nun dort „angekommen“. Die Abteilungswechsel brachten nicht nur die Herausforderung mit sich, sich schnell und flexibel auf neue Aufgaben einzustellen, sondern stellten für Juliane Dreßler gleichzeitig eine besondere Chance dar: Einerseits ist sie heute umfassend in die verschiedensten Arbeitsbereiche der UB Heidelberg und ihrer Institutsbibliotheken eingearbeitet, andererseits konnte sie viele Mitarbeiter mit ihren verschiedenen Kompetenzen und Fähigkeiten kennen und schätzen lernen und hat nun den großen Vorteil „zu wissen, wen man im Bedarfsfall fragen kann“. Sehr geholfen hat Juliane Dreßler die Vielseitigkeit des Studiums an der HdM. So konnte sie Inhalte aus Veranstaltungen zum Bibliotheksbau, Bestandsaufbau oder zu Formal- und Sacherschließung gut gebrauchen. Wenn sie sich rückblickend noch weitere Inhalte im Studium wünschen würde, dann wären dies „noch viel mehr Beispiele für RAK-WB“ (Katalogisierungsregeln), da es gerade bei kniffligen Fällen hilfreich wäre, auf „Muster“ zurückgreifen zu können.

Innovative Projektideen

Als zweiter Referent des achten KarriereTalks und Repräsentant des öffentlichen Bibliothekswesens hatte sich Tom Becker aus der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Mannheim, die er seit Mai 2008 leitet, auf den Weg in die HdM-Bibliothek gemacht. Für Tom Becker ging der Einstieg in den Beruf nach seinem Diplomabschluss an der HdM über einen Umweg: Zunächst studierte er ein Semester Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz, ehe er nach München an die Zentralbibliothek am Gasteig ging. Dort nutzte er innerhalb von elf Berufsjahren zahlreiche Möglichkeiten, sich in unterschiedlichste innovative Projekte (z.B. die Einführung von RFID) einzubringen. Neben seiner Tätigkeit in der Münchener Stadtbibliothek kehrte Tom Becker 2004 für vier Semester an die HdM zurück, um den Master of Arts im berufsbegleitenden Masterstudiengang Bibliotheks- und Medienmanagement zu erwerben. Unterstützt wurde Tom Becker dabei von seinen Kollegen, die ihm während der erneuten Studienjahre beispielsweise durch Dienstplananpassungen den „Rücken freihielten“. Auch nach dem Masterabschluss ist Tom Becker noch nicht am Ende seiner nebenberuflichen wissenschaftlichen Tätigkeit angelangt: Derzeit promoviert er bei Prof. Dr. Claudia Lux und Prof. Dr. Konrad Umlauf zum Thema: „Funktionen von Wissensmanagement in öffentlichen Bibliotheken“ an der Humboldt-Universität Berlin.

Lebenslanges Lernen

Beide Talkgäste betonten in ihren Vorträgen die Notwendigkeit, sich ständig flexibel auf neue Arbeitsgebiete und Projekte einstellen zu können und zu müssen. So bleibt die Tätigkeit als BibliothekarIn spannend und interessant. Die theoretischen Kenntnisse aus dem Studium an der HdM, bilden dabei die Grundlage für ein „lebenslanges Lernen“ im Beruf. Zum Ausklang des Abends in der „Frauenbibliothek“ gab es in gewohnt entspannter Atmosphäre mit Getränken und Knabbereien noch viele angeregte Gespräche zwischen den ReferentInnen und ihren NachfolgerInnen.

Die Präsentation von Juliane Dreßler finden sie unten zum Download.

 

 



Kontakt:
Corinna Sepke
Telefon: 0711 25706-160
E-Mail: sepke@hdm-stuttgart.de

31. Juli 2014

Präsentation Juliane Dreßler (Dateigröße: 849 KB)

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