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BI auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation

Judith Probstmeyer (li.) und Katharina Schöllhorn
Judith Probstmeyer (li.) und Katharina Schöllhorn

Bestens vertreten war der Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement auf der 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation, die vom 21. bis 23. Juli am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) stattfand. Die als 24-Stunden-Bibliothek bekannte KIT-Bibliothek bot den Rahmen für die zweitägige bibliothekarische Sektion.

Das dichte Vortragsprogramm stand unter dem Motto "Inhaltserschließung 2010: Mehr finden durch schlaueres Suchen". Vorgestellt und diskutiert wurden u.a. die intellektuelle Erstellung von Konkordanzen, Software zur automatischen Indexierung und die Möglichkeiten von Linked Open Data.

"Das neue Zusammenrücken von Formal- und Sacherschließung" war das Thema des Leitreferats von Prof. Heidrun Wiesenmüller (HdM). Sie schlug einen Bogen von Bibliothekstheoretikern des 19. Jahrhunderts bis hin zu aktuellen Entwicklungen bei der Standardisierung auf nationaler und internationaler Ebene. Es werde, so konstatierte Wiesenmüller, zwar weiterhin getrennte Regelwerke und Systeme geben, jedoch künftig mehr Berührungspunkte und einen gemeinsamen theoretischen Rahmen. Auf der praktischen Ebene plädierte sie für den Abbau der "Mauern" zwischen den beiden Bereichen - sowohl in der Praxis als auch in Lehre und Forschung.

Auf großes Interesse stießen die Ergebnisse von zwei Bachelorarbeiten, die im vergangenen Jahr an der HdM entstanden waren: Judith Probstmeyer, die inzwischen am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen beschäftigt ist, referierte über "Schlagwortnormdatei und Regensburger Verbundklassifikation im Tandem - maschinell generierte Korrelationen zwischen RVK und SWD". In ihrer Bachelorarbeit analysierte sie statistisch relevante Beziehungen zwischen Schlagwörtern und Notationen im Datenpool des Südwestverbunds (SWB) und erarbeitete konkrete Vorschläge für ihre praktische Anwendung. Katharina Schöllhorn, mittlerweile tätig an der Universitätsbibliothek Heidelberg, stellte ausgewählte Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit unter dem Titel "Benutzer am OPAC - werden sie bedient oder sind sie es?" vor. In ihren "OPAC-Analysen am roten Faden der Normdaten" ging sie den Ursachen für typische Rechercheprobleme auf den Grund, zeigte anhand von Beispielen aus aktuellen Katalogen den derzeitigen Umgang mit Normdaten auf und schlug Verbesserungen vor, beispielsweise bei der Nutzbarmachung individualisierter Personendatensätze.

Die gelungene Veranstaltung bot vielfache Anregungen und ließ in den Pausen genügend Raum, um Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Vorträge der diesjährigen Veranstaltung werden in näherer Zukunft über den Monarch-Server der TU Chemnitz zur Verfügung gestellt. Im nächsten Jahr findet die Tagung im Spätsommer in Frankfurt am Main statt.



Kontakt:
Prof. Heidrun Wiesenmüller
Telefon: 0711 25706-188
E-Mail: wiesenmueller@hdm-stuttgart.de

Weiterführende Links:
http://gfkl2010.wiwi.uni-karlsruhe.de/gfkl2010/

31. Juli 2014

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