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Herausragende Moderation eines Klavierabends durch Studierende der HdM

Christina Gärtner und David Rohrer moderieren das Klavierkonzert von zwei Studenten des Masterstudiengangs der Musikhochschule
Christina Gärtner und David Rohrer moderieren das Klavierkonzert von zwei Studenten des Masterstudiengangs der Musikhochschule

Selbstsicher und überzeugend moderierten die Studierenden des Seminars „Werkmoderation auf musikgeschichtlicher Grundlage“ des Masterstudiengangs Biblotheks- und Informationsmanagement den Klavierabend der Klasse Prof. Hans Peter Stenzl am 25.Januar an der Musikhochschule Stuttgart.

Das professionelle Auftreten ist der Co-Referentin des Seminars, Jenny Ulbricht zu verdanken. Dank der Anregung von Prof. Inge Simon konnte Andreas Kreißig, der seit längerem das Seminar an der HdM anbietet, die Sprecherzieherin Jenny Ulbricht zur Mitarbeit gewinnen.

In mehreren Einheiten führte sie die Studierenden dazu, sich selbstbewusst auf der Bühne zu bewegen und wie professionelle Moderatoren mit Sprache und Sprechen umzugehen.

In der ersten Phase legte sie zunächst die Grundlagen, indem mit den Studenten Körpergefühl und Körpersprache geübt wurden. Damit die Seminarteilnehmer eine präsente Ausstrahlung zeigten, wandte Jenny Ulbricht speziell Übungen für eine gute Körperhaltung und zum Auftrittsverhalten an. Theoretischer Input zu den Themen Kommunikation, Kommunikationsmittel, Wirkung und Möglichkeiten von Stimme und dazu, was es braucht, damit eine gute Moderation entsteht, vervollständigten die Grundlagenphase. Weitere kleine und feine praktische Übungen, wie z.B. das Erkennen des eigenen Moderationstyps halfen, das Gelernte sofort im Seminar umzusetzen. Die Studenten lernten körpersprachliche Signale zu erkennen und ihre Haltung und Bewegungen entsprechend dem erwünschten Ziel, Bühnenpräsenz auszustrahlen und sicher aufzutreten, einzusetzen.

Das Konzertprogramm enthielt mit Werken für zwei Klaviere unbekannte Stücke. Was für den Zuhörer reizvoll ist, entpuppte sich für die Studierenden als große Herausforderung. Sind doch z.B. zu den Komponisten Anton Arensky oder Manuel Infante und ihren Kompositionen für zwei Klaviere keine Einträge in den üblichen Nachschlagewerken zu finden. Hier stellten die angehenden Bibliothekare ihr gelerntes Können unter Beweis und recherchierten erstaunliche Details, Zitate und Hintergrundinformationen, die den Werkbeschreibungen einen lebendigen und authentischen Charakter verliehen.

Danach ging es an die Umsetzung. Die sorgfältig recherchierten biographischen Daten, Werkanalysen und Werkbeschreibungen lagen als Texte vor und mussten nun in Moderation umgesetzt werden. In mehreren Arbeitsschritten wurden aus dem Material, das die Studenten unter fachkundiger Anleitung von Andreas Kreißig zusammengetragen hatten, sprachlich und sprecherisch geschliffene Moderationen. Die Studenten lernten, die gesammelten Informationen auf das für die Zuschauer Interessanteste zu konzentrieren und die Sprache passgenau für ihr Publikum einzusetzen. Und: Jede Moderation braucht einen guten Earcatcher. Mit den Studenten, denen der neugierig machende Start für ihre Moderation noch fehlte, entwickelte Jenny Ulbricht das, was das Publikum aufhorchen und zuhören lässt. Einen dramaturgisch geschickten Aufbau der aussagekräftigsten Hintergrundinformationen zu Komponist, Werk und Werkentstehung zu entwickeln, bildete den Abschluss der textlichen Vorarbeiten.

Kein Sportler geht an den Start, ohne seine „Werkzeuge“ für seine Höchstleistungen aufzuwärmen. Auch jeder Sprecher muss sein Instrument, seine Stimme vorbereiten Übungen zum Lockern des Körpers, der ja das Gefäß und den Resonanzraum für die Stimme bietet, und zu Stimmumfang, Reichweite und deutlichem Sprechen boten den Studenten auch weit über dieses Seminar hinaus konkreten Praxisbezug für kommunikative Kompetenzen.

In der letzten Einheit ging es nun darum, den Moderationen Bühnenleben einzuhauchen. Auf der Basis des Moderationstyps arbeitete Jenny Ulbricht mit jedem der Studierenden seine individuelle Präsentationsart heraus. In mehreren Durchläufen übten sich die Studenten darin, präsent aufzutreten und charmant oder witzig oder seriös zu moderieren. Rückmeldungen der Probezuschauer, also der Kommilitonen zu Körpersprache, Einsatz von Blickkontakt, Mimik und Gestik sowie Modulation der Stimme ließen von Mal zu Mal gelungene und ansprechende Performances reifen.

Am Abend des Konzerts standen alle Studierenden zum ersten Mal auf der Bühne des Kammermusiksaals der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Und dann galt es, alles zu geben. Und sie gaben alle alles. Alle Studierenden haben Ihren Auftritt mit ihren Moderationen hervorragend gemeistert.

Der lang anhaltende Beifall am Ende des Abends galt nicht nur den Solisten, die ihre anspruchsvollen Stücke souverän vorgetragen hatten. Das Publikum des gut gefüllten Kammermusiksaal der Musikhochschule war begeistert von den einleitenden Texten sowie der perfekten Moderation. So bekräftigten auch Prof. Inge Simon von der HdM und Prof. Hans Peter Stenzl von der Musikhochschule ihren festen Willen, die Kooperation fortzuführen. Großer Dank ging auch an die Referenten des Seminars Andreas Kreißig und Jenny Ulbricht, die im Wintersemester 2013/14 wieder gemeinsam das Seminar an der HdM anbieten werden.

Studierende des Seminars:
Marie Luise Caesperlein
Christina Gärtner
Teresa Granser
Ines Rauter
Heinrich Wall
David Rohrer
Katja Yamborko

Konzertprogramm:
D.Milhaud: Scaramouche
W.A.Mozart: Larghetto und Allegro
S.Rachmaninoff: Fantasieop.5
A.Arensky: Suite mit Variationen
M.Infante : Andalusische Tänze

Fotos: Musikhochschule Stuttgart / Rudi Rach Hochschule der Medien Stuttgart / Inge Simon



Kontakt:
Prof. Inge Simon
Telefon: 0711 8923-3173
E-Mail: simon@hdm-stuttgart.de

29. Dezember 2013

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