Die Alumni der HdM, Teil 98

Von der HdM zur großen Leinwand

Einen eigenen Film zu produzieren und in den deutschen Kinos laufen zu sehen, davon träumen viele Medienschaffende. Andreas Schmidbauer hat sich diesen Traum erfüllt. Nach seinem Bachelorabschluss in Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien (HdM) gründete er mit seiner Schwester Tanja am Chiemsee die Produktionsfirma Schmidbauer-Film. Am 3. November 2022 startet ihre schwarze Komödie "Wer gräbt den Bestatter ein?" in den deutschen Kinos.

An der Filmproduktion beteiligt sind außerdem fünf weitere Alumni der HdM: Andreas Engelhardt (Postproduktion und VFX-Supervision), Sabrina Gaber (Produktionsleitung), Roman Rehausen (Mischtonmeister), Jan Riebe (Digital Imaging Technician) und Helene Reiner (als Redakteurin Sabrina Steinberger). Schmidbauer lebt also nicht nur beruflich seinen Traum, sondern arbeitet auch mit seinen Freundinnen und Freunden aus dem Studium zusammen.

Alumni Sprechstunde mit...
Name
: Andreas Schmidbauer
Alter
: 32
Studiengang an der HdM
: Audiovisuelle Medien Bachelor (6 Semester)
Jahr des Studienabschlusses
: 2014
Thema der Abschlussarbeit
: Kinorelease eines bayrischen Dialektfilms am Beispiel „Hinterdupfing" im Eigenverleih

Stationen nach der HdM: Stereoscopic Technician/Consultant bei der Firma Stereotec. Weltweit unterwegs mit stereo3D Systemen im Kinofilmbereich u. a. "Gemini Man" und "The Iron Mask" (www.stereotec.com), Produzent bei Schmidbauer-Film (www.schmidbauer-film.de)
Berufsbezeichnung
: Filmproduzent

 

HdM: Wie war Ihr letzter Tag als HdM-Student?
Andreas Schmidbauer
: Ich bin mir gar nicht sicher, ob es den so in meinem Bewusstsein gibt. Vermutlich war es die MediaNight im Sommer Semester 2014. Da habe ich dann Stuttgart verlassen und die Bachelorarbeit in der Heimat am Chiemsee geschrieben. Ich war zwar noch HdM-Student, aber nur noch zum Tag der Abgabe vor Ort.

HdM: Wie war der erste Tag nach dem Abschluss?
Andreas Schmidbauer
: Die Antwort fällt hier ähnlich aus. Die Zeit nach dem Abschluss war bei mir sehr unentschieden: Möchte ich noch einen Master machen? Werde ich zu arbeiten beginnen? In der Selbstständigkeit oder in einer Festanstellung?

HdM: Wo haben Sie in der HdM am liebsten studiert?
Andreas Schmidbauer
: Im Hardcut und im Treppenstudio.

HdM: Wie sieht ihr heutiger Arbeitsplatz aus?
Andreas Schmidbauer
: Entweder es ist ein Laptop auf dem Schreibtisch oder ich stehe an einem Filmset. Der Schreibtisch-Job ist meist das Hinarbeiten (bzw. Vorbereiten und Nachbereiten) auf den nächsten Dreh.

HdM: Wie fing ein typischer HdM-Tag bei Ihnen an?
Andreas Schmidbauer
: Vermutlich mit dem Aufstehen. Nur einmal ist es vorgekommen, dass ein paar Kommilitonen und ich direkt vom Feiern in die Vorlesung sind und dann erst ins Bett.

HdM: Was machen Sie heute als erstes, wenn Sie anfangen zu arbeiten?
Andreas Schmidbauer
: Frühstücken am Arbeitsplatz :)

HdM: Wer war Ihr Lieblingsprof an der HdM und warum?
Andreas Schmidbauer
: Ich hatte keine einzige Vorlesung bei ihm, und kannte ihn erst durch mein Bachelorarbeits-Thema: Prof. Boris Michalski. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mir damals gut zugeredet hat, unseren Spielfilm „Hinterdupfing" im Eigenverleih in die Kinos zu bringen. Da waren wir dann mit fast 50.000 Kinobesuchern auch sehr erfolgreich. Während des Studiums war es vermutlich Prof. Stefan Grandinetti, weil er die für mich spannendsten Fächer unterrichtete und uns etliche Seminare zum Thema "stereo3D" angeboten hatte. In dieses Metier hat es mich dann ja auch beruflich hin verschlagen.

HdM: Welche Vorlesung ist Ihnen am meisten hängen geblieben und warum?
Andreas Schmidbauer
: Die schon erwähnten 3D Seminare. Das war einfach etwas Besonderes und Einmaliges in meinem Jahrgang (Studioproduktion Film 2012/13).

HdM: Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal Student wären?
Andreas Schmidbauer
: Jede Vorlesung - auch in Fächern, die mich weniger interessieren - als Geschenk zur Wissenserweiterung sehen und nicht als Last und Pflicht im Rahmen des Studiums.

HdM: An was arbeiten Sie gerade?
Andreas Schmidbauer
: Gerade arbeite ich an der schwarzen Komödie "Wer gräbt den Bestatter ein?", die am 3. November in die deutschen Kinos kommen wird. Mit meiner Schwester Tanja zusammen habe ich den Film produziert und inszeniert und aktuell sitzen wir an den Vorbereitungen zum Kinorelease. Der Film ist zum Bundesstart auch in den EM Innenstadtkinos in Stuttgart zu sehen. Und vielleicht irgendwann ja mal im Filmrausch.

 

Isabell Gritzka

VERÖFFENTLICHT AM

21. Oktober 2022

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