Studienprojekt
Neue ökologische Standards und Berufsbilder wie der Green Consultant haben in den vergangenen Jahren bereits Veränderungen in der Film- und Fernsehbranche gefördert. Nachhaltige Abläufe und Prozesse sind hingegen deutlich schwerer zu integrieren. Grund hierfür ist die interne Struktur des Bereichs: wechselnde Produktionsteams, projektbezogene Beschäftigte und eine Finanzierung mit regionalen Effekten. Hier setzt der DNK Leitfaden an und skizziert Wege zu einem integrierten und glaubwürdigen Nachhaltigkeitsmanagement.
India Fleuchaus, Philip Mahler Michael Maier und Romy Walcher haben das kooperative Projekt in der Lehrveranstaltung „Green Producing" unter der Leitung von Prof. Boris Michalski, Studiendekan Audiovisuelle Medien, und Tabea Leukhardt, Leiterin des Instituts für Zukunftskultur, umgesetzt. Die Gestaltung des Leitfadens hat Corinna Frenzel aus dem Studiengang Informationsdesign übernommen.
20 Kriterien
Der Branchenleitfaden enthält sowohl praxisnahe Anleitungen als auch Hinweise zur Anwendung des DNK. Der Fokus liegt auf sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten. Anhand von 20 Kriterien, darunter Innovations- und Produktmanagement, Strategie, Menschenrechte und Gemeinwesen, wird der Nachhaltigkeitsbegriff in einen unternehmerischen Kontext gestellt. Text-Beispiele von Unternehmen dienen der besseren Verständlichkeit der theoretischen Inhalte. Der Leitfaden richtet sich insbesondere an Film- und Fernsehproduzenten, kann jedoch auch von anderen Unternehmen der Branche genutzt werden. Er steht hier https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/media/00vh2hl4/dnk_ff_leitfaden_de_hdm.pdf kostenlos zur Verfügung.
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex
Der DNK ist ein international anwendungsfähiger Berichtsstandard und wurde 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) beschlossen, um Nachhaltigkeitsgedanken in der Wirtschaft zu fördern. Er macht den Transformationspfad von Unternehmen sichtbar, erleichtert den Einstieg in die Berichterstattung und hilft Nachhaltigkeitsmanagement und wirtschaftlichen Erfolg zu verknüpfen.
Das Institut für Zukunftskultur
Das Institut für Zukunftskultur unterstützt und berät Organisationen aus Kultur, Bildung und Medien im Bereich der Nachhaltigkeitstransformation und setzt sich für die Etablierung nachhaltiger Strukturen und Prozesse ein. In Kooperation mit den Unternehmen entwickelt das Institut individuelle Ziele, Maßnahmen und Indikatoren für die Zielerreichung.
VERÖFFENTLICHT AM
26. Februar 2024
Lesen Sie auch
-
Abschlussarbeit:
ARD/ZDF Förderpreis für HdM Alumna -
Audiovisuelle Medien:
Alumni-Film auf Oscar-Kurs -
Vom Studium in die Selbständigkeit:
HdM-Alumni gewinnen Filmpreis in Cannes