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Veranstaltungsbeschreibung

334845a Advanced Usability Engineering

Zuletzt geändert:25.09.2017 / von Carlsburg
EDV-Nr:334845a
Studiengänge: Bibliotheks- und Informationsmanagement (Bachelor, 7 Semester), Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 4 6 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Informationsdesign (Bachelor, 7 Semester), Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 4 6 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Online-Medien-Management (Bachelor, 7 Semester) , Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 4 6 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Online-Medien-Management (Bachelor, 7 Semester, Zulassung bis SS 2014), Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Wirtschaftsinformatik und digitale Medien (Bachelor, 7 Semester) , Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 4 6 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Wirtschaftsinformatik und digitale Medien (Bachelor, 7 Semester, Zulassung bis SS 2014), Prüfungsleistung im Modul Advanced Usability Engineering in Semester 7
Häufigkeit: unregelmäßig
Dozent: Dipl.-Infw. (FH) Simon Eisele
Sprache: Deutsch
Art: S
Umfang: 2 SWS
ECTS-Punkte: 5
Workload:

Die Veranstaltung hat 2 SWS Kontaktzeit und 5 ECTS Workload. Das bedeutet, dass im Rahmen der Veranstaltung 150 Stunden Arbeit investiert werden müssen. Diese Arbeit teilt sich in etwa folgendermaßen auf:

  • Anwesenheit (25 Std., 0,8 ECTS)
  • Einarbeitung in Theorien und Methoden (25 Std., 0,8 ECTS
  • Planung der Studie (20 Std., 0,7 ECTS)
  • Durchführung der Studie (20 Std., 0,7 ECTS)
  • Auswertung der Studie (30 Std., 1 ECTS)
  • Dokumentation der Studie (30 Std., 1 ECTS)
Prüfungsform:
Beschreibung:

In dieser Veranstaltung werden spezielle Methoden des Usability Engineerings vertieft oder aktuelle Themen der Usability und User Experience Forschung behandelt. Der Inhalt richtet sich immer nach aktuell verfügbaren Projekten an der Hochschule oder mit externen Partnern. Die Veranstaltung wird anhand von zwei Beispielen Beschrieben:

  1. Sommersemester 2015 (aktuell für das kommende Semester): Nutzungserleben bei Smartphones über die Zeit mit einer Prognose für die Zukunft (Kooperationspartner: Carl Zeiss AG)
  2. Sommersemester 2014: Methode Eye-Tracking (HdM-Projekte)


Sommersemester 2015: Nutzungserleben bei Smartphones über die Zeit mit einer Prognose für die Zukunft (Kooperationspartner: Carl Zeiss AG)

Wie sieht die Zukunft der Nutzung und des Erlebens von Smartphones aus? Was sind wichtige Eigenschaften, die zu einem positiven Nutzungserlebnis beitragen? Wie soll das in Zukunft aussehen? Diese Fragen Stellt sich die Carl Zeiss AG und hier speziell der Bereich "Consumer Optics Business Group" in Aalen. In dieser Veranstaltung soll mit Hilfe von Nutzerbefragungen ermittelt werden, wie die derzeitige Nutzung und das derzeitige Nutzungserleben mit Smartphones aus der Sicht der Nutzer strukturiert ist. Hier interessiert vor allem die Entwicklung des Erlebens über die Zeit. Bei diesem Prozess des Kennenlernens eines Smartphones über die dauerhafte Nutzung bis hin zum Entsorgen und zur Anschaffung eines neuen Smartphones. Dabei spielen unterschiedliche Nutzungssituationen eine Rolle, die unterschiedliche emotionale Zustände bei den Nutzern auslösen. Ziel ist es hier die treibenden Faktoren zu ermitteln (Eigenschaften des Smartphones, andere Faktoren).

Auf der Basis des Erlebens der Nutzung über die Zeit und dem Ermitteln der Faktoren, die User Experience beeinflussen, sollen Trends der Nutzung und des Nutzungserlebens abgeleitet werden. Dabei ist für Zeiss besonders interessant, welche Produkteigenschaften, dieses Erleben und die Nutzung beeinflussen.

Mit der Carl Zeiss AG und dem Bereich "Consumer Optics Business Group" gab es bereits Projekte im Rahmen der Lehre interessante Projekte. Zeiss schätzt die HdM und die kreativen Beiträge der Studierenden sehr und freut sich bereits auf die Zusammenarbeit. Zeiss wird sein Knowhow und seine Fragestellungen in gemeinsamen Workshops in das Projekt einbringen.

Methodisch werden in diesem Seminar vor allem empirische Verfahren des Usability Engineering und der User Experience Forschung eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise folgende Methoden oder Instrumente:

  • UX Curve (Verfahren zur Ermittlung der User Experience über die Zeit)
  • CORPUS (Interview zur Befragung vergangener User Experience)
  • Leitfaden und Intensivinterviews
  • Fragebogenverfahren mit selbst entwickelten Fragen und standardisierten Fragebögen, wie z.B. UNeeQ (Fragebogen zum Ermitteln von Bedürfnissen in Zusammenhang mit Technik
  • Desktop Research (beispielsweise zur Analyse technischer Trends bei Smartphones)

Die Definition der Methodik ist Teil des Seminars. Die Studie wird im Rahmen der Veranstaltung konzipiert, durchgeführt und ausgewertet.

Folgende Kompetenzen können in diesem Seminar erworben werden:

  • Verständnis für Faktoren, die das Nutzungserleben über die Zeit beeinflussen
  • Anwendung verschiedener empirischer Verfahren der Usability und User Experience Forschung
  • Verständnis für das Erleben von Produkteigenschaften über die Zeit
  • Planung, Durchführung und Auswertung von empirischen Studien, um Prognosen der Nutzung und des Nutzungserlebens für die Zukunft zu erstellen
  • Einblick in Marketing- und Planungsstrategien eines Unternehmens


Sommersemester 2014: Methode Eye-Tracking (HdM-Projekte)

Mit der Veranstaltung werden folgende Ziele verfolgt:

    1. Methoden und Prinzipien der Aufmerksamkeitslenkung beim Screen Design verstehen und anwenden können.
    2. Theoretisches Verständnis des Eye-Trackings und praktische Umsetzung in Untersuchungsdesigns
    3. Nutzung der Eye-Tracking-Methode zur Optimierung von Bildschirmen

In der Lehrveranstaltung werden theoretische und praktische Kenntnisse der Evaluationsmethode Eye Tracking vermittelt. Zunächst wird in die Theorie des Eye Tracking und die Tracking-Technologie eingeführt. Es werden dann Screen Designs in einem Web-Anwendungsfeld nach Kriterien der Aufmerksamkeitssteuerung mit Hilfe von Eye Tracking untersucht. Aus den Ergebnissen der Untersuchung werden Empfehlungen für die Gestaltung nach den Anforderungen der Aufmerksamkeitslenkung abgeleitet.

Die Inhalte der Veranstaltung:

    1. Zunächst wird die Theorie des Eye-Trackings und die Tracking-Technologie eingeführt.
    2. Es werden dann Screen Designs in einem Web-Anwendungsfeld nach Kriterien der Aufmerksamkeitssteuerung mit Hilfe der Eye-Tracking-Messung untersucht.
    3. Im Anschluss daran werden Gestaltungsveränderungen an einzelnen Seiten vorgenommen, um die Effekte auf das Aufmerksamkeitslenkung sichtbar zu machen.
    4. Optional: Die Studierenden entwickeln auf der Basis der Literatur und der eigenen Untersuchungsergebnisse Richtlinien und Regeln für die Gestaltung nach Anforderungen der Aufmerksamkeitslenkung.
English Title: Advanced Usability Engineering
Literatur:


Sommersemester 2015: Nutzungserleben bei Smartphones über die Zeit mit einer Prognose für die Zukunft (Kooperationspartner: Carl Zeiss AG)

Burmester, M. (2013). Valenzmethode – Formative Evaluation der User Experience. In K. Scherfer & H. Volpers (Eds.), Methoden der Webwissenschaft – Ein Handbuch. Bd. I Anwendungsbezogene Methoden (Vol. 11, pp. 141–160). Münster: LIT Verlag.

Burmester, M., Laib, M., & Schippert, K. (2014). Interaktion als positives Erlebnis – Technologiegestaltung neu denken. Wissenschaft Trifft Praxis, 1(3), 5–16.

DIN EN ISO 9241-210. (2011). Ergonomie der Mensch-System-Interaktion – Teil 210: Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme (ISO 9241-210:2010).

Hassenzahl, M. (2008). User experience (UX): towards an experiential perspective on product quality. In Proceedings of the 20th International Conference of the Association Francophone d’Interaction Homme-Machine (pp. 11–15). ACM. Retrieved from http://portal.acm.org/citation.cfm?id=1512717

Hassenzahl, M. (2010). Experience Design: Technology for All the Right Reasons (p. 95). Breinings-ville: Morgan & Claypool. doi:.2200/S00261ED1V01Y201003HCI008

Hassenzahl, M., Burmester, M., & Koller, F. (2003a). AttrakDiff: Ein Fragebogen zur Messung wahrgenommener hedonischer und pragmatischer Qualität. Mensch & Computer 2003, 187–196. Retrieved from http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-80058-9_19

Hassenzahl, M., Burmester, M., & Koller, F. (2003b). AttrakDlff : Ein Fragebogen zur Messung wahrgenommener hedonischer und pragmatischer Qualität 1 Einleitung Grundannahmen und Vorarbeiten.

Hassenzahl, M., Burmester, M., & Koller, F. (2008). Der User Experience auf der Spur: Zum Einsatz von www.attrakdiff.de. In H. Brau, S. Diefenbach, M. Hassenzahl, F. Koller, M. Peissner, & K. Röse (Eds.), Usability Professionals 2008 (pp. 78–82). Stuttgart: IRB.

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Karapanos, E., Zimmerman, J., Forlizzi, J., & Martens, J.-B. (2010). Measuring the dynamics of remembered experience over time. Interacting with Computers, 22(5), 328–335.

Kujala, S., Roto, V., Väänänen-Vainio-Mattila, K., Karapanos, E., & Sinnelä, A. (2011). UX Curve: A method for evaluating long-term user experience. Interacting with Computers, 23(5), 473–483.

Kujala, S., Vogel, M., Pohlmeyer, A. E., & Obrist, M. (2013). Lost in time: The meaning of temporal Aspects in User Experience. In CHI ’13 Extended Abstracts on Human Factors in Computing Systems on - CHI EA '13 (pp. 559–564). New York, New York, USA: ACM Press.

Minge, M., Riedel, L., & Thüring, M. (2013). Modulare Evaluation interaktiver Technik. Entwicklung und Validierung des meCUE Fragebogens zur Mes- sung der User Experience. In Grundlagen und Anwendungen der Mensch-Technik-Interaktion. 10. Berliner Werkstatt Mensch- Maschine-Systeme (pp. 28–36). Berlin: Universitätsverlag der TU Berlin.

Mugge, R. (2008). Emotional bonding with products. Investigating product attachment from a design perspective. VDM Verlag Dr. Müller.

Pohlmeyer, A., Hecht, M., & Blessing, L. (2009). User Experience Lifecycle Model ContinUE [Continuous User Experience]. In A. Lichtenstein, C. Stößel, & C. Clemens (Eds.), Der Mensch im Mittepunkt … (pp. 314–317). Düsseldorf: VDI-Verlag. Retrieved from https://www.tu-berlin.de/fileadmin/f25/dokumente/8BWMMS/15.5-Pohlmeyer.pdf

Reynolds, T. J., & Gutman, J. (1988). Laddering theory, method, analysis, and interpretation. Journal of Advertising Research, 28(1), 11–31. Retrieved from http://marketing.byu.edu/htmlpages/courses/490r/ladderingtheory.doc

Sproll, S., Peissner, M., Sturm, C., & Burmester, M. (2010). UX Concept Testing : Integration von User Experience in frühen Phasen der Produktentwicklung. In H. Brau, S. Diefenbach, K. Göring, M. Peissner, & K. Petrovic (Eds.), Usability Professionals 2010 (pp. 195–200). Stuttgart: Fraunhofer.


Sommersemester 2014: Methode Eye-Tracking (HdM-Projekte)

Mit der Veranstaltung werden folgende Ziele verfolgt:

Anderson, J.R. (2007). Kognitive Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Bente, G. (2004). Erfassung und Analyse des Blickverhaltens. In: von G. Bente, R. Mangold & P. Vorderer (Hrsg.), Lehrbuch der Medienpsychologie (S. 298-324). Göttingen: Hogrefe.

Block, A. (2002). Die Blickregistrierung als psychophysiologische Untersuchungsmethode : Grundlagen, Anwendung und technische Realisierung. Hamburg: Kovac.

Bortz, J. & Döring , N. (2006). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. 4. Aufl. Berlin: Springer.

Duchowski, A.T. (2007). Eye Tracking Methodology: Theory and Practice. 2nd Ed. London: Springer.

Dumas, J.C. & Fox (2007). Usability Testing: Current Practice and Future Directions. In J.A. Jacko & A. Sears (Eds.), The Handbook of Human Computer Interaction. 2nd Edition (1129-1149). Mahwah, New Jersey: Lawrence Erlbaum.

Dumas, J.C. & Fox (2012). Usability Testing. In J.A. Jacko (ed.), The Handbook of Human Computer Interaction. 3rd Edition (1221-1241). CRC Press.

Dumas, J.C. & Redish, J.C. (1999). A practical guide to usability testing. Exeter: Intellect.

Goldstein, E. B. (2011). Wahrnehmungspsychologie. Heidelberg: Spektrum Akad. Verl.

Goodman, E., Kuniavsky, M. & Moed, A. (2012). Observing the user experience : a practitioner's guide to user research. Amsterdam: Elsevier/Morgan Kaufmann

Goldberg, J.H. & Kotval, X.P. (1998). Eye movement-based evaluation of the computer interface. In S. K. Kumar (ed.), Advances in Occupational Ergonomics and Safety (529-532). Amsterdam: IOS Press.

Goldstein, E.B. (2002). Wahrnehmungspsychologie. 2. dt. Aufl. Heidelberg: Spektrum, Akad. Verl.

Heimbach, P. (2001). Nutzung und Wirkung interaktiver Werbung. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

Jürgensohn, T. (1999). Modellierung der Augenbewegung von Autofahrern. In M. Rötting & K. Seifert (Hrsg.), Blickbewegungen in der Mensch-Maschine-Systemtechnik. 143-150. Sinzheim: Pro Universitate.

Karn, K.S., Ellis, S. & Juliano, C. (1999). The hunt for usablity: Tracking Eye Movements. Proceedings of CHI ’99, 15-20 May 1999 (p. 173). New York: ACM.

Maxwell, S. E. & Delaney, H. D. (2004). Designing experiments and analyzing data: a model comparison perspective. 2. Aufl. NJ: Lawrence Erlbaum.

Müller, H.J. & Krummenacher, J. (2002). Aufmerksamkeit. In: J. Müsseler & W. Prinz (Hrsg.), Allgemeine Psychologie (S. 119-177). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag. Müsseler, J. (2002). Visuelle Wahrnehmung. In: J. Müsseler & W. Prinz (Hrsg.), Allgemeine Psychologie (S. 15-65). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Nielsen, J. & Pernice, K. (2010). Eyetracking web usability. Berkeley, Calif.: New Riders

Ollermann, F., Reinecke, S. & Hamborg, K.-C. (2005). Orientierung auf Webseiten. I-COM, 1, 20-25.

Rötting, M. & Seifert, K. (1999). Blickbewegungen in der Mensch-Maschine-Systemtechnik. Sinzheim: Pro Universitate.

Rötting, M. (2001). Parametersystematik der Augen- und Blickbewegungen. Aachen: Shaker.

Scheier, C & Heinsen, S. (2003). Aufmerksamkeitsanalyse. In S. Heinsen & P. Vogt (Hrsg.), Usability praktisch umsetzen (S. 172-187). München: Hanser.

Scheier, C & Heinsen, S. (2003). Aufmerksamkeitsanalyse. In S. Heinsen & P. Vogt (Hrsg.), Usability praktisch umsetzen (S. 172-187). München: Hanser.

Schmidts, H. (2007). Usability-Evaluation: Eine Studie zur Identifizierung von Nutzungsproblemen mittels Eye-Tracking-Parametern. Saarbrücken: VDM-Verlag.

Schweibenz, W. & Thissen, F. (2003). Qualität im Web: benutzerfreundliche Webseiten durch Usability Evaluation. Berlin: Springer.



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