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Alumni-Start-up

Mit Hanfkakao gegen studentischen Stress

2018 wurde das Start-up "ChillChoc" gegründet. Das Kernteam besteht mittlerweile aus fünf Freunden, von denen drei an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart studiert haben. Mit ihrem veganen und bio-zertifizierten Kakao bringen sie die erste Trinkschokolade mit Hanf auf den Markt.

Dave Tjok, Laura Rothgang, Christian Veit, Lena Glässel und Burkhard von Stackelberg, das Kernteam von ChillChoc, Foto: ChillChoc
Hanf im Ländle: Mit ChillChoc kommt der erste Anti-Stress-Kakao auf den Markt. "Weniger Stress, mehr Fokus" wünscht sich das junge Start-up aus Stuttgart. Zu fünft arbeiten sie an ihrer Trinkschokolade, die besonders bei Studierenden Anklang finden dürfte. Eine Gründerin aus dem Kernteam ist die 29-jährige Lena Glässel, die gerade an ihrer Masterarbeit im Studiengang Medienmanagement arbeitet und sich parallel dazu den Schokoladen-Traum verwirklicht. Sie erinnert sich noch ganz genau an die Anfänge: Alles habe in einer Vorlesung von Prof. Dr. Nils Högsdal begonnen. Dort habe sie mit ihrer Kommilitonin Laura Rothgang beschlossen, das Start-up "VoluntHero" zu gründen.

Zufällig zusammen gefunden

Zu ChillChoc kamen sie eher auf Umwegen: "Beim Social Impact Lab, einem Accelerator-Programm für Start-ups mit sozialem Hintergrund in Stuttgart, haben wir Dave Tjiok und Burkhard von Stackelberg kennengelernt." Die beiden hatten bereits eine gemeinsame Firma gegründet, um Umwelttechnologien zur Bodenverbesserung zu erarbeiten, und auch ChillChoc ins Leben gerufen. Die Expertise zu Hanfprodukten entwickelten sie aus sehr privaten Gründen. Da von Stackelbergs Freundin an Multipler Sklerose leidet, hatten sie an legalen Methoden getüftelt, um ihre Beschwerden wie Zittern und Muskelverkrampfungen mit Hanf auf natürliche Weise zu lindern.

Aus anfänglich gelegentlicher Unterstützung in Marketingfragen wurde für Lena Glässel und Laura Rothgang schnell ein Vollzeit-Job. Überzeugt von dem Produkt, den Erfindern und gemeinsamen Visionen stiegen die beiden ganz bei ChillChoc ein. Außerdem holten sie Christian Veit mit ins Team, der 2019 seinen Master in Unternehmenskommunikation an der HdM gemacht hatte.

Immer an der Seite der Studierenden waren ihre Professoren. "Durch Prof. Nils Högsdals Entrepreneurship-Kurs haben wir die richtigen Weichen gestellt. Ohne seine Unterstützung wären wir wahrscheinlich heute nicht da, wo wir sind", meint Laura Rothgang. Auch Prof. Harald Eichsteller stand dem Team während und auch nach dem Studium unterstützend und motivierend zur Seite. "Ich war traurig, dass die Zeit an der HdM vorbei ist, habe mich aber auch mehr gefreut, jetzt richtig mit ChillChoc loszulegen."

Weitergedacht

Mittlerweile hat das Team vier Sorten Kakao auf den Markt gebracht: Original, mit extra viel Schokolade, mit extra viel Hanf und mit Chili - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und nicht nur bei den Sorten haben die fünf mittlerweile aufgestockt, sondern auch im Team. Zwei Werkstudentinnen der HdM unterstützten das Kernteam. Gemeinsam möchten sie weiter daran arbeiten, dass ihr Kakao im Winter im Supermarkt erhältlich sein wird, und ihre Vision verwirklichen, alle Zutaten auf gerettetem Boden zu ernten: "ChillChoc hilft nicht nur mit Entspannung durch Genuss, sondern rettet die unfruchtbaren Böden dieser Welt. Teile der Erlöse von ChillChoc fließen in Open-Source-Projekte zur Bodenverbesserung und Aufforstung in den Anbauländern unseres Kakaos", erklären die Gründer. Denn das Start-up unterstützt kleinere und mittelständische Landwirte durch die Wissensvermittlung zur Bodenaufforstung.

Julia Lindner

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