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Veranstaltungsbeschreibung

254044a Digitalität und Gesellschaft

Zuletzt geändert:24.09.2020 / Zöllner
EDV-Nr:254044a
Studiengänge: Medienmanagement (Master), Prüfungsleistung im Modul Empirische Medienforschung in Semester 1
Häufigkeit: nur WS
Unternehmenskommunikation (Master), Prüfungsleistung im Modul Empirische Medienforschung in Semester 1
Häufigkeit: nur WS
Dozent: Prof. Dr. Oliver Zöllner
Sprache: Deutsch
Art: -
Umfang: 2 SWS
ECTS-Punkte: 2
Workload: 2 SWS / 2 ECTS = 60 Zeitstunden
Inhaltliche Verbindung zu anderen Lehrveranstaltungen im Modul: In this seminar participants will acquaint themselves with relevant theories and current thinking on digital society, digital living and digitality in general. The accompanying course "Empirical Research on Digital Society" (part of this module - in German, however) will offer the opportunity to test those theories, or rather research questions derived from them, by way of empirical research projects that participants will be developing.
Prüfungsform:
Bemerkung zur Veranstaltung: Teilnehmerbeschränkung
Beschreibung: Hinweis: Dieser Kurs wird im Wintersemester 2020/21 weitestgehend remote (via Zoom) stattfinden. Bitte registrieren Sie sich auch im Moodle-Kurs, der zu diesem Kurs angeboten wird!

#social_research #methods #field_projects #digital_society
Dieses Seminar bietet eine Einführung in die wesentlichen Erhebungs- und Analysetechniken der quantitativ und qualitativ orientierten empirischen Gesellschafts- und Medienforschung. Deren Verfahren und Methoden sollen für Fragestellungen aus dem Kontext der digitalen Gesellschaft bzw. der Digitalisierung zur Anwendung gebracht werden.
Das Seminar vermittelt die wesentlichen methodischen Kenntnisse zur Durchführung von empirischen Studien z.B. mittels standardisierter Befragungen, Inhaltsanalysen, Gruppendiskussionen und Tiefeninterviews: von der Entwicklung einer Fragestellung bis hin zur Ergebnispräsentation. Anhand eigener Projekte sollen die Teilnehmer zu kompetenter selbständiger Anwendung des Gelernten angeleitet werden.
Leitthema im WS 2020/21 ist "Künstliche Intelligenz, Bewusstsein und Orientierung".
Was ist unter Künstlicher Intelligenz (KI) zu verstehen, wofür wird sie eingesetzt, was kann sie leisten und was nicht? Was machen wir gegenwärtig schon mit digitalen Anwendungen, was machen sie mit uns - und was erwartet uns in der näheren Zukunft unter dem Schlagwort KI? Und vor allem: Wie wollen wir Menschen mit ihr umgehen? Welche neuen Fragestellungen sind mit der KI verbunden? Führt künstliche Intelligenz zu einem intelligenteren (und glücklicheren) Leben?
KI scheint - bislang jedenfalls - ein "Parasit der menschlichen Intelligenz" zu sein, wie Daniel C. Dennet meint. "Jedes KI-System verfügt nur über eine Inselbegabung und kann keine Probleme lösen, auf die es nicht vorbereitet wurde", schreibt Steven Pinker (2019). Es erfordert auf jeden Fall menschliche Intelligenz, die sicherstellen muss, dass der Mensch Herr über die Maschinen bleibt. Aber auch dies ist kein leichtes Ding, denn: "Natürliche Dummheit kann weit mehr Schaden anrichten als künstliche Intelligenz" (Alison Gopnik 2019). In der Tat. Wir brauchen zur Formulierung und Beantwortung solcher und weiterer Fragestellungen ein Konzept jenseits eines denkfaulen technologischen Nihilismus (Gertz 2018). Wie könnte es aussehen? Vielleicht wird KI in der Rückschau bald ganz alltäglich und langweilig sein, wie Luciano Floridi in einer Konferenz-Keynote (auf YouTube) darlegt.
Wir werden diesen Fragen im Kurs empirisch nachgehen und Beobachtungen und Befragungen im Alltag von Menschen durchführen und anschließend auswerten. Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, inwieweit Menschen der KI ein Bewusstsein zuschreiben, wie das eigene Bewusstsein über Möglichkeiten und Grenzen von KI ausgeprägt ist und wie sich Menschen in einer zunehmend mit KI ausgestatteten Welt orientieren.

Lektüre zur Einführung:
Beiter, Rebecca et al. (2020): Fühlt sich das noch gut an? Ein quantitativ-qualitatives Forschungsprojekt zur Akzeptanz der Künstlichen Intelligenz im Alltag. Stuttgart: Hochschule der Medien. Online-Publikation [Download hier].
Coeckelbergh, Mark (2020): AI ethics. Cambridge, London: MIT Press [Link zum E-Book in der HdM-Bibliothek].
Gertz, Nolen (2018): Nihilism and technology. London, New York: Rowman and Littlefield.
Graham, Mark et al. (eds.) (2019): How to run a city like Amazon, and other fables. Ohne Ort [Cyberspace]: Meatspace Press [Downlad hier, CC BY-NC-SA].
Grimm, Petra / Keber, Tobias O. / Zöllner, Oliver (Hrsg.) (2019): Digitale Ethik. Leben in vernetzten Welten. Ditzingen: Reclam.
Schneider, Julia / Ziyal, Lena Kadriye (2019): We need to talk, AI. A comic essay on artificial intelligence. Berlin: Schneider [Download hier, CC BY-NC-SA 4.0].
Stalder, Felix (2016): Kultur der Digitalität. Berlin: Suhrkamp.
Zuboff, Shoshana (2019): The age of surveillance capitalism: The fight for the future at the new frontier of power. London: Profile Books.

#internet #social_media #society #culture #ethics

This seminar will look into the status of digital society, digital living, and issues that result from such processes of digitality. Participants will be observing what happens online (how we interact, how we display ourselves, how we maintain our privacy, how we shop, we we date, how we hate, how we rate, how we evaluate, etc.), will be reading articles, book chapters and books about the issues that are at stake (What does digitality do to us and to society?), and will be developing research questions of their own. The perspective of digital media ethics will play an important role in answering such questions: What is a flourishing life under the conditions of digitality?
To be able to answer this question, you will have to read at least *some* of the literature relevant to the field. Below please find a list for you to start dipping into discussions of digitality.

English Title: Digitality and Society
English Abstract: In this seminar participants will acquaint themselves with relevant theories and current thinking on digital society, digital living and digitality in general, and will learn to develop critical perspectives.
#internet #social_media #society #culture
Literatur: Castells, Manuel (2010): The rise of the network society (= The information age: Economy, society, and culture, Vol. I). 2nd ed. with a new preface. Chichester: Wiley-Blackwell.
Böll.Thema (Heft 1/2018): "Digital is okay!" Schwerpunktheft zur Digitalisierung. Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung [Download hier].
Ess, Charles (2020): Digital media ethics. 3rd ed. Cambridge, Medford: Polity Press [E-Book hier verfügbar],
Floridi, Luciano (2014): The 4th revolution: How the infosphere is shaping human reality. Oxford: Oxford University Press.
Gardner, Howard; Davis, Katie (2013): The App Generation: How today's youth navigate identity, intimacy, and imagination in a digital world. New Haven, London: Yale University Press.
International Review of Information Ethics, Vol. 22 (2014): "Ethics for the Internet of Things" [Download hier].
Lanier, Jaron (2013): Who owns the future? New York, London: Simon & Schuster.
Meyer-Schönberger, Viktor; Cukier, Kenneth (2013): Big data: A revolution that will transform how we live, work, and think. Boston, New York: Houghton Mifflin Harcourt.
Morozov, Evgeny (2013): To save everything, click here: The folly of technological solutionism. New York: Public Affairs.
Müller, Michael; Grimm, Petra (2016): Narrative Medienforschung. Einführung in Methodik und Anwendung. Konstanz, München: UVK.


Weitere Literatur finden Sie in der HdM-Bibliothek.
Internet: Die London School of Economics and Political Science hat eine ganz wunderbare Literaturliste/Bibliografie zum Thema "Digital Ethnography" zusammengestellt. Auf jeden Fall beachten!
Die Redereihe des Instituts für Internet und Gesellschaft müssen (ja: *müssen*) Sie sich anschauen: Making sense of the digital society.
Das Institut für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien: www.digitale-ethik.de, sein Twitter-Account @DigitaleEthik und sein YouTube-Kanal "Digitale Ethik TV".
• 4TU.Centre for Ethics and Technology (TU Delft, TU Eindhoven, U Twente, U Wageningen, NL): http://ethicsandtechnology.eu
• International Center for Information Ethics (ICIE) am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (Karsruhe): http://icie.zkm.de/
...und wie der mediatisierte Alltag 2030 aussehen könnte, lässt sich als Szenario in einer Broschüre nachlesen, die die Ergebnisse einer Think Tank-Lehrveranstaltung am Institut für Digitale Ethik zusammenfasst:
• Ankerl, Birgit et al. (2014): Das Internet der Dinge. Der vernetzte Alltag im Jahr 2030. Stuttgart: HdM [Download hier].
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