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Open Library Day im Studiengang Informationswissenschaften

Peter Marus gibt Einblicke in die Arbeit der mobilen Jugendarbeit im Europaviertel
Peter Marus gibt Einblicke in die Arbeit der mobilen Jugendarbeit im Europaviertel

Noch nie mit dem Begriff Open Library in Berührung gekommen? Einige Bibliotheken in Deutschland beschäftigen sich bereits mit diesem Konzept. Zu einem „dritten Ort“ werden, also einem Ort, an dem man sich neben der Arbeit und den eigenen vier Wänden am liebsten aufhält, streben viele Bibliotheken an. Dazu gehört die niederschwellige Zugänglichkeit und vor allem sehr lange Öffnungszeiten mit attraktiven Services. Um zu zeigen wie das Konzept „Open Library“ gestaltet werden kann, wurden am Open Library Day am 24. Juni an der HdM unterschiedliche, bereits bestehende Konzepte vorgestellt.

IW-Studierende beschäftigten sich das Semester über intensiv mit der Open Library Thematik und planten in Projektteams diese Informationsveranstaltung, welche sich hauptsächlich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken richtete.
Nach einer Begrüßung durch die Projektverantwortliche Veronika Dittmann von der Fachstelle Stuttgart und dem studentischen Moderatorenteam Alena Hadanovic und Lukas Unser, berichtete Isolde Jagsch aus der Zweigstelle Schlößlesfeld (Stadtbibliothek Ludwigsburg) über die Konzipierung einer Open Library.
 
In der Zweigstelle Schlößlesfeld ist, unterstützt durch das Programm “hochdrei - Stadtbibliotheken verändern” der Kulturstiftung des Bundes, eine Open Library geplant. Das Förderprogramm will Raum schaffen für unkonventionelle Ideen und kreative Formate, die es Stadtbibliotheken auf Dauer ermöglichen, sich als offene Orte der Begegnung zu etablieren. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Programm in den Jahren 2018 bis 2022 mit 5,6 Millionen Euro.
 
Weiter ging es mit einem Beitrag von Peter Marus aus der Stadtbibliothek Stuttgart und Lea Woog von der mobilen Jugendarbeit Stuttgart. Die beiden berichteten sehr anschaulich vom Projekt “Mobile Jugendarbeit im Europaviertel”. Das Projekt, welches wissenschaftlich durch das Institut für angewandte Sozialwissenschaften begleitet wird, läuft seit März 2018 und ist bis Ende Februar 2020 befristet. Das Team vor Ort arbeitet in enger Kooperation mit relevanten Akteuren im Viertel, insbesondere mit dem Team der Jungen Bibliothek. Gemeinsam werden Angebote entwickelt und durchgeführt, die sich an den Interessen und Wünschen der Jugendlichen im Viertel orientieren. Ziel ist es, Begegnungen zwischen den verschiedenen Besuchergruppen zu ermöglichen und zu begleiten, sowie eine sichtbare und niedrigschwellige Kontaktmöglichkeit für junge Menschen direkt in ihrer Lebenswelt zu etablieren.

Bevor es in die Mittagspause ging, stellte Christian Meyer von der Firma “Bibliotheca” Software und Komplettlösungen vor, die es ermöglichen, Bibliotheken unbemannt und trotzdem voll funktionsfähig und sicher als Open Libraries zu öffnen.
 
Nach der Mittagspause ging es mit einem Input aus der Stadtbibliothek Düsseldorf weiter. Frauke Erus erzählte vom Konzept der „Langen Lernnächte“, einem Open Library Konzept und ein besonderes Angebot für Abiturientinnen und Abiturienten, Studierende sowie andere Lernende. In der Woche vor den Abiturprüfungen wird die Zentralbibliothek Düsseldorf zum eigenständigen Lernen bis 22 Uhr geöffnet. Normalerweise ist um 20 Uhr Schluss, doch in dieser Woche wird Lernen ohne Zeitdruck und in perfekter Lernumgebung möglich gemacht.
 
Als weitere Highlights stehen an diesen Abenden einige Extras für die Lernpower bereit: Eigens engagierte Nachhilfelehrer sind als "Flying Teacher" unterwegs, beantworten Fragen und helfen bei Unklarheiten weiter. Eine physiotherapeutische Fachkraft sorgt durch Kurzmassagen für die richtige Portion Entspannung. Als "Lerndoping" gibt es vitaminreiche Getränke und Studentenfutter. Das gesamte Angebot ist kostenlos, freies WLAN inklusive.
 
Die Göppinger Firma “EasyCheck” wurde durch Matthias Randecker vertreten. EasyCheck ist Technologielieferant für Bibliotheken jeder Art und Größe. Die Produkte und Leistungen helfen Bibliotheken bei der Umsetzung einer Open Library.
 
Im Anschluss an die Erfrischungspause, welche an diesem warmen Tag obligatorisch war, stand auch schon der letzte Programmpunkt, das mobile Bibliothekslabor der Stadtbibliothek Mannheim, auf dem Plan. Bettina Harling, die Ansprechpartnerin für dieses bundesweit einzigartige Projekt, gab sehr anschaulich Einblicke in die Arbeit. Seit Frühjahr 2016 ist das mobile Bibliothekslabor mit einer Ape unterwegs und bringt viele medienpädagogische Angebote und Materialien in die Mannheimer Stadtteile, an die Schule oder ins Kinderhaus - ist aber auch außerhalb Mannheims unterwegs. Das Angebotsportfolio umfasst eine Trickfilmwerkstatt, das Erstellen von Fotostories mit dem iPad, Programmieren mit Scratch, 3D-Druck sowie Leseförderung durch Apps und Antolin. Hauptsächlich Kinder und Jugendliche sollen dadurch den kreativen Umgang mit neuen Medien spielerisch erlernen.

Die Studierenden bedanken sich herzlich bei allen Referentinnen und Referenten für spannende Einblicke in die Welt der Open-Library-Bewegung. Auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern danken wir für ihr Interesse und die rege Teilnahme. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Firmen EasyCheck und Axiell, die durch ihr Sponsoring ein Catering ermöglicht haben.

03. Juli 2019


Open Library Day
(Fotos: Christine Heusel)

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