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Mobilfunknetz Deutschland

Funklochkarte für Deutschland

Seit gut einem Jahr können Nutzer der App "Breitbandmessung" die Qualität des jeweiligen Mobilfunknetzes an die Bundesnetzagentur übermitteln. Jetzt wurden die ersten Ergebnisse in Form einer Karte veröffentlicht.

Zur Detailansicht Die gesammelten Daten wurden für Funklochkarte grafisch aufbereitet. Screenshot via https://breitbandmessung.de/kartenansicht-funkloch

Die gesammelten Daten wurden für Funklochkarte grafisch aufbereitet. Screenshot via https://breitbandmessung.de/kartenansicht-funkloch

Deutschland ist nicht gerade für sein gutes Mobilfunknetz bekannt. Ob auf dem Land, in der Bahn oder in den eigenen vier Wänden - vielerorts ist der Empfang schlecht oder gar nicht vorhanden. Die erstmals veröffentlichte Funklochkarte der Bundesnetzagentur gibt Aufschluss über Deutschlands Regionen mit dem schlechtesten Mobilfunkempfang. Auffällig ist dabei, dass besonders entlang der Landesgrenze häufig schlechter, bis gar kein Empfang ist. Ein weiteres großes Feld mit schlechtem Empfang zieht sich von der Deutsch-Polnischen Grenze, nördlich an Berlin vorbei bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Andere Schwachpunkte lassen sich auf der Karte im Harz, rund um die Eifel, nördlich von Heilbronn, im Schwarzwald und zwischen Nürnberg und Augsburg finden.

Einjährig Daten per App erfasst

Ein Jahr lang wurden mit der "Breitbandmessung"-App, besser bekannt als Funkloch-App, Daten erfasst, die jetzt gesammelt und ausgewertet auf der Karte zu finden sind. Laut der Bundesnetzagentur haben sich rund 187.000 Nutzer die App auf ihr Smartphone heruntergeladen und circa 160 Millionen Messpunkte wurden in einem Jahr übermittelt.

Durch die Angabe einer Adresse, einer Postleitzahl oder einer Stad kann man die ermittelten Netzabdeckungswerte für den jeweiligen Ort einsehen und die Ergebnisse beispielsweise mit den Ergebnissen vergleichen, die man selbst mit der App für den Ort gemessen hat, erklärt die Behörde. Auf der Karte werden die ermittelten Werte in Waben eingeteilt. Mit den Filterfunktionen kann nach Netzbetreibern, dem Messzeitraum oder der Netzabdeckung gefiltert werden.

Messungen dienen der Netzverbesserung

Zu beachten ist, dass die eingetragenen Werte von den privaten Smartphones der Nutzer stammen und somit keine garantierte Auskunft für einen Ort angeben können. So kann das Ergebnis mit dem eigenen Smartphone nochmals anders ausfallen. Eine weitere, nicht zu vernachlässigende Komponente ist das jeweilige Netz, das der Nutzer in seinem Vertrag abgeschlossen hat. Die App kann zwar zwischen 2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE) und 5G unterscheiden, aber ist ein Mobilfunkvertrag beispielsweise nur für das 3G Netz abgeschlossen, kann die App nur diesen Wert messen. So kann es zu Abweichungen zwischen den angegeben Werten und den eigenen Messungen mit der App kommen.

Hintergrund der Messung ist, dass auf Grundlage der von den Nutzern erhobenen Messdaten mit den Mobilfunk-Anbietern erörtert werden soll, an welchen Orten die Netze noch weiter verbessert werden müssen.

 

Quellen:

  • www.bundesnetzagentur.de
  • www.spiegel.de
  • www.techbook.de

Carolin Hilleke

VERÖFFENTLICHT AM

18. November 2019

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