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Interkulturelle Zusammenarbeit 29. August 2011

„Studierende ermutigen, international tätig zu werden"

Im Januar 2012 findet in Amsterdam das 20. Fachsymposium BOBCATSSS statt. Eine Projektgruppe der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) bereitet die Veranstaltung mit Studierenden zweier niederländischer Hochschulen vor.

Aufgaben für die Konferenz wurden definiert und zugeordnet
Aufgaben für die Konferenz wurden definiert und zugeordnet
"Feintuning": Das weitere Vorgehen wird abgestimmt
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Schwerpunkte wurden gebildet
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BOBCATSSS-Konferenz in Szombathely, Ungarn: Mirry Stoffers stellt das Thema für BOBCATSSS 2012 vor
BOBCATSSS-Konferenz in Szombathely, Ungarn: Mirry Stoffers stellt das Thema für BOBCATSSS 2012 vor
In Amsterdam findet die Eröffnungsveranstaltung im Januar 2012 statt
In Amsterdam findet die Eröffnungsveranstaltung im Januar 2012 statt

BOBCATSSS steht für eine Reihe von englischsprachigen Kongressen aus der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Jedes Jahr organisieren Studierende mehrerer europäischer Hochschulen diese Veranstaltung. Dazu zählt auch die HdM. Sie gehört bereits seit 1993 zu den Organisatoren, die sich jährlich abwechseln. Der 20. BOBCATSSS-Kongress Anfang nächsten Jahres steht unter dem Motto „information in e-motion". Acht Studenten der Fakultät Information und Kommunikation - eingeschrieben in den Studiengängen Bibliotheks- und Informationsmanagement sowie Wirtschaftsinformatik - bereiten sich seit Oktober 2010 auf die Fachveranstaltung vor.

Wissensaustausch

„Ursprünglich wollten wir mit der Kongress-Idee einen Know-how-Transfer in die osteuropäischen Länder schaffen", berichtet Professorin Ingeborg Simon, Dekanin des Master-Studiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement und Initiatorin des BOBCATSSS-Engagements der HdM. Damit auch osteuropäische Länder teilnehmen konnten, fand der Fachkongress anfangs ausschließlich in Osteuropa statt. „Hier trafen unterschiedliche Arbeitsweisen aufeinander. Während die deutschen Studenten von den Dozenten meist beratend unterstützt wurden, waren ihre osteuropäischen Kommilitonen eher gewohnt, Vorgaben der Professoren auszuführen", erzählt Ingeborg Simon. Der unterschiedliche Umgang an den Hochschulen sei zur Herausforderung geworden, ebenso wie die Rahmenbedingungen vor Ort. Bei der BOBCATSSS-Premiere der HdM 1993 in Budapest mussten die Organisatoren angesichts der spärlichen Ausstattung vor Ort beide Augen zudrücken. „Es fehlte hinten und vorne am Equipment. Ein Teil der Vorträge wurde aus Raummangel in einem Clubzimmer mit tiefen, bequemen Sesseln gehalten, in denen die Hälfte der Zuhörer schon um zwei Uhr mittags selig einschlummerte", erinnert sich Ingeborg Simon.

International tätig werden

Inzwischen haben auch südeuropäische Städte, wie Porto (Portugal) oder Parma (Italien), die Veranstaltung schon ausgetragen. Die Teilnehmer des Symposiums kommen aus der ganzen Welt. In der Kongress-Organisation steht stärker die praxisbezogene, inhaltliche Zusammenarbeit zwischen den Studenten verschiedener europäischer Hochschulen im Vordergrund. Die Studententeams kümmern sich um alles, was zur Kongress-Organisation gehört - von der Finanzplanung über die Sponsorensuche bis zur Auswahl der Referenten. Zum „Lernauftrag" gehört auch das Schreiben von Artikeln für Fachzeitschriften oder die Anmoderation der Kongressbeiträge vor Ort und die Diskussionsleitung. „Wir wollen die Studierenden ermutigen, international tätig zu werden", erklärt Ingeborg Simon. Lampenfieber bleibt da nicht aus. „Oft sind die Studenten am Anfang sehr zurückhaltend. Aber auf einmal stehen sie vor 400 Leuten und moderieren selbstbewusst einen Workshop", berichtet die Studiendekanin.

Amsterdam 2012

Anfang Juni fand ein Treffen mit den Mitorganisatoren der Amsterdamer Hogeschool und der Groninger Hanze University statt. HdM-Studentin Selina Chadde war begeistert: „Es ist klasse, so viele neue Menschen kennenzulernen. Auch wenn die Arbeit manchmal anstrengend ist - gerade das macht unheimlich viel Spaß. Ich finde, wir können schon jetzt stolz auf uns sein." Ihr Teamkollege Peter Schmitt stimmt zu: „Die Zusammenarbeit mit dem internationalen Team ist ungemein spannend." Und im Gegensatz zum normalen Studienalltag dürfe man selbst organisieren und nach eigenen Ideen arbeiten. Doch auch der Austausch mit den anderen Hochschulen sei wichtig, ergänzt Ingeborg Simon: „Durch die Zusammenarbeit sind schon einige neue Partnerschaften entstanden, die den Studenten zugute kommen." Dort können sie zum Beispiel ein Auslandssemester verbringen oder an einem Sommerkurs teilnehmen, etwa in Dänemark. Die Veranstaltung Die Abkürzung BOBCATSSS steht für die Anfangsbuchstaben der Städte, die von Anfang an bei der Organisation des Kongresses dabei waren: Budapest, Oslo, Barcelona, K(C)openhagen, Amsterdam, Tampere, Stuttgart, Szombately und Sheffield. Die HdM war zuletzt 2007 Mitglied des Organisationsteams. Wer Lust hat, sich für das Projekt zu engagieren: Das Team freut sich über Unterstützung im Wintersemester. ECTS-Punkte werden im Rahmen der Wahlmodule angerechnet.

Kristina Pohle / Kerstin Lauer


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20. BOBCATSSS-Symposium in Amsterdam

Termin:
23. bis 25. Januar 2012

Themen:

  • „E-Media in motion"
  • „My information"
  • „Organization 2.0"
  • „Access to public information"


Call for Papers:
Studenten, Professoren und Spezialisten können ihre Abstracts zu geplanten Vorträgen und Workshops bis zum 1. Oktober 2011 unter www.bobcatsss2012.org einreichen

Organisatoren:
Hochschule der Medien Stuttgart, Hanze Universität Groningen und Hogeschool von Amsterdam


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