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Hochschule der Medien

Neues Studienmodell

Förderung für Hochschule der Medien

Die zunehmende Digitalisierung stellt Hochschulen vor große Herausforderungen: Studieninhalte, Lernformate und Lehrmethoden müssen weiterentwickelt und den digitalen Anforderungen angepasst werden. Das will auch die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM). Für ihr Konzept „E-Portfolio" erhält sie 50.000 Euro aus dem Förderprogramm „Curriculum 4.0" der Carl-Zeiss-Stiftung und des Stifterverbandes, mit dem Reformprojekte ausgezeichnet werden.

Zur Detailansicht Eine von zwölf erfolgreichen Hochschulen: die HdM

Eine von zwölf erfolgreichen Hochschulen: die HdM

Die erfolgreichen Antragsteller wurden am 24. Oktober 2016 in einem Festakt in Berlin geehrt. Für das Förderprogramm gingen knapp 150 Anträge von Hochschulen ein. Eine Jury aus Vertretern der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat die zwölf besten Ideen ausgewählt. „Im Zeichen von Digitalisierung und Industrie 4.0 stehen wir inmitten einer stürmischen Veränderung der Arbeits- und Lebenswelt", sagte Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin Baden-Württemberg und Vorsitzende der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung, in ihrer Rede. Die hohe Zahl der Anträge belege, dass auch in den Hochschulen darüber nachgedacht wird, mit welchen Initiativen man die notwendigen Anpassungen in der Lehre befördern kann."

Große Aufgabe Digitalisierung

Prof. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes betonte: „Die Hochschulen wissen - das zeigen die Anträge deutlich -, dass sie die Studierenden besser auf die Veränderungen der Digitalisierung vorbereiten müssen. Dies entsprechend auch umzusetzen, wird die große Aufgabe der Hochschule in den nächsten Jahren sein." Neben den inhaltlichen Anforderungen waren auch die potenzielle Wirkung der Konzepte sowie deren Übertragbarkeit auf andere Hochschulen und Fächer entscheidende Auswahlfaktoren.

Neues Studienmodell

Mit ihrem Konzept „E-Portfolio" will die HdM in der Fakultät Information und Kommunikation ein neues Studienmodell erproben. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Wandels seien neue Lehr- und Lernformate, neue Studienstrukturen und vor allem ein sich öffnen hin zur Gesellschaft gefragt, erläutert Dr. Tobias Seidl, Professor für Schlüsselkompetenzen an der HdM. Kernaspekte eines neuen Studienmodells seien ein veränderter Fokus der Lehre - von Instrumentenwissen hin zu Problemlösungs- und Methodenkompetenzen. Schlüsselkompetenzen gelte es als essenziellen Ausbildungsbestandteil zu betrachten. Auch projektorientierte Ausbildungsformen und Interdisziplinarität sowie Reallabore als zentrale Lehr- und Lernform seien gefragt, so Seidl. Dabei ist die Digitalisierung Herausforderung und zugleich Teil der Lösung. „Wir planen eine flächendeckende E-Portfolio-Lösung aufzubauen, die von allen Studenten der Fakultät Information und Kommunikation genutzt wird. Sie dient der Reflexion und der Dokumentation ihres Lern- und Kompetenzerwerbsprozesses", erklärt Seidl.

Studium bewusst gestalten

Das Portfolio sei Pflichtbestandteil des Studiums und werde nicht benotet. Auf Grundlage des Portfolios erfolge eine Rückmeldung zum Kompetenzerwerb und der individuellen Studienplanung. Die Studenten könnten so ihr Studium bewusster gestalten, ihre erworbenen Schlüsselkompetenzen bilanzieren und Medienproduktionskompetenzen erwerben.

 

VERÖFFENTLICHT AM

25. Oktober 2016

KONTAKT

Prof. Dr. Tobias Seidl

Wirtschaftsinformatik und digitale Medien

Telefon: 0711 8923-2735

E-Mail: seidl@hdm-stuttgart.de

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