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Programm

Das Symposium „Designing for Positive User Experience“ findet im Rahmen der Feierlichkeiten rund um den „Campus Kick-Off“ der Hochschule der Medien statt und läuft parallel zu weiteren Veranstaltungen an der Hochschule der Medien am 5. Dezember 2014.

10:00 Start D4X-Track
10:15 Experience Design –Erlebnisse durch Technik?
Marc Hassenzahl
11:00 Positive Design
Anna Pohlmeyer
11:45 Pause
12:00 User Experience? Schon klar ... Oder?
Michael Burmester
12:45 Mittag
14:00 Technik fürs Leben – User Experience @ Bosch
Peter Schnäbele
14:45 User Experience in der Praxis: Mit einem positiven Bedienerlebnis im Wettbewerb punkten
Franz Koller
15:30 Pause
15:45 User Experience verstehen - Welchen Beitrag können die Neurowissenschaften leisten?
Matthias Peissner und Sunjung Kim
16:30 Das Gute Leben und die Technik: von individuellen positiven Erlebnissen zu politischer Gestaltung
Andreas Wolkenstein
17:15 Abschluss
17:30 Get-together und Preisverleihung
17:45 Verabschiedung durch Alexander W. Roos, Rektor

Abstracts

Marc Hassenzahl
Experience Design –Erlebnisse durch Technik?
Gestern sollte Technik nützlich und schön sein, heute aber muss sie zum Erlebnis werden. Der Unterschied ist nicht trivial. "Nützlich zu sein" betont das möglichst schnelle und einfache Erledigen von Aufgaben. Ein Auto ist beispielsweise dann nützlich, wenn es mich möglichst unkompliziert und schnell an einen gewünschten Ort bringt. "Schön zu sein" betont das Ansprechen unserer Sinne durch Form und Materialität. Ein Auto ist schön, wenn es uns an ein muskulöses Raubtier erinnert, wie eine süße Ente wackelt oder einem putzigen Käfer gleicht. Ein Erlebnis ist anders. Es ist zunächst eine persönliche Geschichte, mit einem Anfang, einer Mitte, einem Ende und meist auch etwas Dramatik. Seine Bedeutung erhält es durch die Befriedigung psychologischer Bedürfnisse, wie beispielsweise dem Bedürfnis nach Popularität oder Kompetenz. Ein schönes Auto wird also erst dann zum Erlebnis, wenn ich dafür von Anderen bewundert werde. Die schnelle Fahrt auf einer gewundenen Küstenstraße wird zum Erlebnis, wenn man sich durch die Herausforderung der Straße und der Kontrolle über das Fahrzeug als kompetent erlebt. Die Technik spielt hier zwar immer eine wichtige Rolle. Allerdings nicht an sich, sondern lediglich als Erzeuger und Vermittler bedeutungsvoller Erlebnisse. Es sind letztendlich die Erlebnisse die zählen. Der erlebnisorientierten Gestaltung (Experience Design) von Technik ist dies bewusst. Sie beginnt mit dem zu erzeugenden Erlebnis, der "Geschichte", die sich beim Benutzer durch das Benutzen entfalten soll. Erst dann wählt sie Funktionalität, Präsentation und Interaktion so, dass das Erlebnis auch entsteht. Der Fokus ist dabei weder auf glitzernden Interfaces noch auf innovativen Interaktionstechniken, sondern auf dem Potential von Technik, das Wohlbefinden von Menschen zu steigern.
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Anna Pohlmeyer
Positive Design
Zahlreiche interaktive Technologien erleichtern unseren Alltag und (kognitiv) ergonomische Richtlinien tragen dazu bei, dass diese an die Bedürfnisse ihrer Nutzer angepasst sind. Selbst emotionale Aspekte (‚joy of use’) finden vermehrt Beachtung. Und dennoch: kann 'menschengerechte' Gestaltung nicht noch einen Schritt weiter gehen? Positive Design widmet sich der Frage, wie Gestaltungslösungen zu erhöhter Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden von Einzelpersonen und Gruppen beitragen können. Dr.-Ing. Anna Pohlmeyer, Assistant Professor an der Technischen Universität Delft (Niederlande) und Ko-Direktorin des Delft Institute of Positive Design, wird den Ansatz des Positive Design theoretisch und praktisch näher erläutern, sowie anhand konkreter Designbeispiele veranschaulichen..
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Michael Burmester
User Experience? Schon klar ... Oder?
Das Projekt Design4Xperience wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert in der Förderinitiative „Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand“. Neben Usability hat sich der Begriff User Experience als ein Qualitätsmerkmal von Software etabliert. Doch das Verständnis dafür, was genau User Experience ist, und vor allem wie systematisch Software so gestaltet wird, dass positive Erlebnisse ermöglicht werden, scheint noch recht unklar. Design4Xperience hat sich dem Ziel verschrieben, hier Klärung zu schaffen und für die erlebniszentrierte Gestaltung von Software Methoden und Instrumente anbieten.
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Peter Schnäbele
Technik fürs Leben – User Experience @ Bosch
Gute Technik alleine reicht nicht aus – Produkte und Lösungen müssen die Nutzer emotional ansprechen und begeistern. Nach dem User Experience Ansatz werden die Nutzer daher von Beginn an kontinuierlich in den Entwicklungsprozess involviert. Dr. Peter Schnaebele, Head of User Experience bei der Robert Bosch GmbH gibt Einblicke in den User Experience Ansatz und dessen Anwendung bei Bosch.
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Franz Koller
User Experience in der Praxis: Mit einem positiven Bedienerlebnis im Wettbewerb punkten
Die User Experience, das positive Erlebnis bei der Bedienung, hat einen erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung eines Produkts. Die Qualität der Bedienoberfläche selbst und das zugrundeliegende Konzept tragen wesentlich zum Erfolg eines Produktes bei. In seinem Vortrag zeigt Franz Koller, Managing Director bei der User Interface Design GmbH, wie Unternehmen ein positives Nutzungserlebnis gestalten können und wie davon Nutzer und Unternehmen gleichermaßen profitieren.
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Matthias Peissner und Sunjung Kim
User Experience verstehen - Welchen Beitrag können die Neurowissenschaften leisten?
Neurowissenschaftliche Methoden können einen wertvollen Beitrag leisten, um die Bedingungen und Wirkungen von positivem Nutzungserleben besser zu verstehen. Die beiden Referenten berichten aus Ihrer Kooperation zwischen Grundlagen- und Angewandter Forschung. Sie präsentieren Einsatzpotenziale neurophysiologischer Verfahren in der UX-Forschung und Praxis. Erste Forschungsergebnisse weisen den Weg zu Systemen, die dynamisch auf Emotionen der Nutzer reagieren können.
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Andreas Wolkenstein
Das Gute Leben und die Technik: von individuellen positiven Erlebnissen zu politischer Gestaltung
Leben wir ein gutes Leben nur mit einem iPhone? Oder trotz eines iPhones? Was ist denn das eigentlich, das gute Leben, und welche Rolle spielt Technik darin? Wenn man beginnt darüber nachzudenken, stößt man schnell auf eine Reihe großer Fragen und Probleme. In dem Vortrag wird es zunächst darum gehen zu klären, was man sinnvollerweise über das gute Leben sagen kann. Darüber hinaus wird der Stellenwert von Technik für eine Philosophie des guten Lebens skizziert. In einem zweiten Teil aber wird das individuelle gute Leben in politisch-sozialen Kontext gestellt: Vielleicht ergeben sich die richtig spannenden Fragen ja erst, wenn viele verschiedene gute Leben aufeinander treffen. Woran es hier zu denken gilt wird ebenso adressiert wie die Auswirkungen, die daraus für Technologien des guten Lebens resultieren.
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